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Oneplus-Smartphones senden offenbar sensible Nutzerdaten an Hersteller

Oneplus 5. (Foto: t3n)

Smartphone-Hersteller Oneplus sammelt Berichten zufolge detaillierte Informationen über die Gewohnheiten seiner Nutzer.

Oneplus sammelt Nutzerdaten per Oxygen OS seit Monaten

Das Betriebssystem Oxygen OS erhebt persönliche Daten der Nutzer. Das beschrieb der britische Sicherheitsforscher Christoph Moore in seinem Blog-Beitrag bereits im Januar. Demnach überträgt das Betriebssystem Oxygen OS viele persönliche Daten an den Hersteller über eine gesicherte HTTPS-Verbindung. Zu diesen gehören Geräteseriennummer, IMEI-Nummer, Telefonnummern, MAC-Adressen und die Namen verbundener WLAN-Netze. Auch Angaben zu genutzten Apps und sogar zu in den Apps genutzten Funktionen – inklusive Zeitangaben – konnte Moore in den übertragenen Aufzeichnungen entdecken.

Da diese Angaben zusammen mit der Gerätenummer übertragen werden, lassen sich die Daten leicht einzelnen Personen zuordnen. Oneplus verkauft den größten Teil seiner Smartphones im Online-Direktvertrieb.

Das Oneplus 5 ist das aktuelle Topmodell des Unternehmens. (Foto: t3n)

Oneplus: Gesammelte Daten dienen zur Verbesserung der Software

Gegenüber den t3n.de erklärte Oneplus nun, die Daten würden zur Verbesserung der Software erhoben. Wer dies nicht wünscht, könne die Übertragung in den erweiterten Einstellungen unterbinden. Dazu muss nur die Option „Nehmen Sie an unserem Kundenzufriedenheitsprogramm teil“ abgeschaltet werden. Allgemeine Informationen zu Gerät und Nutzung werden allerdings noch über einen zweiten Datenstrom, den „Oneplus Device Manager“, übertragen, so Oneplus.

Wir übertragen zwei Streams mit Analysedaten via HTTPS-Verbindung an einen Amazon-Server (AWS). Der erste Stream enthält Nutzungsdaten, die wir sammeln, um unsere Software noch besser an das Nutzer-Verhalten anpassen zu können. Dieser Teil der Übertragung kann in den Systemeinstellungen unter >Erweitert > „Nehmen Sie an unserem Kundenzufriedenheitsprogramm teil“ deaktiviert werden. Der zweite Stream dient zur Sammlung von  Geräteinformationen, um besseren After-Sales-Support zu gewährleisten.

Dieser lasse sich von versierten Nutzern per ADB (Android-Debug-Bridge) deinstallieren, wie Twitter-Nutzer Jakub Czekański‏ bemerkt. Hierfür verbindet ihr euer Smartphone mit eurem Computer, der ADB installiert hat, stellt sicher, dass USB-Debugging aktiv ist, und gebt folgenden Befehl ein:

pm uninstall -k --user 0 net.oneplus.odm

Damit sollte der „Oneplus Device Manager“ entfernt sein und das Smartphone keine Daten mehr aussenden. Für diesen Schritt übernehmen wir keine Gewähr, da die Anwendung auch weitere Systemprozesse verwalten könnte.

Oneplus 5 in Bildern
Die Front des Oneplus 5 ist beinahe identisch mit der des Oneplus 3(T). (Foto: t3n)

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Mit dpa-Material.

Weiterführende Artikel zu Oneplus:

via www.androidpolice.com

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2 Kommentare
Guru
Guru

Gerne mehr Artikel zu so einem Verhalten von Herstellern!

Antworten
Kris
Kris

Naja, nichts besonderes. Macht so ziemlich jedes Smartphone, nur dass man vielleicht wählen kann, ob das Nutzungsverhalten getracked wird.
Allerdings sind „Geräteseriennummer, IMEI-Nummer, Telefonnummern, MAC-Adressen und die Namen verbundener WLAN-Netze“ wirklich nichts ungewöhnliches (allein die „Backup“-Lösungen von Google und Apple machen das direkt), zumal alles sicher ist. Man hätte den Artikel also auf zwei Sätze kürzen können, aber wäre ja kein allzu großer Skandal dann.

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