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Dieser Online-Kurs begeistert Studenten aus aller Welt

Barbara Oakley in einem Lehrvideo ihres Online-Kurses. (Screenshot: t3n.de)

E-Learning liegt seit Jahren im Trend. Ein kostenloser Online-Kurs der Lernplattform Coursera hat nun ein Millionenpublikum erreicht: Er erklärt, wie man richtig und effektiv lernt.

1,8 Millionen Studenten aus 200 Ländern – so viele Teilnehmer hat Barbara Oakley mit ihrem kostenlosen Online-Kurs „Learning How to Learn“ angeblich schon erreicht.

Auf der US-Lernplattform Coursera stellt die Ingenieur-Professorin verschiedene Lerntechniken vor und erklärt, wie man mit lästigen Marotten wie etwa dem Prokrastinieren richtig umgeht. Auch das Gedächtnistraining ist Teil des Lehrangebots. Unterstützt wird sie dabei von einem Neurowissenschaftler.

Online-Kurs setzt auf schräge Schaubilder

Im Gespräch mit der New York Times hat Oakley nun einige spannende Details zu ihrem Erfolgsrezept verraten. So setzt die Professorin von der Oakland University in ihren Lernvideos vor allem auf eine bildhafte Sprache. Statt ellenlanger Formeln oder komplizierter Diagramme werden die Techniken mit lustigen Schaubildern wie fliegenden Affen oder surfenden Zombies erklärt. In der Wissenschaft ist dieses Vorgehen unter der „Neural Reuse Theory“ bekannt, wonach Metaphern in denselben Hirnregionen verarbeitet werden wie etwa komplexe Zahlenketten.

Auf diese Weise, so verspricht die Dozentin auf ihrer Kursseite, sollen Studenten auch Dinge begreifen können, die ihnen als zu schwer erscheinen. Zum Beispiel Mathematik: „Viele Studenten zweifeln schnell an ihrer Intelligenz, wenn sie ein Thema nicht auf Anhieb verstehen. Aber in Wahrheit wissen sie nur nicht, wie ihr Gehirn funktioniert“, sagt Oakley. Die meisten ihrer Kursteilnehmer seien zwischen 25 und 44 Jahre alt und auf der Suche nach beruflichen Veränderungen.

Dozentin investierte nur 5.000 Dollar

Online-Kurse liegen deshalb seit Jahren im Trend. Auf Lernplattformen wie Udacity, Treehouse oder Udemy können sich Nutzer von zu Hause aus und für wenig Geld zu einem Thema ihrer Wahl fortbilden. Das Lehrangebot reicht von klassischen Sprachkursen über Programmierschulen bis hin zu Marketing- oder Design-Workshops. Als Abschluss winken sogenannte „Nanodegrees“, die besonders von Arbeitgebern in der Technologiebranche anerkannt werden.

Während Universitäten mehrere Millionen US-Dollar in den Aufbau eigener Online-Angebote stecken, hat Barbara Oakley einen vergleichsweise überschaubaren Betrag investiert: 5.000 US-Dollar soll das Equipment gekostet haben. Technische Vorkenntnisse besaß sie angeblich nicht. Mithilfe von Google-Anfragen brachte sich Oakley bei, wie man einen Greensceen aufbaut oder die Lichttechnik installiert. Die Videos produziert sie zusammen mit ihrem Ehemann im Wohnzimmer.

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4 Reaktionen
Sabine

eLearning hat auch Nachteile, je nach Mindset und wie stark man mit ADHS zu kämpfen hat. In der jeweiligen Lernumgebung gibt es ggf. viele Ablenkungen, z.B. daheim, wo alles andere rumliegt und dadurch ablenkt oder die Mitbewohner nerven. Ich finde, bei Präsenzveranstaltungen kann man besser fokussieren und auch besser mit den Dozenten interagieren. Am Ende ist vermutlich ein Mix die Lösung, wo sich jeder das raus suchen kann, was am besten für ihn passt.

Antworten
egal

Da ist wohl jemand vom Clickbait-Erfolg der Überschriften von "neueste.news" inspiriert worden.

Antworten
Christian Gerd

Ja, die Überschrift hat wenig bis gar nichts mit dem Textinhalt zu tun - eindeutig Clickbait. Auch ist es einer von den Beiträgen, dass es jeder schaffen kann, ohne dafür viel zu investieren. Die, die es nicht schaffen, haben dann wohl keinen ausreichenden Leidensdruck - ist doch so einfach, online erfolgreich zu werden... Naja, über irgendwas muss ja berichtet werden - vielleicht ist das jetzt einfach nur das Sommerloch(?).

Antworten
sourdog

Japp, Sommerloch.

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