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Nvidia-Kooperation: Volvo will autonome Autos bis 2021 auf die Straße bringen

Foto: Nvidia

Nvidia profitiert weiter vom Boom beim autonomen Fahren. Nun setzt auch Volvo auf den Grafikkarten-Hersteller. Bis 2021 soll er autonome Volvos ermöglichen.

Der schwedische Autohersteller Volvo und der US-Grafikkartenhersteller Nvidia haben am Dienstag eine Partnerschaft bei der Entwicklung autonomer Autos angekündigt. Die Software soll das schwedisch-amerikanische Unternehmen Autoliv zuliefern. Volvo und Autoliv arbeiten bereits seit längerem unter einem Zenuity genannten Joint-Venture-Unternehmen zusammen.

Die Volvos sollen laut Autogazette bis 2021 Autonomiestufe vier erreichen. Damit wird die zweithöchste Stufe des autonomen Fahrens bezeichnet: Das Auto fährt vollständig selbstständig – nur im Notfall wird der Fahrer aufgefordert die Führung zu übernehmen. Bei der höchsten Autonomiestufe fünf ist ein Fahrer überhaupt nicht mehr erforderlich. Die meisten Autohersteller streben derzeit Autonomiestufe drei an, bei der der Fahrer das System nicht dauernd überwachen muss. Bis etwa 2020 soll Autonomiestufe drei laut Bundesregierung gesetzlich erlaubt werden.

Nvidia profitiert vom AI-Boom

In den Volvo-Autos soll die Nvidia-Hardware Drive PX2 verbaut werden, die der Chiphersteller als Supercomputer bezeichnet. Es handelt sich um eine Spezialhardware, die speziell für die Berechnungen in autonom fahrenden Autos entwickelt wurde. Drive PX2 kann die Informationen von zwölf Videostreams und weitere Daten von Quellen wie Radar, Licht- und Ultraschall-Sensoren in Echtzeit verarbeiten.

Nvidia profitiert bereits seit längerem vom Trend zum Deep Learning, der derzeit angesagtesten Technologie im Bereich künstliche Intelligenz. Die Chips des Grafikkartenspezialisten sind für die Berechnungen von Deep-Learning-Algorithmen besonders gut geeignet. Die Aktie hat seit Jahresanfang mehr als 30 Prozent zugelegt.

Neben Volvo verkündete Nvidia auch noch Partnerschaften mit den deutschen Autozulieferern ZF Friedrichshafen und Hella. Dabei handelt es sich allerdings um eine nicht-exklusive Partnerschaft für Technologien für künstliche Intelligenz – sprich die Zulieferer können auch Chips von Konkurrenten wie der israelischen Intel-Tochter Mobileye einkaufen. Auch Volkswagen, Tesla, Bosch und Toyota setzen auf die Chips von Nvidia. Bei Volkswagen sollen Nvidia-Chips zudem mittels Deep Learning Unternehmensprozesse effizienter machen.

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