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Nexus 5X im t3n-Test: Handlich, gut … und teuer

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Konnektivität, Fingerabdrucksensor, Multimedia & Telefonie

Das Nexus 5X wird mit den Speichergrößen 16 und 32 Gigabyte angeboten. Angesichts dessen, dass das Betriebssystem einen Teil des Speichers für sich vereinnahmt und beim 16-Gigabyte-Modell daher etwa nur zehn Gigabyte zur freien Verfügung stehen, empfehlen wir Interessenten zur größeren Variante zu greifen. Es darf nicht vergessen werden, dass die Google-Phones keinen microSD-Karteneinschub haben, obwohl microSD-Karten unter Android 6.0 als interner Speicher genutzt werden können. Google hätte gut daran getan, allein schon wegen des neuen Marshmallow-Features, seine Nexus-Geräte endlich wieder mit einem microSD-Karteneinschub auszustatten. nexus-5x-test-8785 LTE Kat.6, WLAN 802.11 nach ac-Standard, Bluetooth 4.2 und GPS funktionieren dagegen wie es sich gehört. An keinem der Module gibt es etwas zu beanstanden. Freunde der Benachrichtigungs-LEDs werden sich freuen: Hinter dem unteren Lautsprechergrill versteckt sich ein helles Licht, das blinkt, sobald neue Nachrichten vorliegen oder man einen Anruf verpasst hat. Kurios: Ab Werk ist die LED deaktiviert, kann aber problemlos in den Systemeinstellungen unter „Ton und Benachrichtigungen“ aktiviert werden.

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Unter der unteren Lautsprecheröffnung versteckt sich eine Benachrichtigungs-LED. (Foto: t3n)

An Signalstärke und Tonqualität bei Telefonaten ist nichts zu beanstanden. Der verbaute Mono-Frontlautsprecher ist zur Not als Freisprecheinrichtung zu gebrauchen, aber nichts für die Beschallung unterwegs. Der Sound ist eher flach, ohne tiefe Bässe – zum Musikhören ist der Lautsprecher daher nur bedingt geeignet, für das ein oder andere Game reicht er aber gerade so aus.

Nexus-Highlight: Fingerabdrucksensor „Nexus Imprint“

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Der rückseitige Fingerabdruckleser des Nexus 5X ersetzt nach kurzer Eingewöhnungsphase den Power-Button – zumindest zum Aktivieren des Geräts. (Foto: t3n)

Eins der Highlights des 5x ist der auf der Rückseite verbaute Fingerabdrucksensor, der funktioniert, wie man es sich wünscht: rasend schnell und zuverlässig. Per Fingerzeig kann das Gerät schnell entsperrt werden. Einige Apps unterstützen sogar schon die Möglichkeit sich per Fingerabdruck anzumelden – beispielsweise Lastpass –, im Play Store kann man mit seinem Fingerzeig Zahlungen vornehmen, sofern ihr die Einstellung manuell aktiviert habt. Kurios: Angeblich ist der Fingerabdrucksensor-Hersteller, den Samsung vor einigen Jahren gekauft haben soll, für Googles „Nexus-Imprint“-Sensoren verantwortlich.

Mittelmäßiger Akku, USB Typ C

Zwar ist der Akku des Nexu 5X mit seinen 2.700 Milliamperestunden größer als der in seinem Vorgänger, der nur 2.300 Milliamperestunden verbaut hatte, nichtsdestotrotz ist das kein Grund zu Freudensprüngen. Bei normaler Alltagsnutzung mit E-Mail-Synchronisierung, WhatsApp-, Facebook- und Twitter-Nutzung heißt es am Ende des Tages: ab an die Steckdose.

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Das Nexus 5X bringt einen zwar über den Tag, Wunder vollbringt der 2.700 Milliamperestundenakku leider nicht. (Foto: t3n)

Dank der Schnellladetechnologie ist das Gerät zwar rasch wieder aufgeladen, sofern man das mitgelieferte Ladegerät benutzt, aber etwas mehr Ausdauer wäre wünschenswert. Wer sein Smartphone allerdings weniger nutzt, der kann sich freuen, denn der mit Android 6.0 eingeführte Doze-Modus leistet ganze Dienste. Liegt das Smartphone unbenutzt rum, ist der Akkuverbrauch minimal, sodass man sogar bis zu drei Tage (oder länger) überbrücken kann.

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Die Akkuleistung des Nexus 5X ist durchwachsen, im Standby verliert das Gerät dank Doze-Modus kaum Energie. (Bild: t3n)

Ein Wermutstropfen: Google hat beim Nexus 5X und auch dem 6P kabelloses Laden nach dem Qi-Wireless-Standard gestrichen. Nexus-Fans, die sich mit entsprechenden Qi-Wireless-Ladestationen für ihr Nexus 5 oder Nexus 6 eingedeckt haben und upgraden wollen, können sie dem Kleinanzeigenmarkt überlassen. Neben der Schnellladetechnologie setzt Google übrigens auf den neuen USB-Typ-C-Standard, bei dem der Stecker bidirektional einsteckbar ist, sodass man das USB-Kabel wie bei Intels und Apples Lightning-Kabel beim ersten Anlauf korrekt anschließt. So sehr wir diesen Fortschritt begrüßen, so unverständlich ist die Entscheidung, dem Lieferumfang des Nexus 5X nur ein USB-Typ-C-zu-Typ-C-Kabel beizulegen. Beim Nexus 6P ist im Lieferumfang zusätzlich ein USB-Typ-C-auf-Typ-A-Kabel enthalten. Mit dem kann man sein Nexus-Gerät auch an ein Notebook, ein altes Ladegerät oder ein Akkupack anschließen. Der Kauf eines entsprechenden zusätzlichen Kabels ist daher empfehlenswert.

Fazit: Solides Nexus-5-Upgrade, aber kein billiges

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Das Nexus 5X ist alles in allem ein solides Smartphone mit großen Bezeln und einem hohen Preisschild – aber mit Android 6.0 Marshmallow ab Werk. (Foto: t3n)

Kann das Nexus 5X in die großen Fußstapfen des beliebten Nexus 5 treten? Zusammenfassend lässt sich diese eingangs aufgeworfene Frage mit „Ja“ beantworten. Das Smartphone bietet eine solide Performance, die Kamera ist endlich richtig gut und die Größe ist ideal für die Bedienung mit einer Hand, ganz so wie es auch das 2013er-Google-Phone ist. Am Display ist nichts auszusetzen, die Akkulaufzeit ist leider nur befriedigend und das Design ist mit ein paar Schnitzern (die Buttons!) auch ansehnlich, aber keine Augenweide – beispielsweise im Vergleich zum Huawei Mate S. Alles in allem haben LG und Google aber ein gutes Smartphone auf die Beine gestellt. Ob der Preis für die Hardware gerechtfertigt ist? Würde ich in den USA leben, würde ich ohne mit der Wimper zu zucken zum Nexus 5X greifen, da es mit 16 Gigabyte-Speicher nur 379 US-Dollar und mit 32 Gigabyte 429 US-Dollar kostet – also umgerechnet (ohne Steuern) 350 beziehungsweise knapp 400 Euro.

Die Preise, die aktuell in Europa für das Nexus 5X verlangt werden, sind dagegen leider ziemlich gesalzen. Die meisten Fans eines puren Android werden es sich mit Sicherheit zweimal überlegen, ob sie einen 100-Euro-„EU-Aufschlag“ zahlen wollen – denn das kleine Modell wechselt für 479 Euro den Besitzer die große Variante kostet 529 Euro. An dieser Stelle sei Interessenten nochmals die 32-Gigabyte-Variante ans Herz gelegt. Die Zeiten günstiger Nexus-Smartphones sind mit dem Nexus 6 (2014) offenbar ein für allemal begraben worden. Wer ein relativ kompaktes Smartphone mit einer „puren“ Nutzeroberfläche direkt von Google haben will, das mit zeitnahen Updates für einen garantierten Zeitraum von zwei Jahren und zudem noch allmonatliche Sicherheitsupdates für drei Jahre aufwartet, muss also etwas tiefer in die Tasche greifen. Eine echte Alternativen zu einem Nexus-Phone zu finden, ist gar nicht leicht …

Pro:

  • Solide Performance
  • Stock Android
  • Sehr gute Kamera
  • Sehr guter Fingerabdruckscanner

Kontra:

  • Hoher Preis (in Europa)
  • Mittelmäßige Akkulaufzeit
  • Power-Buttons und Lautstärkewippe „nur“ aus Kunststoff
  • Relativ großer Rahmen
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5 Kommentare
NicS
NicS

Snapdragon 808 wie im LG 4! Trotzdem zu leider zu teuer in Deutschland.

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NicS
NicS

SORRY, verlesen. Asche auf mein Haupt.

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Christian
Christian

Die Buttons des N5 2013 sind aus Keramik, nicht aus Metall.

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Andreas Floemer

Tatsache, mein Fehler: Ist korrigiert.
Nun laufe ich schon seit 2013 mit dem Gerät rum und es ist mir bis jetzt nicht aufgefallen.

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Watzl Michael
Watzl Michael

Euch ist aber klar dass wenn der FSB (Front side BUS – „Hauptdatenleitung zwischen RAM, CPU und Northbridge, ist bei SoC etwas komplizierter da ja kein dezidierter CPU Chip vorhanden ist sondern quasi alle Berechnungsverfahren auf einem Chip passieren“) eines Computers eine Datenbreite von 64 BIT im Vergleich zu 32 BIT haben, dass demnach auch eine geringere Anzahl von MHz benötigt werden, da mehr pro Takt berechnet werden kann, und diese Benchmarks auf 32 BIT ausgelegt sind und daher auch nur die Hälfte an Daten – Berechnungskapazität nutzen und wiederum ein verfälschtes Ergebnis Liefern.

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