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Oliver Samwer hat heimlich eine Bank für Startups gegründet

Rocket-Chef Oliver Samwer. (Foto: dpa)

Rocket-Chef Oliver Samwer steigt einem Medienbericht zufolge in das wachsende Geschäft mit Startup-Krediten ein. Das Berliner Unternehmen bemüht sich jedoch um Zurückhaltung.

Oliver Samwer sucht weiter nach neuen Einnahmequellen für sein Startup-Imperium: Der Chef von Rocket Internet will künftig hochverzinste Kredite an Startups verkaufen, berichtet das Manager Magazin. Rocket Internet habe demnach bereits ein Tochterunternehmen in London unter dem Namen Global Growth Capital gegründet, das als eine Art Bank fungieren soll. Auf der Website gibt sich die Firma verschwiegen. Offizielle Hinweise zu Rocket Internet gibt es nicht.

Rocket-Bank soll 500 Millionen Euro verteilen

Das Manager Magazin beruft sich außerdem auf eine Präsentation, wonach die Rocket-Bank von Olya Klüppel, vormals Partnerin des Finanzinvestors ESO Capital, geleitet werden soll. Insgesamt sollen 500 Millionen Euro für das Geschäft mit Startup-Krediten zur Verfügung stehen. Unternehmen können demnach Kredite bis zu einem Volumen von 30 Millionen Euro beantragen.

Nicht immer ist der Anruf bei einem klassischen Investor für ein Startup sinnvoll – gerade in späten Wachstumsstadien kann die Kapitalbeschaffung über einen hochverzinsten Kredit attraktiver sein, da die Gründer keine zusätzlichen Anteile mehr abgeben müssen. Diese sogenannten Venture-Debt-Finanzierungen erfreuen sich daher seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit.

Mit der Gründung einer eigenen Bank verlagert Rocket Internet seinen Fokus weiter weg vom Aufbau von Startups. Erst im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass sich die Berliner künftig stärker auf das Beteiligungsgeschäft klassischer Venture-Capital-Firmen konzentrieren wollen.

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