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Im Test: Was kann die Nintendo Switch OLED und ist sie wirklich eine Pro-Version?

Inzwischen sind drei unterschiedliche Switch-Versionen im Handel erhältlich. Sie alle haben Vor- und Nachteile. In unserem Test des OLED-Modells sagen wir euch, was die Konsole kann und für wen der Aufpreis wirklich etwas bringt.

Lesezeit: 5 Min.
Das Nintendo Switch OLED-Modell hat euch deutlich besseres Display. (Foto: t3n)

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Seit dem 8. Oktober habt ihr die Möglichkeit, die Nintendo Switch OLED für 360 Euro* zu kaufen. Nach vielen Gerüchten um eine Switch Pro mit besserer Hardware und möglicher 4K-Auflösung findet ihr im Handel nun eine Nintendo-Konsole, die zwar deutliche Vorteile gegenüber dem Vorgängermodell bietet, aber nicht als aufgebohrte Switch gesehen werden kann, wie es etwa bei der Playstation 4 Pro oder der Xbox One X der Fall war.

Wir haben die Nintendo Switch OLED inzwischen ausgiebig getestet und können euch erklären, was sich wirklich geändert hat, für wen sich die Konsole lohnt und was ihr beim Wechsel von der alten auf die neue Switch beachten müsst.

Welche Versionen der Nintendo Switch gibt es?

Aktuell sind drei Versionen der Nintendo Switch erhältlich. Die Standard-Version für 290 Euro*, die Lite-Version, die nicht an den Fernseher angeschlossen werden kann, für 200 Euro* und die OLED-Version für 360 Euro*. Aktuell hat Nintendo sich nicht zu Plänen geäußert, dass eine dieser Versionen langfristig eingestellt werden soll.

Die größten Unterschiede zur Nintendo Switch

Das deutlichste Upgrade der Nintendo Switch OLED ist im wahrsten Sinne augenscheinlich: Das Display ist angewachsen, von 6,2 Zoll (15,75 Zentimeter Diagonale) auf 7 Zoll (17,78 Zentimeter Diagonale). Wie der Name schon sagt, ist in der neuen Variante ein OLED-Display verbaut, die Standard-Switch besitzt einen LCD-Screen. Die Auflösung ist dabei gleich geblieben. Beide Modelle haben eine Auflösung von 720p. Doch durch die OLED-Technologie wirkt das Bild nicht nur deutlich schärfer und klarer; die Farben sind satter und Grafik-Details besser zu erkennen. Wir haben in den letzten Tagen einige ältere Switch-Spiele erneut gespielt und konnten einen eindrücklichen Unterschied erkennen.

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Der Screen des OLED-Modells ist größer und deutlich klarer. (Foto: t3n)

Ebenso ist das Klangerlebnis verbessert worden. Die integrierten Lautsprecher lassen sowohl den Soundtrack der Games als auch Geräusche und Stimmen klarer erscheinen. Freilich kann der Handheld-Modus noch immer nicht mit einem TV oder sogar einer Sound-Anlage mithalten. Mit einem Update der Software können inzwischen endlich Bluetooth-Kopfhörer an die Switch angeschlossen werden – unabhängig vom Modell.

Wer eine stabilere und mitunter schnellere Verbindung zum Internet sicherstellen möchte, findet im neuen Dock der Nintendo Switch OLED einen LAN-Anschluss. Auch der Stand auf der Rückseite der Konsole wurde deutlich verbessert und beschert der Konsole nun sicheren Halt, wenn sie im Tabletop-Modus gespielt wird. Zuletzt kommt die Nintendo Switch OLED standardmäßig mit 64 Gigabyte internem Speicher – bei der Standard-Version sind es 32 Gigabyte.

Das Unboxing der Nintendo Switch OLED.

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Ist die Nintendo Switch OLED eine Pro-Version?

Die deutliche Antwort muss hier Nein lauten. Zwar ist das Display der Switch deutlich verbessert worden – an den Specs der Konsole hat sich jedoch nichts verändert. Wer also erwartet, mit der Nintendo Switch OLED eine höhere Auflösung oder ein flüssigeres Spielerlebnis zu bekommen, sollte wohl noch warten. Nach wie vor zirkulieren einige Gerüchte zu einer deutlich aufgebohrten Version der Nintendo Switch, die im kommenden Jahr erscheinen könnte.

Lohnt sich das für Menschen, die schon eine Nintendo Switch haben?

Diese Frage dürften sich die meisten stellen. Die Konsole wurde inzwischen rund 90 Millionen Mal verkauft und ist nach wie vor sehr gefragt. Viele dieser Käufer:innen stehen nun vor der Entscheidung, ob sie noch mal viel Geld ausgeben wollen, um sich eine leicht verbesserte Switch zu kaufen. Die Antwort darauf können wir nicht endgültig geben. Die Frage, die sich potenzielle Zweitkäufer:innen aber stellen sollten, ist: In welchem Modus spiele ich vor allem? Wenn ihr die Nintendo Switch vor allem im Handheld-Modus nutzt und kaum in den TV-Modus schaltet, kann ein Kauf durchaus sinnvoll sein. Der OLED-Screen verbessert die Optik der Spiele merklich, das größere Display ermöglicht zudem ein etwas komfortableres Spielen. Wer die Nintendo Switch also oft in die Hand nimmt und auch gerne mehrere Stunden am Tag spielt, könnte sich mit dem OLED-Modell einen angenehmer zu spielenden Handheld ins Haus holen.

Der Standfuß des OLED-Modells ist deutlich breiter und stabiler. (Foto: t3n)

Welche Nintendo Switch lohnt sich für Erstkäufer:innen?

Wer bisher noch gar keine Nintendo Switch besessen hat, kann durchaus in Erwägung ziehen, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und zum OLED-Modell zu greifen. Für den Preisunterschied von etwa 60 bis 70 Euro bekommt ihr ein deutlich besseres Display, einen besseren Stand und klareren Sound im Handheld-Modus. Doch auch hier kommt es letztlich auf die Frage an, auf welche Weise die Switch vor allem gespielt werden soll. Wenn ihr am liebsten vor dem Fernseher spielt und ein mobiles Spielen für euch kaum eine Rolle spielt, kann auch die Standard-Switch für euch noch vollkommen ausreichend sein.

Wie ihr eure Daten von der alten auf die neue Switch bekommt

Wenn ihr euch als Switch-Besitzer:innen dafür entscheiden solltet, euch das OLED-Modell zu kaufen, steht euch ein Programm zur Verfügung, mit dem ihr eure Daten von einer Switch auf eine andere übertragen könnt. Dafür startet ihr einfach eure neu gekaufte Switch und wählt aus, dass ihr bereits einen Account habt und diesen auf der neuen Switch aktivieren wollt, inklusive dem Übertragen der Daten. Einige Punkte sind dabei wichtig:

  • Beide Switch-Konsolen müssen an das Stromnetz angeschlossen sein und dürfen während der Übertragung nicht ausgestellt werden.
  • Die übertragenen Daten betreffen persönliche Angaben wie euer Profil oder Spracheinstellungen. Ebenso werden Speicherdaten übertragen. Nicht inbegriffen sind die Spiele selbst.
  • Wenn ihr eure bereits besessenen Spiele auf der neuen Konsole spielen wollt, müsst ihr diese entweder per Cartridge installieren, oder im Nintendo Shop erneut herunterladen – für Letzteres müsst ihr in dem Profil angemeldet sein, mit dem die Spiele digital erworben wurden.
  • Der Speicher der Nintendo Switch kann über eine Micro-SD erweitert werden. Habt ihr eine solche Karte in eurer Switch benutzt, wird diese beim Einsetzen in ein neues Modell formatiert. Daher ist es wichtig, dass sich auf dieser keine Daten befinden, die ihr nicht wiederherstellen könnt. Solltet ihr also etwa Speicherdaten auf eurer Micro-SD haben, übertragt diese zunächst auf eure Switch, bevor ihr die Karte in eine neue Konsole einsetzt.

Die Übertragung der Nutzerdaten funktioniert in wenigen Schritten. (Foto: t3n)

Welche Spiele sich für die Nintendo Switch OLED lohnen

Pünktlich zum Release der Nintendo Switch OLED hat Nintendo „Metroid Dread“ veröffentlicht. Das 2D,5-Spiel bietet eine schicke Grafik mit dynamischen Cutscenes und einem atmosphärischen Soundtrack – all das kommt auf einem OLED-Screen mit besseren Lautsprechern natürlich gut zur Geltung. Aber auch spielerisch überzeugt „Metroid Dread“ auf ganzer Linie. Mit seinem herausfordernden Leveldesign und seinen teils pulstreibenden Actionsequenzen gehört es zu den besten Spielen im Switch-Katalog.

Zu den grafisch und spielerisch herausragenden Spielen, die besonders im Handheld-Modus mit OLED-Screen überzeugen, gehören auch die Horror-Komödie „Luigi’s Mansion 3“, der Launch-Titel „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ oder der Splatter-Shooter „Doom“.

 

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