Test

Oneplus 6 im Test: So schlägt sich das High-End-Smartphone für 500 Euro

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Software: OxygenOS 5 ist schnell und frei von Bloatware

Nicht nur der Cupcake ist lecker: OxygenOS des Oneplus 6 auch. (Foto: t3n.de)

Nicht nur der Cupcake ist lecker: OxygenOS des Oneplus 6 auch. (Foto: t3n.de)

Eine der weiteren Stärken von Oneplus ist die angepasste Android-Version OxygenOS – auf unserem Testgerät lief zum Zeitraum des Tests Android 8.1 Oreo mit Googles Sicherheitspatches von Mai 2018. Die mit dem Oneplus 2 in den Start gegangene Software hat sich in den letzten Jahren als eine der besten Android-Aufsätze entwickelt, die es auf dem Markt gibt – vor allem für Fans von Googles purem Android. Denn sie orientiert sich an der puren OS-Version, der Hersteller hat die Software aber an zahlreichen Stellen um sinnvolle Funktionen erweitert. Trotz der Anpassungen läuft das System, wie bereits erwähnt, absolut flüssig und schnell.

Bloatware ist auf den Oneplus 6 praktisch nicht vorhanden

Darüber hinaus gibt es keine überflüssigen oder doppelten Anwendungen – von Bloatware ganz zu schweigen. Der OxygenOS-Launcher ist zudem besser anpassbar als etwa der Pixel-Launcher, wobei eine bessere Rasterung der Apps auf dem Homescreen noch wünschenswert wäre. Ihr könnt zudem zur weiteren Individualisierung Icon-Packs installieren.

OxygenOS auf dem Oneplus 6. (Bild: t3n.de)

OxygenOS auf dem Oneplus 6. (Bild: t3n.de)

Der Shelf, der auf dem linken Homescreen untergebracht ist, bietet nur wenige sinnvolle Funktionen und sollte aus unserer Sicht auch optional gegen den Google-Feed ausgetauscht werden können.

Viele Neuerungen bietet OxygenOS nicht, allerdings hat Oneplus die seit einigen Monaten in der Betaphase befindliche Gestensteuerung in die finale OS-Version integriert. Standardmäßig sind zwar noch die Onscreen-Buttons aktiv, in den Einstellungen ist die neue Navigation schnell aktivierbar.

Die neue Gestensteuerung des Oneplus 6 ist gewöhnungsbedürftig

Die Gestensteuerung ist aus unserer Sicht etwas gewöhnungsbedürftig: So bringt uns ein mittiger Wisch von unten ins Display hinein aus jeder App zum Homescreen zurück. Die gleiche Geste auf der linken oder rechten Seite des Screen entspricht dem Zurück-Button. Ein Wisch von unten nach oben im Screen öffnet wiederum den App-Drawer. Wischt ihr ins Display hinein und halten den Finger eine Weile darauf, wird die Multitasking-Ansicht geöffnet. Hat man diese vielen, sehr ähnlichen Gesten verinnerlicht, funktioniert das Ganze recht zuverlässig. Googles Ansatz von Android P gefällt uns dennoch ein wenig besser, wenngleich der Zurück-Button ruhig noch gestrichen und gegen eine weitere Geste ersetzt werden könnte. Besitzer eines Oneplus 6 können sich übrigens sogar die Beta von Android P auf ihren Geräten installieren.

Neues Features: der Gaming-Modus. (Screenshot: t3n.de)

Eine weitere Neuerung der OxygenOS-Version ist der sogenannte Gaming-Modus: Mit diesem in den Einstellungen etwas versteckten Feature könnt ihr einerseits Benachrichtigungen aller Apps beim Spielen abstellen. Andererseits bietet der Modus auch eine Priorisierung der Bandbreite und der Prozessor-Auslastung der aktiven Anwendung.

Oneplus 6. (Foto: t3n.de)

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Fazit: Oneplus 6 wieder ein gelungenes Gerät zum guten Preis

Oneplus 6 in Silk White. (Foto: t3n.de)

Oneplus 6 in Silk White. (Foto: t3n.de)

Oneplus hat trotz eines stetig steigengen Preises abermals ein High-End-Smartphone auf den Markt gebracht, das mit einer Oberklasse-Verarbeitung, tollem Display und einem superschnellen System mit der 800-Euro-Konkurrenz in weiten Teilen locker mithalten kann und vor allem bei der flüssigen Software teils gar übertrumpft. Die Kamera ist im Vergleich leicht schwächer, dennoch sind mit ihr gute bis sehr Resultate zu erzielen.

Mattes Glas: Das Oneplus 6 in Midnight Black und Silk White sind echte Hingucker. (Foto: t3n.de)

Mattes Glas: Das Oneplus 6 in Midnight Black und Silk White sind echte Hingucker. (Foto: t3n.de)

Entsprechend ist es nicht leicht, für den veranschlagten Preis ab 519 Euro* ein vergleichbar gutes Smartphone zu finden. Sicherlich ist der Preis des Galaxy S9 auf unter 600 Euro gefallen. Nicht jeder aber kommt mit der Nutzeroberfläche des Branchenprimus zurecht. Für 600 Euro bekommt ihr bei Oneplus sogar ein Gerät mit 128 Gigabyte, falls erforderlich für 30 Euro mehr gar eines mit 256 Gigabyte Speicher. Einziger harter Konkurrent in der Liga dürfte das Honor 10 sein, das mit 399 Euro ganze 100 Euro günstiger ist. Das besitzt im Gegenzug aber wiederum Huaweis/Honors Nutzeroberfläche EMUI und Bloatware in Form zahlreicher vorinstallierter Apps und Games. Ob es besser als das Oneplus 6 ist, wird sich noch zeigen. Für Nutzer mit dem Anspruch eines schnellen und schnörkellosen Smartphones ist das Oneplus 6 eine sehr gute Wahl.

AusführungPreis (UVP)
Mirror Black 6+64GB519 Euro
Mirror Black 6+64GB519 Euro
Midnight Black 8+128 GB569 Euro
Midnight Black 8+256 GB629 Euro
Silk White 8+128 GB569 Euro

Pro: 

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sauschnelles System auf Pixel-Niveau
  • Tolles Display
  • Gute Akkulaufzeit
  • Gute Kamera

Kontra:

  • Kein Micro-SD-Slot
  • Kein Qi-Wireless
  • „Wasserresistent“ ohne IP-Zertifizierung

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Ein Kommentar
f_name l_name
f_name l_name

„mittlerweile hat das sechste Topmodell“

ähm, kleine anmerkung: habt ihr das die „t“-modelle 3t und 5t mitgezählt?
eigentlich sind es mit one, 2, 3, und 5 nur 4 modelle, vomn denen 2 als t-modelle „gepimpt“ auf denmarkt geworfen wurden. das entsprach aber eher einer modellpflege, denn echter neuentwicklungen…

Antworten

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