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Nicht mal 36 T-Shirts verkauft? Instagram-Influencerin Arii meldet sich jetzt zu Wort

Instagram-Influencerin Arii. (Screenshot: Instagram/Arii, t3n)

Die Nachricht ging um die Welt: Die Instagram-Influencerin Arii soll es nicht geschafft haben, schlappe 36 T-Shirts an ihre 2,6 Millionen Abonnenten zu verkaufen. Jetzt hat Arii reagiert.

Hier mischte sich wohl Schadenfreude mit Endzeitgedanken: Die Instagram-Influencerin Arii, die auf 2,6 Millionen Abonnenten kommt, soll es nicht geschafft haben, 36 T-Shirts aus ihrer eigenen Kollektion an Mann und Frau zu bringen. Das wäre nötig gewesen, um ihre Kollektion über ein Modeunternehmen zu vertreiben. Die Nachricht ging um die Welt, zahlreiche, auch deutsche Medien berichteten über den Misserfolg und malten die ersten Anzeichen für das Ende des Erfolgs von Instagram-Influencern an die Wand.

Twitter-Nutzer nehmen Instagram-Influencerin auf die Schippe

Der mittlerweile gelöschte Post, in dem Arii ihr Scheitern eingestand, sorgte zudem für einen ziemlichen Wirbel in sozialen Medien, wie Buzzfeed schreibt. Allein auf Twitter gab es zahllose Tipps für die offenbar erfolglose Influencerin. Sie habe das Produkt nicht genug beworben, hieß es da. Die T-Shirts passten weder zu ihr noch zu der Ästhetik der sonstigen Postings auf ihrem Account. Sie habe es nicht geschafft, sich als verkaufende Instagram-Influencerin zu positionieren.

Aber Twitter wäre nicht Twitter, wenn dort nicht auch schnell die eine oder andere Verschwörungstheorie in Umlauf gebracht worden wäre. So wurde Arii unterstellt, sie habe diese Mitleidsnachricht abgeschickt, um damit später noch mehr Kohle machen zu können – die tatsächliche Anzahl der verkauften Kleidungsstücke würde zurückgehalten. Oder, so eine weitere geäußerte Idee, Arii strebe an, ein E-Book über ihren langen Weg zum Erfolg herauszubringen. Der erste Misserfolg gehöre da dazu.

Arii selbst stellt in einem am Freitag veröffentlichten Instagram-Posting klar, dass es gar nicht um nur 36 T-Shirts ging, sondern um jeweils 36 Stück ihrer insgesamt sieben Produkte. Ob 36 oder 252 macht für den Außenstehenden allerdings kaum einen Unterschied, wenn man sich nur die 2,6 Millionen Follower anschaut. Arii betonte zudem, dass sie niemals Follower gekauft habe. Auch das ein Vorwurf, der aufgrund des Misserfolgs sofort aufs Tapet gebracht wurde.

Instagram-Influencerin: Werde jetzt noch härter arbeiten

Sie sei jedenfalls immer ehrlich mit ihren Followern gewesen, ließ Arii wissen. Entsprechend habe sie auch ihr Scheitern mit ihnen teilen wollen. Sie wolle jetzt noch härter arbeiten und sich Zeit nehmen, um bessere Designs anzufertigen.

t3n meint: Dass es eine einzelne Instagram-Influencerin nicht schafft, einige Dutzend selbst designte Kleidungsstücke an ihre Follower zu verkaufen, kann viele Gründe haben. Trotz allen Spotts liegen die Twitter-Kommentatoren vielleicht nicht ganz daneben. Nicht nur die Zahl der Follower zählt, Influencer sollten zumindest eine Grundahnung von Marketing und Zielgruppenanalyse haben. Spannend ist eher die Frage, wie Arii ohne dieses Gespür auf 2,6 Millionen Abonnenten ihres Instagram-Accounts gekommen sein soll. Ein Ende des Influencer-Hypes ist nicht abzusehen. Vielleicht ist die Geschichte, so sie denn in den Details stimmt, eher als Warnschuss an die Konkurrenz zu verstehen, es nicht mit Schnellschüssen zu übertreiben. Jörn Brien

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