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Amorelie, Verivox, Parship: Pro-Sieben-Sat.1 wird noch digitaler

Amorelie-Gründer Sebastian Pollok und Lea-Sophie Cramer. (Foto: Amorelie)

In der Nucom Group bündelt der Konzern seine Beteiligungen an Startups wie Amorelie, Verivox und Parship. Jetzt wil Pro-Sieben-Sat.1 noch mehr Anteile bei den Startups erwerben. Was dahinter steckt.

Pro-Sieben-Sat.1 hat am Donnerstag einen Investor für seine Digitalsparte präsentiert: Der US-Investor General Atlantic übernimmt 25,1 Prozent der Anteile an der neu gegründeten Nucom Group. Die Bewertung der Sparte liegt bei 1,8 Milliarden Euro. Dahinter steckt das Ziel, eine „führende europäische Omnichannel-Plattform für Consumer-Services und Lifestyle-Brands“ aufzubauen, wie es die Mediengruppe ausdrückt.

In der Nucom Group (NCG) bündelt der Medienkonzern seine zehn Beteiligungen an Startups wie Amorelie, Parship und Verivox. Zum Startschuss der Partnerschaft mit General Atlantic hat die Gruppe ihre Anteile an dem Vergleichsportal Verivox auf 99 Prozent und an der Datingplattform Parship auf 94 Prozent ausgebaut. Auch Amorelie verkaufte weitere Anteile: Noch einmal 23 Prozent gingen an NCG. Damit gehören dem Unternehmen nun 98 Prozent des Erotikshops, wie Exciting Commerce zuerst entdeckte.

Amorelie, Verivox, Parship: Mehr Einfluss für NCG

Mit dem Erwerb der Anteile wollen Pro-Sieben-Sat.1 und General Atlantic nach eigener Aussage die „Eigentümer- und Kontrollstrukturen“ vereinfachen. Oder um es auf Deutsch auszudrücken: Durch die größere Macht an den Unternehmen müssen sich die Eigentümer von NCG weniger absprechen und können Entscheidungen eigenständiger treffen.

(Screenshot: Pro-Sieben-Sat.1)

Für Pro-Sieben-Sat.1 sind die akquirierten Startups ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Konzernstrategie. Die Digitalsparte, zu der die Nucom Group gehört, ist im Jahr 2017 um ein Drittel gewachsen und steuerte laut Reuters ein Viertel zum operativen Ergebnis der Mediengruppe bei. Trotz des schwachen TV-Werbemarktes habe der Konzern damit das neunte Rekordjahr in Folge verbuchen können, sagte der scheidende Unternehmenschef Thomas Ebeling. Insgesamt kam Pro-Sieben-Sat.1 im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von vier Milliarden Euro, ein Plus von sieben Prozent. Der bereinigte Gewinn stieg um drei Prozent auf 550 Millionen Euro.

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