Ein erstes Gerät mit Displaykerbe und raumgreifendem Display hatte HMD Global schon mit dem X5 für den chinesischen Markt im Mai enthüllt. Mit dem Nokia 7.1 schafft es ein Modell mit ähnlichem Design nach Deutschland – wie bei jedem Smartphone der Finnen kommt Android One als Betriebssystem zum Einsatz.
Nokia 7.1: Mittelklasse-Android mit 5,8-Zoll „Puredisplay“
Das Display des Nokia 7.1 besitzt eine Diagonale von 5,84 Zoll mit einem 19:9-Seitenverhältnis, löst mit 2.280 x 1.080 Pixeln auf und ist mit 2,5D-Glas geschützt. Es unterstützt HDR10-Inhalte. Durch die Notch kann das Display wie bei ähnlich konstruierten Geräten näher an den Gehäuserahmen rücken und dadurch insgesamt kompakter gebaut werden.
Als Prozessor verbaut HMD Global einen achtkernigen Snapdragon 636 mit einer Maximaltaktung von 1,8 Gigahertz von Qualcomm, der in der Mittelklasse angesiedelt ist. Je nach Variante – es wird mit 32 und 64 Gigabyte Speicher angeboten – besitzt das Android-Smartphone drei oder vier Gigabyte RAM. Der interne Speicher kann per Micro-SD-Karte erweitert werden – bis zu 400 Gigabyte seien theoretisch möglich.

Nokia 7.1: Dual-Hauptkamera mit Pro-Modus
Die Hauptkamera des Nokia 7.1 besitzt zwei Sensoren: Der Primäre löst mit 12 Megapixeln auf und besitzt eine lichtstarke f/1.8-Blende. Die sekundäre Kamera hat einen Fünf-Megapixel-Sensor und eine f/2.4-Blende verbaut, die in erster Linie bei Porträtaufnahmen mit Bokeh-Modus helfen soll. Die Frontkamera mit f/2.0-Blende besitzt einen Acht-Megapixel-Sensor. Die Kamera-App bietet neben einem Automatik-Modus auch einen Pro-Mode, mit dem sich diverse Einstellungen wie Weißabgleich, ISO und Belichtung manuell regulieren lassen.

Mittels KI-Unterstützung und Gesichtserkennung sollt ihr mit der Frontkamera animierte 3D-Masken und -Filter anwenden können. Die bereits bekannte Bothie-Funktion, mit der ihr Front- und Rückkamera gleichzeitig aktivieren und per Livestream ins Netz auf Facebook und Youtube streamen könnt, ist auch mit von der Partie.
Zur weiteren Ausstattung gehören Bluetooth 5.0, NFC und WLAN nach ac-Standard – mittlerweile auch Wifi 5 genannt. LTE funkt mit bis zu 300 Mbit/s im Down- und mit 50 Mbit/s im Upstream. Der fest verbaute Akku mit 3.060 Milliamperestunden unterstützt eine Schnellladetechnologie, mit der sich der Energiespeicher per USB-C binnen 30 Minuten auf 50 Prozent laden lässt. Eine 3,5-Millimeteraudiobuchse ist vorhanden.
Nokia 7.1: Zwei große OS-Updates garantiert
Softwareseitig erscheint das Nokia 7.1 ähnlich wie Motorolas One noch auf Android 8.1 Oreo, obwohl das Nokia 7 Plus schon mit Android 9 Pie versorgt wurde. Wir können damit rechnen, dass HMD Global zeitnah ein entsprechendes Update bereitstellt. Da das Unternehmen seine Geräte mit Googles Android One versorgt, sind zwei große Updates garantiert. Monatliche Sicherheitspatches erhält das Nokia 7.1 drei Jahre lang.
Das Nokia 7.1 wird als Single- und Dual-Sim-Modell angeboten. Bei der Dual-Sim-Version setzt der Hersteller auf einen Hybrid-Slot, der entweder zwei Sim-Karten oder eine Sim- und eine Micro-SD-Karte beherbergen kann. Das neue Modell wird in den Farben Gloss Midnight Blue (Blau) und Gloss Steel (Grau) angeboten. Ab dem 18. Oktober wird es ab einem Preis von 339 Euro erhältlich sein. Wie die Einsteigergeräte Nokia 3.1 und 5.1 ist auch das 7.1 für den Enterprise-Einsatz geeignet.
