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Online-Handel: EU warnt vor automatischen Preisabsprachen

(Bild: kb-photodesign/shutterstock.com)

Nach einer zweijährigen Untersuchung der Verkaufspreise im Internet hat die EU-Kommission in ihrem Abschlussbericht vor automatischen Preisabsprachen beim Online-Handel gewarnt.

Online-Handel: Gefahr von Preisabsprachen

Dass Online-Händler die Preise der Konkurrenz mit Unterstützung von Algorithmen überwachen und die eigenen Preise automatisch entsprechend anpassen, im Mai 2015 gestarteten „Sektorenuntersuchung zum elektronischen Handel“ nahelegt.

Online-Handel: Algorithmen könnten laut EU Preisabsprachen befördern. (Foto: Shutterstock)

Intelligente Marktbeobachtung und Preisgestaltung seien nur schwer von kollusivem Verhalten zu unterscheiden, sagte Johannes Laitenberger, Generaldirektor in der Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission, am Mittwoch in Wien, wie der Standard berichtet. Fraglich sei etwa, wie bei Kartellermittlungen mit den Algorithmen umgegangen werden soll. EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager hatte zuvor gewarnt, dass Algorithmen den Wettbewerb behindern und Anbieter so vom Marktzugang abgeschnitten werden könnten. Für die Verbraucher würde das im Endeffekt höhere Preise bedeuten.

Ebenfalls problematisch ist laut EU-Kommission das Geoblocking. Das würden dem Bericht zufolge 40 Prozent der Online-Händler nutzen, um den Verkauf ihrer Waren in andere EU-Länder zu unterbinden. Verpflichtet dazu wären aber nur elf Prozent. Laitenberger sieht laut Standard-Bericht vor allem einseitige Geoblocking-Entscheidungen von marktbeherrschenden Unternehmen kritisch. Auch Absprachen wären dadurch möglich.

Online-Handel: Preisschwankungen unbemerkt

Interessant sind die Ergebnisse vor dem Hintergrund, dass laut einer aktuellen Studie des E-Commerce-Gütezeichens 40 Prozent der Online-Shopper noch nie etwas von den alltäglichen Preisschwankungen im Online-Handel bemerkt haben. Dabei würden viele E-Commerce-Anbieter unterschiedliche Preise je nach Wetter oder Tageszeit ansetzen – hierbei sind laut den Studienmachern Flug- und Hotelbuchungsplattformen führend. Personalisierte Preisbildung sei schwer nachweisbar, allerdings dürften viele Online-Shop-Betreiber derzeit damit experimentieren, wie es in einer Mitteilung heißt.

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