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Nie mehr US-Only: Parcl liefert dir Produkte, die sonst nicht in dein Land verschickt werden

(Screenshot: Parcl)

Ihr habt ein tolles Gadget oder superschicke Sneaker im Netz gefunden, das Produkt schon im Warenkorb und bemerkt dann frustriert, dass der Händler nicht nach Deutschland liefert? Kein Problem: Parcl verhilft euch trotzdem zu eurem Wunschprodukt.

Parcl: Community-basierter Dienst vermittelt weltweit Lieferanten

Kollege Daniel Hüfner hatte im August seiner Frustration in einem Artikel Ausdruck verliehen, dass es so viel spannende Technik und Gadgets auf der Welt gibt, diese aber leider oft nicht offiziell in Deutschland erhältlich sind. Das Startup Parcl will diesen Missstand aus der Welt schaffen: Mit der Shopping-Community haben die Gründer einen Service ins Leben gerufen, mit dem Kunden ihr ersehntes Produkt doch nach Hause geschickt bekommen, obwohl es in ihrem Land eigentlich nicht verfügbar ist.

Parcl versteht sich als Plattform, die als Vermittler zwischen Lieferant und Käufer fungiert. Hat man ein Produkt im Netz entdeckt, das man unbedingt haben will, der Händler aber nicht nach Deutschland liefert, meldet man sich bei Parcl an und sucht nach einem „Forwarder“, der quasi den berühmten „Cousin aus Amerika“ mimt, den man leider nicht hat. Der kümmert sich nicht nur um den Versand, sondern auch den Kauf des Artikels. Bei den Forwardern handelt es sich nicht um professionelle Einkäufer, die bei Parcl angestellt sind, sondern um Firmen oder Einzelpersonen, die sich wie auch die Käufer selbst bei dem Dienst angemeldet haben.

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Parcl visuell erklärt. (Bild: Parcl)

Die Suche nach einem Lieferanten ist kostenlos, man muss lediglich für das Porto und weitere Dienste zahlen, die man vom Forwarder wünscht – beispielsweise den Gang zu einem Shop, um das gewünschte Produkt zu kaufen. Die Bezahlung erfolgt via PayPal. Die Nutzung von Parcl selbst ist aktuell noch kostenlos, denn die Plattform befindet sich in einer frühen Betaphase und ist noch dabei, ein Gebührenmodell auszuarbeiten.

Wie sieht es mit der Sicherheit bei Parcl aus?

Laut Parcl muss sich jeder Teilnehmer per Ausweis verifizieren, um Betrug möglichst zu vermeiden. Darüber hinaus verfügt der Dienst über ein Ratingsystem, mit dem Transaktionen und auch die Mitglieder bewertet werden, wie es bei Community-basierten Diensten im Grunde üblich ist. Damit die eigenen Daten auf der Parcl-Webseite sicher sind, setzt man auf eine SSL-Verschlüsselung, was bei einem solchen Dienst aber ohnehin zum Standard gehören sollte. Weitere Details zu Parcl liefert die FAQ-Seite.

via www.producthunt.com

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6 Kommentare
Gute Idee
Gute Idee

Brief International darf überraschend groß sein und ist für 500 oder 1000 (oder 2000) Gramm auch oft in 4-8 Tagen preisgünstig! vor Ort. Aber Einschreiben macht es teilweise krass langsamer. Und Paket statt Brief ist nicht grade günstig für Privatpersonen.

Da sind also leider ein paar Hindernisse. Aber per se eine gute Idee. Im Prinzip erwarte ich aber von Amazon.DE das sie alle hier zulässigen Amazon-Auslands-Produkte mir zugänglich machen. Stattdessen muss man bei Amazon-China (daher stammt wohl übrigens das „Frage-Antwort“-System von Amazon) direkt bestellen und zum Zoll laufen/fahren… 10 Yuan waren 1 Euro. Sucht mal dort Eure letzten DVD/BluRay-Käufe und seht mal wie günstig legale DVDs und BluRays sein können.

Für Kleinkram sind die Asia-Versender bei Ebay (vielleicht auch Amazon-Marketplace) aber vielleicht immer noch die einfachste Lösung wenn man (leider oft) 3 Wochen warten kann.

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Bloodred
Bloodred

Und wie sieht es mit dem Zoll aus? Das läuft dann wie gehabt?

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Sinep Forte
Sinep Forte

Auch toll: Ich bin dann als Besteller Importeur nach Produktsicherheitsgesetz und hafte auch für Fehler die das Produkt hat.

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Thomas
Thomas

Dass Privatpersonen auf solche Ideen kommen (ohne Risiken zu bedenken) ist ja verständlich. Aber dass eine Firma soetwas anbieten möchte (und das Risko voll auf Private abwälzt) ist echt dreist.

Ein Importeur/Exporteur muss unzählige Regeln beachten, das ist sogar für Firmen, die auf eine Produktgruppe spezialisiert sind, eine große Herausforderung.

Es gibt für jede Produktgruppe Regeln, etwa die EU Spielzeugrichtlinie für Spielzeug und alles was darunter fallen könnte, die Kosmetikrichtlinie für Kosmetikartikel usw., all das ist natürlich in den USA und in der EU unterschiedlich geregelt, und das Produkt muss separat getestet werden.

Wenn man „einfach so“ Produkte in einen anderen Handelsraum mit anderen Regeln schickt dann ist es quasi ein Glücksspiel ob das klappt oder nicht. Von der Vernichtung des Produktes bis zu Strafen kann alles passieren.

Aber das tolle Startup hat sicher in den AGB stehen dass es für wirklich gar nichts verantwortlich ist.

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Max Tyron
Max Tyron

Das war jetzt nicht unbedingt eine super Innovation..da gibts zig Dienst in der USA, die das selben tun. Man kriegt da sogar ein Bild des Paketes bei Wareneingang. Gezahlt wird das handling und die Versandkosten ex. USA. Zudem profitiert so ein Dienstleister noch von Volumenrabatten bei DHL und Konsorte, wenns mal schneller gehen soll.

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Gast
Gast

dafür gibt es doch schon genug lösungen. DHL hat sogar ein unternehmen aufgekauft das eine US adresse angeboten hat und jedes paket was da ankommt weitergeleitet wurde nach europa. ich weiss nicht ob es shipito heißt.

außerdem gibts da auch ein deutsche startup: bring was mit

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