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Das beste Google-Phone aller Zeiten: Das Nexus 6P im t3n-Test

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Nexus 6P: Display, Kamera und Software

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Das Nexus 6P ist mit einem sehr guten Display ausgestattet. (Foto: t3n)

Um dem Nexus 6P auch in Sachen Ausstattung einen Premiumanstrich zu verpassen, hat Huawei – an dieser Stelle mit Sicherheit nach Ansage von Google – dem Phablet einen WQHD-Bildschirm mit 2.560 x 1.440 Pixeln verbaut. Warum wir uns sicher sind, dass der Screen von Google vorgegeben wurde? Bisher hat sich Huawei-CEO Richard Yu grundsätzlich gegen eine solche Displayauflösung ausgesprochen, weil er sie für „Unsinn“ und Energiefresser hält. Selbst das 6,8-Zoll-Phablet Huaweis, das P8 max, besitzt „nur“ ein Full-HD-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln. Damit steht das P im Nexus 6P nicht nur für „Premium“, sondern auch für „Premiere“, aber womöglich eine unfreiwillige.

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Etwas versteckt: Der sRGB-Farbmodus. (Screenshot: t3n)

Auch wenn Huaweis Chef der hochauflösende AMOLED-Screen missfällt – mir sagt er zu. Die Farben sind – wie für ein AMOLED-Panel üblich – knackig, es ist blickwinkelstabil und das Schwarz ist wirklich schwarz. Die gute Qualität des Panels kommt nicht von ungefähr, stammt es doch von Samsung und ist auch im Galaxy Note 5 und Galaxy S6 zu finden, heißt es aus offizieller Quelle. Im Unterschied zum Nexus 6, dem ein älteres Samsung-Panel verbaut wurde, entspricht das im neuen Google-Phablet zu finden ist, dem aktuellen Stand der Technik und wird daher auch energiesparender sein.

Entsprechend ist auch an der Helligkeit des Displays nichts auszusetzen – will man es runterregeln, gibt es keine Farbverfälschungen wie teilweise beim Nexus 6 (2014). Positiv hervorzuheben ist außerdem die Möglichkeit, das Panel von den üblichen knalligen AMOLED-Farben auf einen sRGB-Modus umzustellen. Die entsprechende Funktion findet ihr in den Entwicklereinstellungen. Damit wirken die Farben ausgeglichener und dezenter.

Nexus 6P: Nein, der Snapdragon 810 läuft nicht heiß

In Sachen Performance spielt das Premium-Phablet mit seinem Snapdragon 810 in Version 2.1, unterstützt von schnellen drei Gigabyte LPDDR4-RAM, ganz vorn mit. Zwar erreicht es im AnTuTu-Benchmark nicht die 67.000 Punkte, die Samsungs Galaxy S6 mit seinem Exynos-7420-Chip liefert, aber auf knapp 60.000 kommt es immerhin.

Hier ergeht es ihm aber wie dem Nexus 5X: Nach einer längeren Gaming-Partie mit Sky Force HD oder Riptide GP2 taktet der 64-Bit-fähige Octa-Core-Prozessor runter und liefert im gleichen Benchmark „nur“ noch knapp 50.000 Punkte. Wie aber auch schon beim kleineren Google-Phone tut das der tatsächlich spürbaren Performance keinen Abbruch – alles läuft flüssig, es sind weder Aussetzer noch Mikroruckler zu spüren. Zudem sei erwähnt, das synthetische Tests wie Benchmarks nicht unbedingt die Alltagsperformance widerspiegeln.

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Nexus 6P im AnTuTu-Benchmark: Links bei „normaler“ Nutzung, rechts nach intensivem Gaming. (Bild: t3n)

Trotz des Metallgehäuses ist die Wärmeentwicklung nicht der Rede wert. Bei längeren Gaming-Sessions wird die obere rückseitige Partie auf Höhe des „Visors“ zwar warm, aber das ist absolut im erträglichen Rahmen. Kurzum: Qualcomm, Google und Huawei haben den Snapdragon-810-Chip in den Griff bekommen, sodass er eine solide Leistung auf Oberklasse-Niveau bringt, ohne heiß zu laufen.

Spezifikationen im Vergleich: Nexus 6P vs. Nexus 5X vs. Nexus 6

 Nexus 6PNexus 5XNexus 6
BetriebssystemAndroid 6.0 MarshmallowAndroid 6.0 MarshmallowAndroid 6.0 Marshmallow (Android 5.0 Lollipop)
Display5,7 Zoll Full-HD-AMOLED (2.560 x 1.440 Pixel, 518 ppi)5,2 Zoll Full-HD-IPS (1.920 x 1.080 Pixel)5,96 Zoll WQHD-AMOLED (2.560 x 1.440 Pixel, 493 ppi)
ProzessorSnapdragon 810 Octa Core 64-bit, max. 2,0 GHzSnapdragon 808 Hexa Core 64-bit, max. 1,8 GHzSnapdragon 805 Quad Core, max. 2,7 GHz
Arbeitspeicher3 GB RAM LPDDR42 GB RAM3 GB RAM
Interner Speicher32 GB, 64 GB oder 128 GB16 GB oder 32 GB16 GB oder 32 GB
Hauptkamera12,3 MP, 1.55 μm; f/2.0, IR-Laser-Autofokus12,3 MP, 1.55 μm; f/2.0, IR-Laser-Autofokus13 MP mit OIS, f/2.0
Frontkamera8 MP, 1,4 µm Pixel
Blende: f/2.4
5 MP, 1,4 µm Pixel
Blende: f/2.0
2 MP
Akkukapazität3.450 mAh2.700 mAh3.220 mAh
KonnektivitätLTE Kat. 6, Dualband-WLAN (2,4 G/5 Ghz) 802.11 ac, Bluetooth 4.2, NFCLTE Kat. 6, Dualband-WLAN (2,4 G/5 G) 802.11 ac, Bluetooth 4.2, NFCLTE, WLAN 802.11 ac, Bluetooth 4.1 LE, NFC
Abmessungen159,3 x 77,8 x 7,3 mm147,0 x 72,6 x 7,9 mm83 x 159,3 x 3,8-10,1mm
Gewicht178 g136 g184 g
FarbenAluminium, Grafit, KristallweißAnthrazit, Quarz oder EisblauBlau, Weiß
SonstigesFingerabdrucksensor, kurze Ladezeiten, USB Typ C, Stereo-FrontlautsprecherFingerabdrucksensor, kurze Ladezeiten, USB Typ CTurbo-Charge-Funktion, Stereo-Frontlautsprecher, Qi-Wireless-Charging
Preis (UVP)679 Euro (32 GB), 699 Euro (64 GB), 799 Euro (128 GB)479 Euro (16 GB), 529 Euro (32 GB)649 Euro (32 GB), 699 Euro (64 GB)

Die Kamera des Nexus 6P im Test

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Die Hauptkameras der beiden neuen Nexus-Modelle sind beinahe identisch. (Foto: t3n)

Wie schon wir schon im Test des Nexus 5X festgestellt haben, hat Google seinen 2015er-Nexus-Phones endlich eine vernünftige Kamera verpasst. Aus technischer Sicht sind die Kameras des Nexus 5X und 6P nahezu identisch: In beiden Geräten ist ein Sensor mit 1,55 Mikrometer großen Pixeln und einer f/2,0-Blende verbaut, der eigentlich für Digitalkameras und Camcorder konzipiert wurde. Dem Sensor stehen ein Dual-LED-Flash und ein Infrarot-Laser-Autofokus unterstützend beiseite.

Aufgrund der großen Pixel ist die Kamera imstande, mehr Licht aufzunehmen, was sich insbesondere bei Low-Light-Aufnahmen bemerkbar macht. Auf der Strecke geblieben ist aber leider ein optischer Bildstabilisator, der noch im Nexus 5 und Nexus 6 Verwendung gefunden hat. Im Nexus 6P wurde aber immerhin noch ein elektronischer Bildstabilisator (EIS) integriert, der bei Videos und widrigen Lichtverhältnissen für bessere Resultate sorgen soll. Das macht sich auch ein bemerkbar, wobei die Kamera des 5X schon gute Ergebnisse liefert. Gefühlt ist die des 6P aber noch eine Nuance besser.

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Die neue Kamera-App bietet nur wenige Einstellungsmöglichkeiten. (Screenshot: t3n)

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An der Bildqualität der Kamera ist wenig auszusetzen. Die Resultate sind unter normalen Lichtverhältnissen detailreich und farbgetreu. Unter widrigem Licht kommen immer noch ordentliche Fotos zustande, auch wenn insbesondere in dunkleren Bildbereichen ein wenig Rauschen wahrzunehmen ist. Aber: Wo kein Licht, da kann auch die beste Kamera nichts aufnehmen.

Im Unterschied zum Nexus 5X besitzt die Nexus-6P-Kamera eine sogenannte „Smart-Burst“-Funktion, mit der Fotos in schneller Abfolge aufgenommen und automatisch zu einem GIF à la Autoawesome-Funktion von Google Fotos zusammengestellt werden – kleine Spielerei, aber nett.

Videos können in 4K-Auflösung aufgenommen werden und sind dank EIS etwas weniger verwackelt als beim 5X. Zudem bietet die Kamera des 6P weitere Funktionen, die das kleinere Nexus-Modell nicht hat: Slow-Motion-Videos lassen sich optional mit 120 und 240 Bildern pro Sekunde und 720p-Auflösung aufnehmen, was mit etwas Geschick und dem richtigen Motiv zu beeindruckenden Resultaten führen kann. Hierfür müssen die Lichtverhältnisse aber optimal sein. Hier ein Slow-Motion-Beispielvideo mit 240 Bildern-pro-Sekunde:

Die Google-Camera-App ist in Sachen Optik und Bedienung im Vergleich zur Lollipop-Version leicht verändert worden, liefert aber kaum neue Funktionen. Entsprechend fehlen manuelle Einstellungsoptionen, wie sie diverse Hersteller ihren Smartphones mittlerweile verabreichen. Immerhin kann die Kamera aber per Doppteltap auf den Powerbutton aus dem Standby aktiviert werden, was durchaus schnell geht. Im Unterschied zum Nexus 5X ist der Start etwas rascher, auch die Verarbeitung von HDR+-Aufnahmen, die standardmäßig aktiviert sind, ist dank Snapdragon-810-SoC schneller.

Nexus-6P-Software: Marshmallow pur

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Das Nexus 6P ist eines der ersten Geräte mit Android 6.0 Marshmallow. (Foto: t3n)

Nexus-Geräte fungieren seit jeher als Präsentationsfläche für die neueste Android-Version, um Entwicklern und Herstellern zu demonstrieren, wie Google sich sein eigenes mobiles OS vorstellt. Auch in diesem Jahr ist das der Fall: Nexus 5X und 6P sind aus diesem Grund Ende September zusammen mit Android 6.0 Marshmallow enthüllt worden.

Die neue Version des marktführenden OS bringt allerlei Neuerungen mit sich, außerdem hat Google mit dem Update sein mobiles OS von von vielen Fehlern befreit, die in Android 5.0 Lollipop vergessen worden waren. Android soll mit der neuesten Version auf ein neues Qualitätslevel gehievt werden, was sich nach einer Weile der Nutzung auch bemerkbar macht. Marshmallow wirkt regelrecht poliert und fehlerfrei.

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Android 6.0 Marshmallow bringt mehr Neuerungen unter der Haube als an der Oberfläche. (Screenshots: t3n)

Was die Neuerungen anbelangt, sind einerseits die granularen App-Berechtigungen zu erwähnen, mit denen allen Anwendungen einzelne Rechte entzogen werden können – diese Funktion war längst überfällig. Anderseits hat Google seinem OS eine native Unterstützung für Fingerabdrucksensoren verabreicht – bisher kochte jeder Hersteller diesbezüglich sein eigenes Süppchen. Nexus 5X und 6P sind die ersten Geräte, die auf die neue Schnittstelle zugreifen – entsprechend besitzen beide einen biometrischen Scanner. Weitere Infos sowie Tipps und Tricks zu Android 6.0 findet ihr in einem separaten Artikel.

Von links nach rechts: Nexus 6P, 5X und 5 (Foto: t3n)

Von links nach rechts: Nexus 6P, 5X und 5 (Foto: t3n)

Mithilfe des Fingerabdrucksensors lässt sich das Smartphone entsperren, der User kann sich in Apps, sofern die API schon integriert wurde, per Fingerzeig anmelden und Bezahlungen vornehmen. In diesem Kontext sei auch der neue Bezahldienst Android Pay erwähnt, der in Europa leider noch nicht genutzt werden kann. Dafür könnt ihr euch Apps im Play-Store mit euren Fingerabruck kaufen. Hierfür müsst ihr die Funktion aber in den Einstellungen der Play-Store-App aktivieren.

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Mit dem Nexus 6P und 5X können im Play Store Zahlungen per Fingerabdruck vorgenommen werden. (Screenshots: t3n)

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Nexus-Geräte direkt von Google mit Software-Update und -Patches versorgt werden, sodass sie immer auf dem aktuellen Stand ist. Seit der Stagefright-Panik liefert Google sogar monatliche Sicherheits-Updates für alle Nexus-Geräte aus, die jünger sind als drei Jahre. Andere Hersteller sollten sich davon eine Scheibe abschneiden. Problem: Samsung, LG, Huawei und Co. haben ein größeres Arsenal an Geräten zu pflegen, womit unter anderem hohe Kosten verbunden sind.

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2 Kommentare
Marc Gutt

Es wäre eventuell das Beste, wenn es immer noch Qi hätte, aber so ist es unvollständig im Vergleich zu den Vorgängern. Da aktuell nur Samsung mit Qi 1.1 Fast Charging auf den Markt drängt, gehe ich mal davon aus, dass Google zu geizig war und Samsung die Exklusivrechte erworben hat. Mir kommt jedenfalls nichts mehr ohne Qi ins Haus.

Antworten
Teppiche

Danke für den sehr ausführlichen Bericht / Test – denke vor allem der hohe Preis wird dafür sorgen, dass hier in der EU keine Millionen verkauft werden. Es ist halt doch kein iPhone, hat zwar die selben Schwächen (Contra Punkte) aber hat keinen Coolnesfaktor – für 399 würde ich sagen – her damit

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