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Wearables bei Olympia: Wenn der Athlet in Pyeongchang mit seinem Handschuh bezahlt

(Foto: Visa)

Nie zuvor spielte Technologie bei Olympischen Spielen eine so große Rolle wie aktuell in Pyeongchang. Zahlreiche Olympia-Partner und -Ausrüster zeigen in der südkoreanischen Metropole, was sie beispielsweise im Bereich Wearables draufhaben und statten die Athleten mit allerlei Technik aus – unter anderem mit einem vernetzten Handschuh.

Das sind die drei spannendsten Wearables bei Olympia.

1. Samsungs vernetzter Shorttrack-Anzug

Bei Olympischen Spielen entscheiden häufig Millisekunden über Erfolg oder Niederlage – vor allem im Eisschnelllauf, wo es oftmals auf die entscheidenden Zentimeter ankommt. Shorttracker, die auf einer extrem kurzen Bahn auf dem Eis laufen, versuchen deshalb beispielsweise in der Kurve möglichst tief zu sitzen, um so viel Kraft wie möglich abzurufen und so ihre Geschwindigkeit zu erhöhen. Aber welche Tiefe ist ideal? Das wurde bislang immer nach Gutdünken entschieden.

Der weltweite Olympia-Partner Samsung bringt nun Technologie ins Spiel und hat zwei niederländische Shorttracker mit einem sogenannten Smartsuit ausgestattet. In den hautengen Anzügen sind Sensoren verbaut, die die Körperhaltung der Athleten in Echtzeit analysieren und auf diese Weise die optimale Skating-Position ermitteln. Der Trainer schaut dabei auf die dazugehörige Smartphone-App und kann bei Bedarf ein Vibrationssignal an den Athleten zurückschicken, falls der seine Position anpassen soll.

Die Niederländer Sjinkie Knegt und Suzanne Schulting sind aktuell die beiden einzigen Olympioniken, die Samsungs Smartsuit einsetzen dürfen. Erlaubt ist der Anzug allerdings nur zu Trainingszwecken, im Wettkampf darf er nicht eingesetzt werden.

2. Ralph Laurens selbstwärmende Jacke

Der Parka von Ralph Lauren erwärmt sich, wenn es kalt wird. (Foto: Ralph Lauren)

Die Temperaturen im südkoreanischen Pyeongchang sind rekordverdächtig niedrig, die Olympischen Winterspiele könnten angesichts von Werten von bis zu -17,6 Grad Celsius als die kältesten seit Jahrzehnten in die Geschichte eingehen. Kein Wunder also, dass neben dem richtigen sportlichen Equipment auch die passende Bekleidung besonders im Fokus der Athleten und Ausrüster steht.

Das amerikanische Mode-Unternehmen Ralph Lauren hat die US-Athleten aus diesem Grund mit der limitierten Auflage einer selbstwärmenden Jacke ausgestattet. Der in den US-Farben gehaltene Parka ist batteriebetrieben, wasserfest und wird mit einer dazugehörigen Smartphone-App gesteuert, mit der sich die Heizeinstellungen regulieren lassen. Mit einer Akkuladung kommen die Athleten 11 Stunden aus.

3. Visas zahlende Handschuhe

Visa lässt die Olympioniken mit ihren Handschuhen bezahlen. (Foto: Visa)

Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 testete Visa, seit mehr als 30 Jahren weltweiter Partner der Olympischen Spiele, eine ganze Reihe sogenannter NFC-Chips (Near Field Communication). Eingearbeitet in Gummi-Armbänder und Ringe konnten damals 3.000 Fans und 45 ausgewählte Athleten mit den Wearables beispielsweise kleinere Einkäufe bezahlen.

Der Test in Brasilien scheint offenbar positiv verlaufen zu sein, denn im südkoreanischen Pyeongchang ist Visa wieder mit zahlreichen NFC-Wearables am Start. Am interessantesten dürfte wohl ein Handschuh sein, der mit einem kleinen Chip ausgestattet ist und wie eine Art Prepaid-Karte funktioniert. Der Sportler muss seinen Handschuh zu Beginn mit einem Betrag aufladen und kann schließlich per Handauflegen an einem Visa-Terminal bezahlen.

Für das Projekt hat sich Visa mit dem Unternehmen Lotte Card zusammengetan. Lotte Card ist ein Kreditkartenunternehmen und Teil des südkoreanischen Handelskonzern Lotte Department Store.

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