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Weit unter OECD-Durchschnitt: Deutschland bleibt Glasfaser-Entwicklungsland

Deutschland bleibt Glasfaser-Entwicklungsland. (Foto: Shutterstock)

Möchte man darüber noch berichten? Man muss es, auch wenn es wehtut. Deutschland ist wieder nur OECD-Schlusslicht beim Glasfaser-Ausbau.

Als Angela Merkel sich vor wenigen Tagen auf der Cebit genervt von der Geschwindigkeit der Digitalisierung in Deutschland zeigte, tat sie das mit erheblicher Selbstkritik. Und wie neue OECD-Daten zur Entwicklung des Glasfasernetzen jetzt zeigen, war diese Schelte auch mehr als gerechtfertigt. Deutschland liegt nach wie vor weit unter dem Standard. Gerade einmal 1,6 Prozent aller Breitband-Anschlüsse basierten im Juni 2016 auf Glasfaser-Technologie. Die Bundesrepublik liegt damit noch hinter Ungarn, der Türkei oder Mexiko.

Zahlen zu Glasfaser-Anschlüssen in Deutschland bald unter „ferner liefen…“?

Glasfaser-Anschlüsse in Industrieländern: Deutschland gehört zu den Schlusslichtern (Grafik: OECD)

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Glasfaser-Verbreitung somit gerade einmal um drei Zehntel der Prozentpunkte verbessert. Hinzukommt, dass der OECD-Schnitt binnen dieser Zeit um gut zwei Prozentpunkte zugelegt hat. Somit haben die meisten Länder ihre Breitband-Infrastruktur deutlich schneller ausgebaut als Deutschland. Spitzenreiter wie Japan oder Südkorea tun das sogar in sagenhafter Geschwindigkeit. Dort ist die Drei-Viertel-Marke bereits fest im Visier und wird im kommenden Jahr sicher durchbrochen.

Die OECD bezieht sich, anders als etwa das FTTH Council Europe, bei den Anschlusszahlen nicht auf die Gesamtheit der deutschen Haushalte, sondern auf die der genutzten Festnetz-Breitbandanschlüsse. Deshalb haben sich in den letzten Jahren auch häufiger Unterschiede in vergleichbaren Rangfolgen ergeben. Doch wie man es auch dreht und wendet, in keiner Liste nimmt Deutschland eine Vorreiter-Rolle der Industrienationen ein, sondern gehört bereits seit Jahren zu den Schlusslichtern.

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via blog.wiwo.de

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