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NSA-Tool auf Abwegen: Hacker legen die Stadt Baltimore lahm

Hacker nutzen eine von der NSA entwickelte Software. (Foto: National Security Agency / Bryan Shindledecker)

Seit Mai steht die Verwaltung einer Stadt in den USA unter der Kontrolle von Hackern. Die haben für die Übernahme eine von der NSA entdeckte Sicherheitslücke genutzt.

Keine E-Mails, keine Rechnungen, keine Telefone – außer Notrufe. Seit Anfang Mai ist die digitale Verwaltung der US-amerikanischen Stadt Baltimore lahmgelegt. Hacker sollen tausende Computer mit einer Ransomware angegriffen haben. Sie fordern 13 Bitcoin, also ungefähr 100.000 Euro.

Wie die New York Times nun berichtet, wurde die städtische Verwaltung mit einer Software angegriffen, die unter anderem auf dem Exploit Eternalblue basiert. Diese Lösung nutzt eine Schwachstelle in den Microsoft-Betriebssystemen Windows XP und Vista aus und lässt den Angreifer darüber auf den Computer zugreifen. Besonders brisant dabei ist, dass die Windows-Sicherheitslücke vor Jahren ausgerechnet vom US-Auslandsgeheimdienst NSA entdeckt und geheimgehalten wurde. Statt sie dem Unternehmen mitzuteilen, nutzte der Dienst die Lücke etwa in Spionagemissionen.

Immer wieder neue Angriffe

2016 gelangte Eternalblue jedoch in die Hände von Hackern und wurde online veröffentlicht. Seitdem gab es zahlreiche Angriffe, die mithilfe dieser Sicherheitslücke und dem von der NSA entwickelten Tool durchgeführt wurden. Neben dem neusten Angriff auf die Verwaltung Baltimores waren das etwa die Ransomware-Attacke Wannacry oder die Notpetya-Attacke.

Die NSA hat Microsoft nach dem Leak über die Sicherheitslücke informiert. Der Tech-Konzern reagierte prompt mit Updates, um die Schwachstelle zu beheben. Doch die seit drei Jahren wiederkehrenden Angriffe rund um Eternalblue zeigen, dass es noch genügend ungesicherte Systeme gibt. Der New York Times zufolge häufen sich die Angriffe.

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