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„Der Nutzer nimmt keine Werbung mehr wahr!“

(Foto: germip / Shutterstock)

Es gibt einen Adblocker, der ist noch schlimmer als Eyeos Adblock Plus: das menschliche Gehirn. Nach zwei Jahrzehnten aggressiver Werbung bekommen die Vermarkter und Kunden die Quittung.

„Der User hat eine einfache Option: Er nimmt keine Werbung mehr wahr“, sagt Oliver von Wersch, Founder und CEO von Von Wersch Digital Strategies, beim Pre-Dmexco-Event Online Ad Summit in Köln. Die aktuelle Adblocker-Rate von rund 20 Prozent sei daher nur begrenzt aussagekräftig. Von Wersch fordert dazu auf, die Diskussion um Viewability ganz anders zu führen, weil Sichtbarkeitsraten nur etwas darüber aussagen, ob der User die Ad gesehen haben könnte, nicht, ob er sie auch angesehen hat.

Ein weiteres Problem sieht von Wersch in der zunehmenden Marktkonzentration. Dass Google und Facebook 80 oder mehr Prozent der digitalen Werbespendings auf sich vereinen, sei „nicht mehr gesund“. Zumal Facebook und Google auch eigene Standards für Parameter wie Viewability und Brand Safety definieren. Wie viel es bringt, wenn sich die übrigen Player in Diskussionen um Standards aufreiben, ist angesichts ihres schrumpfenden Anteils am Werbemarkt unklar.

(Foto: BVDW)

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Von Wersch plädiert daher für große Koalitionen. Ein Anfang sei die vor einem Jahr gegründete Coalition for Better Ads, der auch Google angehört. Aber er appelliert auch an die übrigen Marktteilnehmer, „groß zu denken“ und einen Code of Conduct zu entwickeln, der eine Basis dafür sein könnte, Onlinewerbung zu verbessern und damit auch die Budgetverteilung auszugleichen.

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