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Nuro: Zwei Ex-Googler bauen selbstfahrenden Mini-Lieferwagen

Nuro. (Bild: Nuro.ai)

Zwei Ex-Google-Entwickler haben mit dem Nuro R1 den Prototypen eines selbstfahrenden Mini-Lieferwagens vorgestellt. Noch gibt es es viele Herausforderungen zu bewältigen.

Anders als etwa Google, Tesla oder Apple sowie diverse traditionelle Autobauer will Nuro kein Roboterauto für den Personentransport auf die Straße bringen. Vielmehr hat das Projekt der beiden ehemaligen Google-Entwickler Dave Ferguson und Jiajun Zhu einen selbstfahrenden Mini-Lieferwagen zum Ziel. Jetzt hat das Startup mit dem Nuro R1 den ersten Prototypen des Gefährts vorgestellt. An einigen entscheidenden Stellen hakt es aber noch.

Das elektrische Auto soll komplett autonom fahren. Sein Inneres ist so gestaltbar, dass verschiedene Artikel geliefert werden können. Ein Fahrersitz, Lenkrad oder Pedale finden sich jedenfalls nicht in dem Auto, das Fahrzeug wird aus der Ferne gesteuert – was im realen Einsatz einige Probleme wie Verzögerungen des Signals bringen könnte, wie The Verge berichtet.

Nuro baut ein selbstfahrendes Auto für lokale Lieferungen. (Gif: Nuro.ai)

Auf einem Bügel auf dem Dach sind die Lidar-Sensoren, Radar und mehrere Kameras angebracht, dank denen sich das Nuro-Auto im Straßenverkehr orientieren können soll. Erste Tests auf öffentlichen Straßen sind im Laufe dieses Jahres geplant. Denn statt auf dem Gehweg, wie ebenfalls überlegt, soll der Nuro R1 direkt auf der Straße fahren. Weil es so klein und schmal ist, kann es leichter von anderen Autofahrern überholt werden und soll auch besser vor Unfällen mit Fußgängern gefeit sein, wie Nuro-Mitgründer Ferguson erklärt.

Noch nicht vollständig durchdacht ist allerdings das Lieferkonzept. Geplant ist, dass die Empfänger per App über das Eintreffen des Autos informiert werden, das dank des mitgesendeten Codes öffnen und ihre Einkäufe entnehmen können. Wie sich aber verhindern lässt, dass die Einkäufe anderer Kunden geklaut werden, dazu gibt es offenbar noch keine Idee. Wann erste Kunden ihre Artikel mit einem Nuro-Auto geliefert bekommen, steht noch nicht fest.

Nuro in Gesprächen mit Einzelhändlern und Lieferdiensten

Das vor gut einem Jahr gegründete Startup Nuro hat in zwei Investitionsrunden 92 Millionen US-Dollar einsammeln können und befindet sich derzeit in Gesprächen mit Einzelhändlern und Lieferdiensten über einen möglichen Einsatz des Lieferwagens in der Zukunft. Möglich ist aber auch, dass ein großer Konzern wie Amazon das Unternehmen übernimmt. Der E-Commerce-Riese arbeitet selbst an Möglichkeiten, die Lieferung zum Kunden zu automatisieren – etwa per Lieferdrohnen.

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