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50 Prozent Umsatz durch Marktplätze: Deutscher Onlinehandel wächst

Onlinehandel in Deutschland wächst im zweiten Halbjahr um 11,9 Prozent. (Foto: ESB Professional/Shutterstock.com)

Onlinehandel in Deutschland wächst 2018, Marktplätze behalten ihre Vormachtstellung – und eine Warengruppe wächst überraschend hoch.

Der Onlinehandel wächst weiter und legt insgesamt mit einem Plus um 11,1 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 zu, so vermeldet es der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (Bevh). Der Großteil des Umsatzes wird weiterhin von Marktplätzen generiert.

Halbjahreszahlen 2018: Onlinehandel wächst um 11,1 Prozent

Im Rahmen der Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ werden von Januar bis Dezember eines Jahres 40.000 Privatpersonen ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen befragt. Jetzt hat der Auftraggeber Bevh die Ergebnisse für das erste Halbjahr vorgelegt:

So hat der Onlinehandel ein Wachstum von 11,1 Prozent vorzuweisen und für das komplette Jahr 2018 prognostiziert der Verband einen weiteren Zuwachs um 9,3 Prozent auf rund 63,9 Milliarden Euro.

Online-Marktplätze stellen rund die Hälfte des deutschen Umsatzes

Mit einem weiteren Wachstum von 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatz von rund 7,3 Milliarden Euro gegenüber zu rund 6,6 Milliarden Euro, inklusive Umsatzsteuer, stellen die Online-Marktplätze fast wieder die Hälfte der gesamten Umsätze.

Das zeigt erneut, welche Bedeutung Marktplätze für den Onlinehandel haben. Kunden und Händler kommen an den neuen Konzentrationspunkten des Handels nicht vorbei. Eine besondere Stellung nimmt dabei Amazon ein. Das US-Unternehmen stellt laut t3n-Hochrechnungen mittlerweile mit eigenen und Händlerumsätzen mehr als die Hälfte des deutschen E-Commerce-Umsatzes.

Größtes Wachstum in der Warengruppe Lebensmittel: 26,9 Prozent

Auch wenn den deutschen Kunden noch eine große Skepsis gegenüber dem Online-Einkauf von Lebensmitteln attestiert wird, ist diese Warengruppe im zurückliegenden Halbjahr am meisten gewachsen. Waren des täglichen Bedarfs werden immer öfter gekauft. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurden im zweiten Quartal 2018 Lebensmittel für 346 Millionen Euro gekauft. Das entspricht einem Wachstum von 26,9 Prozent.

Die angebliche Verbraucher-Skepsis sollte den Lebensmittelhandel nicht zu einer Ignoranz des Themas verleiten. Denn auch hier hat Amazon schon rund ein Viertel des deutschen Umsatzes für sich verbuchen können.

50 Prozent Umsatz durch Marktplätze: Deutscher Onlinehandel wächst.

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