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Onlinehandel wird internationaler – die Deutschen kaufen vor allem in China ein

Immer mehr Waren werden direkt aus China bestellt. (Bild: Cybrain / Shutterstock)

Der Onlinehandel wird immer internationaler. Wie eine aktuelle Studie zeigt, bestellen die Deutschen vor allem bei chinesischen und US-amerikanischen Händlern.

Trotz längerer Lieferzeiten sind laut dem neuen E-Shopper-Barometer vom Logistikunternehmen DPD Onlinebestellungen bei ausländischen Webshops beliebt. So beträgt der Anteil der Online-Einkäufe auf ausländischen Websites am gesamten deutschen Online-Einkaufsvolumen mittlerweile 16,6 Prozent. Insbesondere Onlinehändler aus China spielen dabei eine immer größere Rolle. (44 Prozent Anteil an ausländischen Online-Einkäufen, das ist ein Zuwachs von 33 Prozent gegenüber 2016).

(Grafik: DPD)

Das aktuelle E-Shopper-Barometer von DPD, für das über 24.000 Konsumenten in 22 Ländern (davon 1.550 in Deutschland) befragt wurden, belegt außerdem, dass die kundenfreundliche Auslieferung der Waren ein wichtiges Element der Shopping-Experience darstellt. 79 Prozent legen Wert darauf, welche Lieferoptionen ihr Webshop anbietet. Rund jeder Dritte bevorzugt dabei vor allem Shops mit kostenfreien Retouren (31 Prozent) und kostenfreiem Versand (29 Prozent). Mehr als zwei Dritteln (73 Prozent) ist es darüber hinaus wichtig, den genauen Zeitpunkt der Paketzustellung mit einem Zeitfenster von einer Stunde zu wissen.

Ausländische Retouren machen Onlinehandel kompliziert

Das Retourenthema ist gerade bei Auslandsbestellungen ein echtes Problem. Denn ungeachtet der rechtlichen Vorgaben ist es natürlich ein oft nicht vertretbarer Aufwand, eine unpassende Ware beispielsweise an einen China-Händler zurück zu schicken. Knapp jeder zweite deutsche E-Shopper (49 Prozent) hat schon mal auf einer ausländischen Website eingekauft, weil die gesuchten Produkte nicht in Deutschland erhältlich (55 Prozent) oder sie im Ausland zu einem weitaus günstigeren Preis zu haben sind (47 Prozent). Im Trend liegen dabei vor allem Shops aus China (44 Prozent), den USA (32 Prozent) und Großbritannien (29 Prozent). Im Warenkorb ausländischer Shop-Anbieter landen in erster Linie Produkte aus der Kategorie High Tech/Electronics (15 Prozent), gefolgt von DVD/CD/Video Games (14 Prozent) und Fashion (zwölf Prozent). Doch so richtig zufrieden scheinen die Kunden damit nicht zu sein: 39 Prozent der deutschen E-Shopper, die bereits einmal online im Ausland eingekauft haben, wollen darauf in Zukunft verzichten.

(Grafik: DPD)

Die Erkenntnisse rund um das Einkaufsverhalten der Deutschen decken sich mit anderen Studien dieser Art: Der Anteil an frischen Lebensmitteln wächst erst langsam an, der Zahl der Bücher, die online bestellt werden, sinkt dagegen etwas. Weiter steigend (und inzwischen bei 50 Prozent) ist der Anteil über mobile Endgeräte. Leider steigt auch der Anteil der mit der Ware unzufriedenen Kunden: Zwölf Prozent gaben an, ihren letzten Einkauf zurückgeschickt zu haben (neun Prozentpunkte mehr als im Jahr davor). Wenig erstaunlich angesichts der unterschiedlichen Erfahrungen mit Paketdienstleistern: 37 Prozent der deutschen Onlinekäufer würden gerne den Paketdienstleister selbst auswählen können, was aber selbst große Händler meist nicht anbieten. Mehr als zwei Drittel von ihnen (73 Prozent) ist es zudem besonders wichtig, den genauen Zeitpunkt der Paketzustellung zu wissen (1h-Zustellprognose).

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