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Nord VPN verstärkt Sicherheitsmaßnahmen nach Hackerangriff

(Grafik: Nord VPN)

Nachdem Nord VPN kürzlich einen erfolgreichen Hackerangriff auf einen ihrer Server in einem finnischen Data-Center einräumen musste, stellt sich der Anbieter mit verschiedenen Schutzmaßnahmen neu auf.

Als erste Maßnahme hat sich Nord VPN die Experten der Cyber-Sicherheitsfirma Versprite ins Haus geholt. Diese sollen zusammen mit dem Nord-VPN-Team verschiedene Sicherheitschecks sowie Strategien bei einem erfolgreichen Einbruch entwickeln und den Source-Code der VPN-Lösung analysieren.

Nord VPN stellt sich sicherheitstechnisch ganz neu auf

Weiterhin will Nord VPN einen unabhängigen Beratungsausschuss zu Fragen der Cybersicherheit etablieren. Um künftig die Community stärker einzubinden, startet der Anbieter ein sogenanntes Bug-Bounty-Programm, bei dem externe Entwickler Prämien für entdeckte und gemeldete Programmfehler erhalten. Für das kommende Jahr verspricht Nord VPN, sich einem umfassenden Sicherheitsaudit zu unterziehen. Dabei wird das Unternehmen von Sicherheitsexperten nicht nur hinsichtlich der eingesetzten Technik und Architekturen, sondern auch hinsichtlich aller Prozesse komplett durchleuchtet.

Auf der Hardware-Seite will der Anbieter verstärkt auf eigene Server ohne lokale Speicher setzen. Bislang handelte es sich bei den Nord-VPN-Servern maßgeblich um von Rechenzentren angemietete Geräte, die im Rahmen des Remote-Zentrumsmanagement auch von diesen verwaltet wurden.

Eigene Server sollen die Schwachstelle „Provider“ beseitigen

Genau darin bestand das Problem, das zum erfolgreichen Hacking eines solchen Servers geführt hatte. Auf diesem lief eine Remote-Verwaltungssoftware, von der Nord VPN keine Kenntnis hatte und die durch den Angreifer erfolgreich ausgenutzt wurde.

Inzwischen arbeitet der VPN-Anbieter nicht mehr mit diesem Rechenzentrum. Kundendaten sollen nach Angaben des Unternehmens zu keiner Zeit im Zugriff des Angreifers gewesen sein, weil der betroffene Server keinerlei Aktivitätsdaten, Nutzernamen oder Passwörter gespeichert habe. Zudem sei es auch niemals zu Einbrüchen in VPN-Tunnel gekommen.

Grund der Trennung war wohl maßgeblich der Versuch des Providers, den Vorfall unter den Teppich zu kehren, ohne Nord VPN darüber zu informieren.

Passend dazu: Anonym surfen: 12 VPN-Anbieter im Vergleich

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4 Kommentare
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Die wenigstens VPN-Anbieter sind irgendwie brauchbar, NordVPN erst recht nicht.

https://www.kuketz-blog.de/?s=VPN

Antworten
Pascal
Pascal

Aus diesem Grund, verdient NordVPN weiterhin das Vertrauen ihrer Kunden. Das ist übrigens was ein führendes Unternehmen bezeichnet – jegliche Fehler akzeptieren, einfach weitermachen und sicherstellen, dass solche Dinge nicht mehr passieren, ohne ein riesiges Problem daraus zu machen.

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Dieter Petereit

Diese Art hingerotzter Argumentation scheint sich zwar immer mehr durchzusetzen, wird aber dennoch nie zu einem gedeihlichen Diskurs führen.

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