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Onlinehandel: Grüne wollen die Vernichtung von Retouren verbieten

Viele zurückgeschickte Waren werden vernichtet - aber nur ein kleiner Anteil. (Bild: Cybrain / Shutterstock)

Zurückgeschickte Waren werden oft einfach vernichtet – wenn es nach Katrin Göring-Eckardt ginge, könnten sie stattdessen verschenkt werden.

Zurückgeschickte Waren zu vernichten, ist eine gängige Praxis im E-Commerce. Viele Retouren sind nach der Rücksendung einfach nicht mehr verkaufsfähig. Oft handele es sich aber auch um neuwertige Produkte, die höchstens einen Kratzer hätten, sagte die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt jetzt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deshalb will sie die Vernichtung von Retouren verbieten.

„Perversion der Wegwerfgesellschaft“

„Wir erleben eine Perversion der Wegwerfgesellschaft“, begründet Göring-Eckardt ihre Forderung. Sie schlug einen Drei-Punkte-Plan vor, um die Vernichtung von Retouren zu verhindern. Erstens müsse die Praxis verboten werden. Sollten Produkte tatsächlich nicht mehr verkauft werden können, sollten sie verschenkt werden, zum Beispiel über Sozialkaufhäuser. Außerdem müssten Rohstoffe der nicht mehr verwendbaren Produkte wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden.

Jedes sechste Paket geht zurück

Die Deutsche Presse-Agentur zitiert eine Studie von Wirtschaftswissenschaftlern der Universität Bamberg. Demnach schicken die Deutschen im Schnitt jedes sechste Paket zurück – bei Kleidung und Schuhen ist es sogar jedes zweite Paket.

Allerdings landet davon keinesfalls der Großteil im Müll, sondern nur vier Prozent der zurückgeschickten Produkte. Der Großteil wird ganz normal wieder verkauft, 13 Prozent der zurückgeschickten Produkte werden als B-Ware weiterverkauft.

Der Vorschlag von Göring-Eckardt, die Waren zu spenden, wird zum Teil bereits umgesetzt: Drei Prozent der zurückgeschickten Produkte wird an industrielle Verwerter verkauft oder an gemeinnützige Organisationen gespendet. Nach Angaben von Amazon hat das Unternehmen auf diese Weise seit 2013 an über eine halbe Million Menschen Spielzeug, Schuhe, Kleidung oder Drogerie-Artikel vom Unternehmen verschenkt.

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4 Kommentare
icu
icu

„vier Prozent“ das ist schon recht „oft“.
Ich bin für eine Obergrenze für Verbalemissionen von Polititmenschen.

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Dann geh doch mal mit gutem Beispiel voran und fang bei dir selbst an.

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Rudolf Berger
Rudolf Berger

die grünen kommunisten wollen wieder mal bestimmen was andere menschen mit ihrem hab und gut tun müssen. nach wohnungen enteignen nun der nächste angriff auf das privateigentum. demnächst schreiben sie dir nicht nur vor wohin du fliegen oder auf urlaub fahren darfst sondern auch was du kaufen darfst. und vor allem was du nicht darfst. weil darin sind die stark. nachdem cohnbendit bereits die wieder erstarkung der SED gefordert hat ist es nur mehr ein kleiner Schritt zurück zur DDR mit all seinen Segnungen. Danke liebe Grüne. Und der Großteil der deutschen Wähler findet das sogar noch gut.

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Wenn es um den Schutz des Planeten geht, verpflichtet Eigentum eben. Aber klar, man kann natürlich auch Altöl wieder im Wald entsorgen oder völlig unsachlich die DDR-Keule rausholen wenn einem keine Argumente einfallen. Übrigens dient die Rechtschreibung auf dem Niveau eines Erstklässlers nicht gerade der Unterfütterung des Vortrags.

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