Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Oliver Samwer prophezeit das Ende vieler Marketing-Manager

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer. (Foto: dpa)

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer glaubt nicht daran, dass Fachberufe wie SEO- oder Social-Media-Manager eine Zukunft haben. Viele Aufgaben im Marketing würden in den nächsten Jahren automatisiert. Das beste Beispiel? Zalando.

Öffentliche Auftritte von Oliver Samwer sind bekanntlich selten. Doch wenn der Rocket-Chef mal die Bühne sucht, bleiben hinterher meist ein oder zwei Sätze im Gedächtnis der Zuhörer hängen. So auch gestern Abend, als sich Samwer auf der Noah-Konferenz in Berlin den Fragen von Moderator Marco Rodzynek stellte.

Oliver Samwer überrascht mit steiler These

Gefragt nach seiner Einschätzung zur Zukunft des Marketings prophezeite Samwer das Ende vieler Berufsgruppen in der Branche. „Bisher brauchte jedes Unternehmen noch einen SEO-, SEA- oder Instagram-Manager. Aber das ändert sich“, sagte der Gründer von Europas größter Startup-Schmiede. In den nächsten Jahren würden viele Tätigkeiten automatisiert. „Der größte Teil des Marketings kann heute über Systeme abgewickelt werden – und künstliche Intelligenz und Automatisierung werden in den nächsten Jahren viele Menschen ersetzen“, so Samwer.

Die Worte wurden nicht von allen Werbefachleuten im Saal stillschweigend zur Kenntnis genommen. „Ich könnte nicht mehr widersprechen“, schrieb etwa Sandra Winkler, Marketing-Managerin bei Mindspace, in einem Post auf dem Karrierenetzwerk Linkedin. „Systeme helfen Teams, ergänzen Menschen, aber sie werden Menschen nie ganz ersetzen. Das Marketing ist heutzutage so komplex, dass es nicht einmal mehr ein System geben kann, um alles zu verstehen.“

Zalando als Vorzeige-Beispiel

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer untermauerte seine These indes mit einem Verweis auf die jüngsten Entwicklungen bei Zalando. Der Modeversender und Rocket-Schützling hatte erst im März bis zu 250 Marketing-Spezialisten gekündigt. Angeblich sollen sogar ganze Teams entlassen worden sein. Die Maßnahme war Teil eines radikalen Umbaus der kompletten Fachabteilung, die in Zukunft verstärkt von Daten und Algorithmen getrieben werden soll. Dafür will Zalando nach eigenen Angaben einen höheren Anteil an Entwicklern und Datenanalysten beschäftigen.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

2 Reaktionen
Rouven Kasten

So steil ist die These gar nicht. Frank Tentler spricht davon schon seit Jahren.

Antworten
Olli

Wenn jemand seit Jahren davon spricht, es aber nicht passiert, was bedeutet das normalerweise?

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen

Finde einen Job, den du liebst