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Online-Möbelhandel: Jährliches Umsatzwachstum von 14 Prozent erwartet

(Foto: dpa)

Einer Marktstudie zufolge sollen die Online-Umsätze der deutschen Möbelbranche bis 2020 jährlich um durchschnittlich 14 Prozent wachsen. Der stationäre Handel bleibt aber vorläufig das wichtigste Standbein der Branche.

Einer Kundenbefragung von 2017 zufolge bevorzugen mittlerweile fast 34 Prozent der Konsumenten den Möbelkauf im Internet. Am Umsatz gemessen bleibt die Branche hinter diesem Potenzial jedoch noch zurück. Immerhin: Die Umsätze im Online-Segment sollen laut einer Marktstudie von Pricewaterhouse Coopers zwischen 2016 und 2020 jährlich um durchschnittlich 14 Prozent ansteigen. Im selben Zeitraum steigt der Gesamtumsatz der deutschen Möbelbranche im Durchschnitt um nur 1,2 Prozent. Der Online-Anteil wächst also zusehends.

Die Entwicklung wird zunehmend auch Einfluss auf die Branchenstruktur des Möbeleinzelhandels haben. Dort dominieren nach wie vor überwiegend stationäre Händler. Ohne eine entsprechende Strategie werden sie jedoch in den kommenden Jahren Marktanteile an Omnichannel-Anbieter wie Ikea und reine Online-Händler wie Home24 verlieren.

Möbel online kaufen: Händler müssen Hemmnisse überwinden

Laut der PricewaterhouseCoopers-Studie bleiben die Distributions- und Retouren-Prozesse weiterhin große Hemmnisse für den Online-Verkauf von Möbeln. Hinzu kommt, dass viele Möbelhersteller nach wie vor erst auf Bestellung fertigen. Das widerspricht der Erwartungshaltung viele Online-Kunden, die mittlerweile an die sofortige Verfügbarkeit und schnelle Lieferung von Waren gewöhnt sind.

Außerdem schreckt es einen großen Anteil der potenziellen Käufer ab, die Möbel vor dem Kauf nur auf Fotos gesehen zu haben. Ist das der Fall, haben Omnichannel-Anbieter mit stationären Läden einen Vorteil gegenüber reinen Online-Anbietern. Mittelfristig könnte der Einsatz von Augmented-Reality-Anwendungen jedoch den Widerstand vieler Kunden gegenüber dem Online-Möbelkauf verringern.

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