Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Nutzer-Ranking soll Missbrauch des Faktenchecksystems von Facebook verhindern

Ein Glaubwürdigkeits-Ranking soll im Kampf gegen Fake-News helfen. (Foto: sdecoret/Shutterstock)

Eine interne Skala zeigt Facebook die Glaubwürdigkeit einzelner Nutzer – das soll jene entlarven, die absichtlich Beiträge als falsch markieren, die nicht falsch sind.

Facebook setzt im Kampf gegen Fake-News unter anderem auf die Hilfe der Nutzer – die können Beiträge melden, die sie für Fake-News halten. Diese Nutzer werden dabei seit einiger Zeit nach ihrer Vertrauenswürdigkeit bewertet: Wie die Washington Post berichtet, hat Facebook im letzten Jahr ein Ranking-System entwickelt.

Wer bei Facebook häufig Falschnachrichten meldet, die sich dann wirklich als falsch herausstellen, bekommt einen hohen Wert. Wer regelmäßig Beiträge als falsch markiert, die aber der Wahrheit entsprechen, bekommen einen niedrigen Wert.

Ranking soll Missbrauch verhindern

Dieser Wert zwischen null und eins gibt also an, wie vertrauenswürdig die Nutzer sind, die Beiträge als falsch markieren. Das soll den Faktencheckern, die die gemeldeten Beiträge überprüfen, ihre Arbeit erleichtern – von vertrauenswürdigen Personen als falsch bezeichnete Beiträge überprüfen sie eher als die anderen.

„Es ist nicht ungewöhnlich, dass Leute uns melden, etwas sei falsch, einfach weil sie die Annahme des Beitrags nicht teilen oder sie absichtlich einen bestimmten Verlag benachteiligen wollen“, sagte die zuständige Facebook-Managerin Tessa Lyons der Washington Post. Um zu verhindern, dass Nutzer so das Meldesystem gegen Fake News unterlaufen, habe Facebook das interne Ranking eingeführt.

Nicht alle Nutzer werden gerankt

Gegenüber Gizmodo hat ein Sprecher von Facebook außerdem klargestellt, dass nicht alle Nutzer gerankt werden, sondern nur die, die Beiträge als falsch markieren. Das hatte im Beitrag der Washington Post anders geklungen, kritisierte er. „Was wir wirklich gemacht haben: Wir haben einen Prozess entwickelt, um uns davor zu schützen, dass Leute diskriminierend Nachrichten als Fake-News markieren“, so der Sprecher. Der Glaubwürdigkeits-Score zwischen null und eins sei außerdem nur einer von vielen Indikatoren – die anderen Indikatoren nannte er aber nicht.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.