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Nullemissionszone Berlin: Ab 2030 nur noch Elektrofahrzeuge in der Hauptstadt?

Regine Günther: Berlin soll ab 2030 verbrennerfrei sein. (Foto: Shutterstock)

Die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther will Autos mit Verbrennungsmotor aus Berlin verbannen. Ab 2030 sollen dort nur noch Elektrofahrzeuge fahren dürfen.

In einem Gespräch mit dem Tagesspiegel hat sich die grüne Verkehrssenatorin Berlins, Regine Günther, zur Forderung ihrer Partei nach einem Verbot von Verbrennungsmotoren in der Hauptstadt ab 2030 bekannt. Dieses Ziel einer Nullemissionszone finde sie „gut und richtig“, denn im Sinne des Klimaschutzes führe „kein Weg daran vorbei, sich möglichst schnell vom Verbrennungsmotor zu verabschieden.“

Neue Stadtquartiere autofrei planen

Für Neubauprojekte in Berlin plädiert sie bereits jetzt dafür, diese „von Anfang an weitestgehend autofrei“ zu entwickeln. Man müsse „die Stadt insgesamt ganz neu denken“ und dabei den Fokus verschieben. Die neue Stadt müsse „sicher, mobil, klimaschonend – statt autogerecht“ sein. Günther wird deutlich: „Früher gab es das Verständnis, die ganze Straße gehört dem Auto, und der Rest muss zusehen, wie er klarkommt. Damit muss endlich Schluss sein.“

Zum neuen Verkehrskonzept gehöre zudem, „die Alternativen zum motorisierten Individualverkehr – also den ÖPNV, den Radverkehr – zu fördern und schnell auszubauen.“ Auch die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität brauche „eine rasche Erweiterung“. Dabei verstehe sie unter Elektromobilität „ausdrücklich nicht nur Autos (..), sondern auch E-Bikes und etwa die neuen Scooter.“

Klimaschädliche Verbrenner signifikant verteuern

Um den Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu forcieren, hält sie „Regelungen, die den Kauf klimafreundlicher Fahrzeuge fördern und umgekehrt den Kauf klimaschädlicher Fahrzeuge signifikant verteuern“ für den richtigen Weg.

Günther erwartet „für die Jahre 2022/23 in Deutschland Durchbrüche im Bereich der E-Mobilität“. Dann werde man sehen, „was wie schnell machbar ist.“ Jedenfalls müsse Berlin den „Wandel von der alten autogerechten Stadtgestaltung hin zu teils völlig neuen Konzepten einer modernen, menschenfreundlichen Metropole“ schaffen.

Nullemissionszone leicht zu überwachen

Dabei könnte eine Nullemissionszone ein wichtiger Baustein sein, der zudem recht einfach zu überwachen wäre, etwa „anhand der Nummernschilder, auf denen Elektroautos durch das E leicht erkennbar sind. Insofern wäre die Kontrolle einfacher als beispielsweise bei den aktuellen Dieselfahrverboten.“

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2 Kommentare
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Paris hat seit Jahren ein Einfahrverbt für Nichtanwohner für die Zeiten außerhalb des Pendelverkehrs und eine ordentliche Citymaut die jährlich soviel kostet wie ein Kleinwagen. Das sollte man dringend in allen großen Städten nachahmen.

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Huddel
Huddel

Genau, Verbannen und Verbote. Das ist einfach und verlagert das Problem in andere Länder.
Ein vernünftiges Verkehrskonzept bekommt man in Berlin nicht hin. Das hat es mit Planung zu tun (siehe Berliner Flughafen).
Die Batterieherstellung in Asien hat für die Welt eine schlechtere CO2 Bilanz, als wenn die Abgase weiter in Deutschland durch Diesel produziert werden.
Weiter reicht es nicht einfach ein Verbot auszusprechen.
Ich wollte neulich mit der Bahn nach Berlin um ein Konzert zu besuchen. Würde für die Hin Tour auch super funktionieren. Aber wenn der Rück Tour erst um 4 Uhr morgens startet, wird das nichts.
Es würde hier für das Klima mehr bringen, den Regenwald und die Taiger in Russland wieder aufzuforsten und zu sorgen, dass hier keine Brandrodung, Brände und Abholzungen stattfinden. Dazu müsste die Welt zusammenwachsen. Aber wie gesagt, dass ist mit den Politikern hier nicht zu machen, daher wählt man wieder mal den „einfachen“ Weg ohne Rücksicht auf das Klima.

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