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Nokia kauft ein Startup, das eines der größten WLAN-Probleme lösen will

(Bild: Nokia)

Während auf dem MWC gleich fünf neue Nokia-Handys präsentiert wurden, baut Nokia selbst den Infrastrukturbereich aus. Das US-Startup Unium soll beim Beseitigen von WLAN-Problemen helfen.

Am Sonntag hat Hersteller HMD Global auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona gleich fünf neue Nokia-Handys vorgestellt, darunter eine Neuauflage des Handyklassikers Nokia 8110 und das neue Smartphone-Flaggschiff Nokia 8 Sirocco. Nokia selbst stärkt hingegen seine WLAN-Sparte. Das Unternehmen hat sich das US-Startup Unium geschnappt, wie es in einer Mitteilung heißt.

Unium fokussiert einen problematischen Bereich beim Betrieb von heimischen WLANs, die Mesh-WLAN-Technologie des Startups soll tote Punkte in den Netzwerken ausmerzen und einen durchgängigen Empfang sicherstellen. Mit Unium adressiert Nokia jetzt speziell den Ausbau von Gigabit-Netzwerken innerhalb des Zuhauses seiner Kunden. Dazu passt auch, dass Nokia gerade neue Hardware für diesen Bereich angekündigt hat, etwa Mesh-WLAN-Gateways und Beacons sowie entsprechende Softwarelösungen.

Nokia poliert das eigene Angebot mit Mesh-WLAN-Technologie von Unium auf. (Bild: Nokia)

Zu den finanziellen Details des Deals hat Nokia nichts verraten, die Übernahme soll aber noch im laufenden ersten Quartal 2018 abgeschlossen werden. Zur Bewertung von Unium gibt es unterschiedliche Informationen. Während Unium laut der Startup-Datenbank Crunchbase seit der Gründung 2002 Investitionen in der Höhe von 26,7 Millionen US-Dollar eingenommen haben soll, sind es laut Pitchbook 57,7 Millionen Dollar. Pitchbook zufolge war Unium Anfang dieses Jahres 62,4 Millionen Dollar wert, wie Techcrunch berichtet.

Künftige Nokia-Tochter Unium hat Google Fiber als Kunden

Zu den Kunden von Unium gehört neben Google Fiber übrigens auch das US-Verteidigungsministerium, für das das Startup nach eigenen Angaben die WLAN- und Sicherheitsprobleme bei der Internetverbindung gelöst hat. Was nach der Akquisition mit den existierenden Kundenverträgen geschieht, dazu gibt es keine Informationen.

Nokia will die Unium-Technologie jedenfalls in die 47 Millionen Gateways einbauen, die schon mit der eigenen Technik laufen. Die aktuellen WLAN-Lösungen hätten große Probleme mit Störungen, Versorgungslücken und Kapazitätsengpässen, erklärt Nokia-Manager Federico Guillén. Dank Unium werde Nokias WLAN-Lösung künftig ein bisher nicht erreichtes Nutzererlebnis bieten, das weit über aktuelle Mesh-WLAN-Angebote hinausgehe.

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