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Oneplus 7 Pro: Neues High-End-Smartphone mit 90-Hertz-Display und Triple-Cam ab sofort im Handel

Oneplus 7 Pro. (Foto: t3n)

Mit dem Oneplus 7 Pro hat das Startup Mitte Mai sein erstes Smartphone enthüllt, das jenseits der 600-Euro-Marke liegt. Das Gerät ist ab sofort im Handel – hier unsere ersten Eindrücke.

Oneplus hat seine neue 7-er-Familie am 14. Mai offiziell enthüllt. Das Oneplus 7 Pro stand dabei im Fokus, mit dem das Startup in die „Ultra-Premiumliga“ aufsteigen will. Der Preis liegt entsprechend jenseits des gewohnten Rahmens – dieser wird weiterhin mit dem ebenso angekündigten Oneplus 7 bedient. Wir vergleichen die neuen Modelle hinsichtlich ihrer Ausstattung und liefern erste Hands-on-Eindrücke vom Pro.

Oneplus hat mit dem Oneplus 7 Pro 5G eigentlich noch ein drittes Gerät vorgestellt, das bis auf Weiteres nur in Großbritannien bei EE und Finnland beim Netzbetreiber Elisa angeboten wird. Darauf gehen wir nur am Rande ein, da es sich lediglich geringfügig durch die 5G-Unterstützung vom Pro-Modell unterscheidet.

Oneplus 7 Pro kommt mit 6,67-Zoll-Display und 90 Hertz

Oneplus 7 Pro. (Foto: t3n)

Das Oneplus 7 Pro in Nebula Blue. (Foto: t3n)

Das neue Oneplus 7 Pro besitzt ein 6,67-Zoll-AMOLED-Display, das zusammen mit Samsung entwickelt wurde – laut Hersteller hat die Entwicklungsdauer zweieinhalb Jahre gedauert. Wie Samsungs aktuelles Galaxy S10 (Test) oder Huaweis P30 Pro (Test) ist der Bildschirm leicht um die Gehäuseseiten gebogen, zu versehentlichen Fehleingaben soll es trotzdem nicht kommen – hierfür habe man unter anderem eine verbesserte Handflächenerkennung entwickelt.

Der Bildschirm besitzt eine Auflösung von 3.120 x 1.440 Pixeln und eine Pixeldichte von 516 ppi – es ist damit das erste Gerät des Herstellers, das einen Bildschirm jenseits der Full-HD-Auflösung an Bord hat. Darüber hinaus hebt es sich durch eine besondere Eigenschaft aus der Masse ab, denn standardmäßig liefert es eine Bildwiederholrate von 90 Hertz, während die meisten Smartphones auf dem Markt nur 60 Hertz besitzen. Durch die höhere Rate könne unter anderem eine geringere Latenz bei der Interaktion erreicht werden – das System soll sich sich bei Eingaben flüssiger als mit 60 Hertz anfühlen. Ferner besitzt der Bildschirm HDR10+-Unterstützung, die „lebensechte Bilder“ ähnlich Dolby Vision reproduzieren soll.

Die 90-Hertz-Rate kommt aber lediglich im System und entsprechend unterstützten Apps zum Tragen – laut Oneplus gehören unter anderem Twitter und Instagram dazu. Andere Apps werden mit 60 Hertz wiedergegeben. Im ersten Eindruck fühlt sich die Interaktion mit dem Gerät außerordentlich direkt und flüssig an. Der Bildschirm liefert wie schon vorab von Displaymate attestiert eine sehr gute Qualität und Farbwiedergabe.

Oneplus 7 Pro. (Foto: t3n)

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Zur weiteren Ausstattung des Oneplus 7 Pro gehören wie bei einem 2019er Premium-Smartphone üblich Qualcomms Snapdragon 855 und die dazugehörigen Adreno-640-GPU und je nach Variante zwischen sechs bis zwölf Gigabyte RAM. Der nicht erweiterbare interne UFS-3.1-Speicher kommt in den Größen 128 und 256 Gigabyte. Ferner sind im 7 Pro und dem kleinen 7er Stereolautsprecher verbaut.

Der Bildschirm des Oneplus 7 ist mit 6,41 Zoll kleiner und löst mit Full-HD+ (2.340 x 1.080 Pixel und 402 ppi) auf. Wie das 6T  besitzt es eine Waterdrop-Notch, in der die Frontkamera untergebracht ist. Das 7er kann als ein Feature-Upgrade des 6T betrachtet werden. Wie im 7 Pro steckt Qualcomms Top-Chip und sechs bis acht Gigabyte RAM im Inneren.

Oneplus 7 Pro: Triple-Cam mit 3x-Zoom

Neben dem Display hat Oneplus bei seinem Pro-Modell die Kamera von Grund auf neu entwickelt. Der primäre Sensor der Triple-Cam mit Sonys IMX586-Sensor besitzt 48 Megapixel, optische als auch elektronische Bildstabilisierung und eine f/1,7-Blende. Per Pixelbinning ähnlich wie etwa bei Huaweis Kamerasystem wird das 48-Megapixel-Foto auf zwölf Megapixel zusammengerechnet, wodurch die Auflösung verringert und die Bildqualität erhöht wird.

Die Triple-Kamera des Oneplus 7 Pro. (Foto: t3n)

Die Triple-Kamera des Oneplus 7 Pro. (Foto: t3n)

Neben der Hauptkamera hat Oneplus zwei weitere Sensoren verbaut: Die Telefoto-Kamera kommt mit acht Megapixeln, f/2,4-Blende und bietet einen optischen Dreifach- und einen Hybrid-Zehnfach-Zoom. Sie unterstützt bei Porträtaufnahmen außerdem die Hauptkamera, um einen Unschärfeeffekt für den Hintergrund zu erzeugen. Die dritte Kamera besitzt ein 117-Grad-Ultraweitwinkelobjektiv, mit dem ein größerer Bildausschnitt aufgenommen werden kann. Videos kann die Kamera mit bis zu 4K und 30 fps aufnehmen.

Zum Vergleich: Im Oneplus 7 ist die gleiche 48-Megapixel-Hauptkamera verbaut. Sie wird jedoch nur von einer Telezoom-Kamera mit fünf Megapxieln für Bokehaufnahmen unterstützt – einen Dreifach-Zoom hat sie nicht. Ebenso wurde auf eine Weitwinkellinse verzichtet.

Die Pop-up-Kamera des Oneplus 7 Pro. (Foto: t3n)

Die Pop-up-Kamera des Oneplus 7 Pro. (Foto: t3n)

Bei der 16-Megapixel-Frontkamera mit f/2,0-Blende hat Oneplus sich etwas Besonderes ausgedacht, um die Frontseite ohne Notch und mit möglichst wenig Rahmen um den Bildschirm bauen zu können. Anstatt ein Loch ins Display zu stanzen, hat der Hersteller eine Pop-up-Kamera eingebaut, die bei Bedarf binnen 0,53 Sekunden aus- und wieder einfahren kann. Die Linse ist mit Saphirglas vor Kratzern geschützt, was aber womöglich nicht unbedingt nötig wäre, denn droht das Smartphone auf den Boden zu stürzen, fährt sich die Kamera binnen Millisekunden ein und ist geschützt.

Wer sich um eine kurze Lebensdauer des Mechanismus sorgt: Laut Oneplus könne die Kamera problemlos 300.000 Mal ein- und ausfahren. Anders formuliert: Sie könne über einen Zeitraum von 5,5 Jahren täglich 150 Mal ein- und ausgefahren werden, ohne einen Schaden zu nehmen.

Der in-Display-Fingerabdrucksensor des Oneplus 7 (Pro) ist schneller als andere Lösungen. (Foto: Oneplus)

Der in-Display-Fingerabdrucksensor des Oneplus 7 (Pro) ist schneller als andere Lösungen. (Foto: Oneplus)

Wie im Oneplus 6T (Test) steckt im 7 und 7 Pro ein In-Display-Fingerabdrucksensor, der zumindest im Pro-Modell weit schneller reagiert als die von uns bisher getesteten Lösungen von Samsung und Huawei. Ein Tap auf den Scanner und das Gerät ist binnen 0,21 Sekunden entriegelt – bei Huaweis P30 Pro und Samsungs S10 dauert es eindeutig länger. Als weitere biometrische Entsperrmethode hat Oneplus wie bei den Vorgängern eine 2D-Gesichtserkennung integriert, die weniger sicher als bei Apple oder Huaweis Mate 20 Pro ist. Zur Entriegelung fährt dabei jedes Mal die Pop-up-Kamera aus dem Gehäuse und ist genauso rasch wieder verschwunden und das Gerät entsperrt.

ModellOnePlus 7 ProOneplus 7Oneplus 6T
BetriebssystemOxygenOS basierend auf Android 9OxygenOS basierend auf Android 9OxygenOS basierend auf Android 9 Pie
Display6,67 Zoll AMOLED (3.120 x 1.440 Pixel; 516 ppi, 19.5:9 Seitenverhältnis)6,41 Zoll AMOLED (2.340 x 1.080 Pixel, 19.5:9 Seitenverhältnis)6,41 Zoll AMOLED (2.340 x 1.080 Pixel, 19.5:9 Seitenverhältnis, Gorilla-Glass 6)
ProzessorQualcomm Snapdragon 855, @ max. 2,84 GHz)Qualcomm Snapdragon 855, @ max. 2,84 GHzQualcomm Snapdragon 845, @ max. 2,8 GHz
Arbeitsspeicher6 GB/8 GB/12 GB LPDDR4X6 bzw. 8 GB LPDDR46 bzw. 8 GB LPDDR4
Interner Speicher128 GB/256 GB UFS 3.0128 GB/256 GB UFS 3.0128 GB und 256 GB UFS 2.1, nicht erweiterbar
HauptkameraTriple-Kamera mit 48 MP (Sony IMX586), f/1,6, OIS und EIS; Telefoto mit 8 MP & 3x-Zoom, f/2,4; 16 MP Ultraweitwinkel f/2,2, 117 Grad; Dual-LED-BlitzTriple-Kamera mit 48 MP (Sony IMX586), f/1,7, OIS und EIS; 5 MP Telefoto mit f/2,4Dual-Kamera mit 16 MP und 20 MP, Dual-LED-Blitz; 4K-Videos mit 30/60 fps
FrontkameraPop-up-Kamera mit 16 MP mit f/2.0 (Sony IMX471)16 MP mit f/2.0-Blende, (Sony IMX471)16 MP mit f/2.0-Blende, (Sony IMX 371)
Akkukapazität4.000 mAh (fest verbaut), „Warp Charge 30“ Schnellladelösung3.700 mAh (fest verbaut), „Fast Charge“ Schnellladelösung mit 5V und 4A3.700 mAh (fest verbaut), „Fast Charge“ Schnellladelösung mit 5V und 4A
Konnektivität2x2 MIMO, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2.4Ghz/5Ghz, Bluetooth 5.0, GPS, LTE, NFC2x2 MIMO, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2.4Ghz/5Ghz, Bluetooth 5.0, GPS, LTE, NFCWLAN 802.11 a/b/g/n/ac, 2x2 MIMO, Bluetooth 5.0, GPS, LTE, NFC
Abmessungen162,6 x 75,9 x 8,8 mm157,7 x 74,8 × 8,2 mm157,5 x 74,8 x 8,2 mm
Gewicht206 Gramm182 Gramm185 Gramm
FarbenMirror Gray, Nebula Blue, AlmondMirror GrayMidnight Black, Mirror Black
SonstigesDual-SIM, In-Display-Fingerabdrucksensor, USB-Typ-C (USB 3.1)Dual-SIM, Fingerabdrucksensor im Display, USB-Typ-C (USB 3.1)Dual-SIM, Fingerabdrucksensor im Display, USB-Typ-C (nur USB 2.0)
Preisab 709 bis 829 Euroab 559 bis 609 Euroab 549 Euro

Oneplus 7 Pro mit 4.000-Milliamperestunden-Akku und Warp Charge 30

Für eine lange Laufzeit soll der verbaute 4.000-Milliamperestunden-Akku sorgen, der per Warp Charge 30 rasend schnell wieder aufgeladen ist. Laut Oneplus kann die Ladetechnologie das Gerät in 20 Minuten auf 50 Prozent Akkuleistung pumpen. Im Oneplus 7 steckt ein 3.700-Milliamperestunden-Akku, der mit Fast Charging geladen werden kann.

Weitere Neuerungen sind ein verbesserter Vibrationsmotor, den sich die Community gewünscht hat, Flüssigkühlung, mit der das Gerät auch bei intensiver Nutzung kühl bleibt, und eine RAM-Boost-Funktion. Letztere analysiert euer Nutzungsverhalten und lädt Apps vor, um die Startzeit zu reduzieren.

Oneplus 7. (Bild: Oneplus)

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Software-seitig ist OxygenOS in Version 9.5 auf Android-9-Basis vorinstalliert. Die Software ist wie gehabt super flüssig und aufgeräumt. Eine neue Funktion ist der Zen-Modus, den ihr bewusst aktivieren müsst: Ist das erfolgt, wird das Smartphone für 20 Minuten komplett gesperrt. Nicht einmal ein Reboot umgeht die Sperre. Im Zen-Modus können lediglich Notrufe getätigt und angenommen sowie fotografiert werden, so Oneplus. Ein weiteres neues Feature ist ein Screenrecorder, mit dem ihr gleichzeitig den Inhalt eures Bildschirms und Audioaufnahmen durchführen könnt – etwa für Lets’s Plays oder ähnliches.

Oneplus 7 Pro und Oneplus 7: Preise, Farben, Verfügbarkeit

Die Farben des Oneplus 7 Pro
Das Oneplus 7 Pro in Almond. (Bild. Oneplus)

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Oneplus bietet seine neuen Modelle ab dem 21. Mai zum Verkauf an. Das Pro-Modell mit sechs Gigabyte RAM und 128 Gigabyte-Speicher schlägt mit 709 Euro zu Buche, die größte Version mit zwölf Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher kostet 829 Euro. Wer weniger ausgeben will, kann zum Oneplus 7 greifen, das ab 559 Euro kostet. Es ist in der Basisausstattung nur zehn Euro teurer als das 6T.

Das 7 Pro wird in den Farben Mirror Gray, Almond (Weiß) und Nebula Blue angeboten, das 7er kommt lediglich in Mirror Gray. Das weiße Modell erscheint erst im Juni.

OnePlus 7 Pro 6GB RAM, 128GB ROM Mirror Gray 709 € 21. Mai
OnePlus 7 Pro 8GB RAM, 256GB ROM Mirror Gray 759 € 21. Mai
OnePlus 7 Pro 8GB RAM, 256GB ROM Almond 759 € Juni
OnePlus 7 Pro 8GB RAM, 256GB ROM Nebula Blue 759 € 21. Mai
OnePlus 7 Pro 12GB RAM, 256GB ROM Nebula Blue 829 € 21. Mai
OnePlus 7 6GB RAM, 128GB ROM Mirror Gray 559 € Juni
OnePlus 7 8GB RAM, 256GB ROM Mirror Gray 609 € Juni

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Ein Kommentar
Kid
Kid

In der Datentabellen ist das OnePlus 7 mit Snapdragon 845 geführt, muss auf 855 verbessert werden

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