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Aus für angebliche Kryptowährung: Geschäfte mit Onecoin in Deutschland untersagt

(Bild: Onecoin)

Die Geschäftspraktiken von Onecoin stehen in mehreren Ländern im Visier von Behörden. Die Bafin hat Vertrieb und Vermarktung der angeblichen Kryptowährung in Deutschland jetzt untersagt.

Onecoin in der Kritik

Das Digitalgeld Onecoin steht schon seit einiger Zeit in der Kritik. Böse Zungen behaupten, bei der angeblichen Kryptowährung würde es sich um ein mutmaßliches Schneeballsystem handeln. Jetzt hat die deutsche Bankenaufsicht Bafin „Geschäfte mit Onecoins in Deutschland“ untersagt.

Onecoin-Gründerin Ruja Ignatova: Digitalgeld im Visier von Behörden. (Bild: Onecoin)

Die hinter Onecoin stehenden Unternehmen Onecoin Ltd (Dubai) und OneLife Network Ltd (Belize) seien zudem angewiesen worden, „jegliche Werbung für den Vertrieb und Verkauf von Onecoins in Deutschland sofort einzustellen“, wie es in einer entsprechenden Mitteilung der Bafin heißt. Der One Network Services Ltd (Sofia/Bulgarien) wurden von der Bafin unterstützende Tätigkeiten untersagt. Die Verfügungen sind der Mitteilung zufolge „sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig“. Es können noch Rechtsmittel dagegen eingelegt werden.

Schon Anfang April hatte die Bafin einer International Marketing Services GmbH (IMS) in Greven untersagt, Gelder von Onecoin-Anlegern an Dritte weiterzuleiten. Mitte April wurde der Onecoin Ltd dann von der Bafin die weitere Beteiligung am unerlaubten Finanztransfergeschäft der IMS untersagt.

Im Zeitraum zwischen Dezember 2015 und Dezember 2016 soll die IMS rund 360 Millionen Euro angenommen haben. Auf den von der Bafin gesperrten Konten befinden sich jetzt noch rund 29 Millionen Euro. Die Bafin sieht in den genannten Unternehmen einen Firmenverbund, der weltweit als Kryptowährung deklarierte virtuelle Einheiten über ein mehrstufiges System vertreibt.

Onecoin: Scheinbar kein unabhängiger Handelsplatz

Anders als bei populären Kryptowährungen wie Bitcoin gibt es bei Onecoin offenbar keine dezentrale Geldschöpfung, wie Heise Online berichtet. Auch ein unabhängiger Marktplatz für den Handel sowie eine freie Wallet-Software scheint dem Bericht zufolge nicht zu existieren.

Neben der deutschen Bankenaufsicht haben weitere Behörden weltweit Onecoin im Visier. In Indien wurden laut Times of India Ende April 18 Personen wegen Betrugsverdacht festgenommen. Sie hatten offenbar Onecoin-Seminare abgehalten. Auch Konten mit Millionenguthaben sollen eingefroren worden sein. Zentralbanken und Behörden in Italien, Großbritannien, Belgien und Thailand haben laut Heise Online schon vor Onecoin gewarnt oder sind gegen die Betreiber des Digitalgeldes vorgegangen.

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