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Notwendiges Übel: Banking-Apps in Deutschland

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Mehr als 13 Millionen Banking-Apps wurden in den letzten Jahren geladen. Trotzdem gehören Banking-Apps laut einer Studie eher zum notwendigen Übel. Nicht immer verwundert das.

In Deutschland gibt es 50 Millionen online geführte Girokonten und 45 Prozent der Deutschen erledigen ihre Bankgeschäfte inzwischen im Web. Seit der Veröffentlichung der ersten Banking App im Appstore wurden in den letzten 3 Jahren mehr als 13 Millionen solcher Apps geladen. Tendenz steigend. Trotzdem sind die Anwender indifferent. Auf der einen Seite ruft beispielsweise ein Sparkassen-Kunde seine Sparkassen App im Durchschnitt 16 mal pro Monat auf, während auf der anderen Seite laut einer Studie von Puls vom April 2013 knapp 45 Prozent der Befragten Mobile Banking für unsicher halten. Auch sonst empfinden die Anwender Banking Apps als emotionslos. Zwar nutzen laut dem Trendmonitor Finanzdienstleistungen 2013 von Nordlight Research, 22 Prozent der Bankkunden eine Banking App gerne, würden diese aber nur selten vermissen. Nur für 7 Prozent der Kunden, ist ein Banking-App-Angebot der eigenen Bank ein unverzichtbares „Muss“, aber ohne dem größere Begeisterung zeigen zu können. Für mehr als die Hälfte der Anwender spielt eine Banking-App überhaupt keine Rolle und 12 Prozent lehnen Banking-Apps gleich komplett ab. Nur für 7 Prozent der Nutzer ist eine Banking App wichtig.

online banking smartphone

Banking-Apps gibt es viele, aber sind die Anwender auch begeistert? (Foto © bloomua – Fotolia.com)

Diese Zahlen beziehen sich auf die App Nutzung und nicht auf Online-Banking im generellen. Viele Banken sind inzwischen über eine mobile Webseite zu erreichen, wenn auch nicht alle. Trotzdem sind die Zahlen in mehrerlei Hinsicht interessant. Auf der einen Seite wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl von Apps geladen und inzwischen gibt es viele unterschiedliche Lösungen, auf die der Anwender zugreifen kann. Dazu zählen die Lösungen der Banken wie gleichermaßen Lösungen Dritter. Auf der anderen Seite scheinen Anwender keine hohe emotionale Bindung an Banking-Apps zu haben, es ist ihnen schlichtweg egal – und das obwohl Banking zu den regelmäßigen Aufgaben gehört. Rechnungen bezahlen, Geldströme im Überblick behalten oder einfach nur den Kontostand prüfen, gehört zu den Dingen, die wir Anwender regelmäßig tun.

Banking Apps in Deutschland – Es fehlt am Gefühl.

Das Groß der verfügbaren Banking Apps sieht absolut identisch aus, gerade bei den bankeigenen Apps. Sowohl was den Funktionsumfang als auch was das Design betrifft. Entweder sind die Apps in einem dezenten Grau in Grau gehalten oder gleichen einer Kopie der mobilen Webseite. Letzteres ist tatsächlich oft der Fall, denn um Kosten und Aufwand zu sparen, verpackt manch eine Bank die mobile Banking-Webseite in der App. Auch die Funktionen gleichen sich. Natürlich muss eine Banking-App vornehmlich Überweisungen ausführen können und den Kontostand darstellen. Warum es oft wie eine Excel Tabelle aussehen muss, bleibt unbeantwortet. Auch bei weiteren Funktionen ist es ein Einerlei. „Innovationen“ wie einen Filialenfinder (für den Anwender der seine Filiale nicht kennt oder dringend in einer anderen Stadt eine Finanzberatung braucht) finden sich genauso häufig wie ein Geldautomatenfinder oder eine Liste von Servicenummern. Gerade was den Leistungsumfang betrifft sind hier die Drittanbieter mutiger. Hier geht der eine oder andere Anbieter andere Wege wie die Lösungen von Numbrs zeigen.

Den meisten Apps fehlt aber das gewisse Etwas. Dieses „Wow-Gefu?hl“ wie man es von manchen seiner Lieblings-Apps kennt. Banking ist schon langweilig genug. Es muss nicht noch langweiliger werden. Dieses „Wow-Gefu?hl“ kann auf verschiedene Art und Weise erzeugt werden, sei es durch Design, der Benutzerführung oder durch innovative Funktionen. Etwas mehr Mut, Banking mal anders anzugehen stände gerade den Banken ganz gut.

Die folgende Übersicht gibt einen groben Überblick über die verschieden Anbieter im deutschen Banking-App-Markt, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu haben.

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