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Digitale Gesellschaft

NSA-Spähskandal: Google, Facebook und Co. dürfen erstmals über den Umfang der Überwachung sprechen

(Bild: Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Tausende Anfrage zur Herausgabe von Inhalten aus E-Mail-Nutzerkonten sind im ersten Halbjahr 2013 von den US-Geheimdiensten im Rahmen der nationalen Sicherheit gestellt worden. Google, Facebook und Co. dürfen erstmals darüber sprechen.

NSA-Spähskandal: Microsoft, Facebook und Google mussten ebenfalls tausende Inhalte aus Accounts bereitstellen

NSA und GCHQ sollen Datenverbindungen zwischen den Rechenzentren von Google und Yahoo anzapfen. (Bild:  Wikimedia Commons)
NSA und GCHQ sollen Datenverbindungen zwischen den Rechenzentren von Google und Yahoo anzapfen. (Bild: Wikimedia Commons)

Die Geheimdienste der USA haben großes Interesse an den persönlichen Daten aus E-Mail-Konten und Social-Media-Profilen – das wissen wir seit gut einem halben Jahr. Die großen IT-Konzerne in den Vereinigten Staaten müssen diese Daten herausgeben und wurden bislang zum Stillschweigen verdonnert. Jetzt dürfen die Unternehmen – nach einem langen Kampf – ihre Nutzer über den Umfang informieren. Aufgrund eines Zahlentricks bleibt die erkämpfte Transparenz jedoch kritikwürdig. Facebook, Google, Microsoft, Yahoo und Co. dürfen die Anzahl der Anfragen nur in Tausenderschritten veröffentlichen.

Die vier oben genannten IT-Konzerne gaben beispielsweise an, dass sie im ersten Halbjahr 2013 0-999 Anträgen auf Datenherausgabe im Rahmen der nationalen Sicherheit nachgeben mussten. Das Problem: Es ist undurchschaubar, ob es sich nun um tausend oder um keine einzige Anfrage handelt. Tiefblickender dürften die Zahlen der betroffenen Kundenkonten sein: Yahoo musste Inhalte aus 30.000 bis 30.999 Accounts, Microsoft aus 15.000 bis 15.999 Accounts, Google aus 9.000 bis 9.999 Accounts und Facebook aus 5.000 bis 5.999 Accounts herausgeben. Interessant zu wissen, dass verschiedene Konten eines selben Nutzers einzeln aufgezählt werden. Die Zahlen aus dem zweiten Halbjahr 2013 werden erst Mitte 2014 veröffentlicht.

Der Chefjustiziar von Microsoft, Brad Smith, betonte, dass die nun herausgegebenen Daten bestätigten, dass unter Millionen Nutzern nur wenige beobachtet werden. Im gleichen Atemzug gibt Smith aber auch zu verstehen, dass die Geheimdienste allem Anschein nach ihre Informationen auch abseits der rechtlich vorgeschriebenen Regeln beschaffen – beispielweise durch das Abfangen von Informationen über transatlantische Unterseekabel sowie in Form einer unrechtmäßiges Abschöpfung des Datenverkehr zwischen den Rechenzentren.

via www.spiegel.de

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