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Nielsen: SERP-Darstellung verändert, wie wir die Suchergebnisse lesen

Die Google-Suche. (Foto: Evan Lorne/Shutterstock)

Je nach Suchbegriff variiert die Darstellung der Google-Ergebnisse teilweise stark. Das hat einer aktuellen Untersuchung zufolge auch großen Einfluss darauf, wie wir die Suchergebnisse durchlesen.

Früher bestanden die Google-Suchergebnisse schlicht aus einer einfachen Liste mit Suchergebnissen. Heute kommen je nach Suchbegriff auch Featured Snippets, Knowledge-Panel, Shopping-Anzeigen oder unter einem Eintrag gelistete Unterseiten samt seitenspezifischer Suche hinzu. Eine aktuelle Untersuchung von Nielsen zeigt, dass die teilweise stark unterschiedliche Darstellung der Suchergebnisse auch deutlich verändert, wie wir die Suchergebnisse anschauen.

Zu Zeiten immer gleich aufgebauter Suchergebnisse lasen fast 60 Prozent aller Google-Nutzer die Seite von oben nach unten. Mit dem bekannten Effekt, dass das erste Suchergebnis 51 Prozent aller Klicks auf sich vereinen konnte. Aufgrund der häufig unterschiedlich aufgebauten Suchergebnisse wandern unsere Augen jedoch tendenziell hin und her. Die Autoren der Nielsen-Studie vergleichen das Verhalten mit einer Flipperkugel. Das hat durchaus positive Auswirkungen für Seiten, die nicht ganz oben bei den Suchergebnissen stehen.

(Grafik: Google)

Welche Objekte zusätzlich zu den eigentlichen Suchergebnissen angezeigt werden, hängt vom jeweiligen Suchbegriff ab. (Grafik: Google)

Nielsen: Auch Platz 2 bis 5 der Suchergebnisse werden gesehen – und bisweilen angeklickt

Natürlich gilt noch immer die Faustregel: je höher, desto mehr Klicks. Immerhin haben laut dem Nielsen-Bericht aber die fünf höchstplatzierten Suchergebnisse noch immer eine 10- bis 20-prozentige Chance darauf, angeklickt zu werden. Angeschaut werden sie von 40 bis 80 Prozent der Suchenden – und das alleine kann positive Auswirkungen auf die Markenwahrnehmung haben, da es die Bekanntheit eurer Website erhöht, selbst wenn es nicht direkt zu einem Klick führt.

Im Rahmen der Untersuchung ließ Nielsen Testpersonen verschiedene Aufgaben auf Google erfüllen. Sollten sie einfache Fakten ermitteln und beispielsweise herausfinden, welches das höchste Gebäude der Welt ist, dann blieben 95 Prozent von ihnen auf dem Teil der Suchergebnisse, der ohne zu scrollen ersichtlich ist. Bestand die Aufgabe jedoch aus komplexeren Rechercheaufträgen, dann scrollten immerhin 20 Prozent der Testpersonen auch nach unten. Für die Nielsen-Autoren ein Indiz dafür, dass Websites, die tiefergehende Informationen zu einem Thema anbieten, durch eine etwas niedrigere Platzierung weniger stark betroffen sind.

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