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Unix-Dateien unter Windows öffnen: Notepad versteht endlich den Line Feed

(Foto: Microsoft)

Notepad wird bald endlich auch unter Unix-Systemen erstellte Textdokumente korrekt anzeigen können. Bislang kam Microsofts Text-Editor nicht mit der Art und Weise klar, wie Zeilenenden unter diesen Systemen kodiert wurden.

Seit Menschengedenken – oder vielmehr seit Microsoft 1985 die erste Version von Notepad veröffentlicht hat – war der Editor nicht in der Lage, auf Unix erstellte Textdateien korrekt darzustellen. Grund war die unterschiedliche Kodierung von Zeilenenden, wodurch Textdateien als einzelner Block ohne Zeilenumbrüche dargestellt wurden. Damit ist bald ein für alle Mal Schluss: Ab dem aktuellen Insider-Build von Windows 10 kann Notepad auch auf die Unix-Art kodierte Textdateien richtig anzeigen.

Nicht wirklich lesbar: Eine Bash-Konfigurationsdatei in Notepad. (Screenshot: Microsoft)

Unter Windows werden Zeilenenden seit jeher aus einer Kombination der Steuerzeichen für einen Zeilenvorschub (Line Feed oder kurz LF) und einem Wagenrücklauf (Carriage Return oder kurz CR) kodiert. Das ist – rein logisch betrachtet – soweit auch durchaus korrekt. Unter Unix und Unix-ähnlichen Betriebssystemen wie Linux wird dafür jedoch ausschließlich der LF verwendet.

Geht doch: Das neue Notepad kommt auch mit Unix-Textdateien klar. (Screenshot: Microsoft)

Um das Ganze noch etwas komplizierter zu machen, setzten einige ältere Betriebssysteme wie das klassische macOS bis Version 9 oder das C64-Betriebssystem Commodore Basic zur Kodierung von Zeilenenden nur auf CR. Dieser Fall ist heute zwar weniger gebräuchlich, dankenswerterweise soll Notepad zukünftig aber auch mit so kodierten Dateien korrekt umgehen können.

Notepad: Überarbeiteter Editor sollte gegen Ende 2018 allen Nutzern zur Verfügung stehen

Nutzer, die nicht Teil des Windows-Insider-Programms sind, werden sich noch ein wenig gedulden müssen. Gegen Oktober 2018 sollte dann aber die Windows-10-Version regulär veröffentlicht werden, die den überarbeiteten Notepad-Editor an Bord hat.

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