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Digitale Gesellschaft

Open Source adé: Auswärtiges Amt wechselt zurück zu Windows

Nachdem das Auswärtige Amt 2001 begann, Server mit Linux auszustatten und seit 2005 auch Desktop-PCs mit Open Source Software nutzt, soll nun eine Kehrtwende zu proprietärer Software erfolgen. In der Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion bestätigt das Ministerium die Rückkehr zu Windows XP, beziehungsweise Windows 7, Office 2010 und Outlook. Im Serverbereich und in der Netzwerktechnik soll unterdessen weiterhin auf Open-Source Lösungen gesetzt werden.

Bundesregierung: Einsparungen durch Open Source konnten nicht realisiert werden

Die Bundesregierung erklärt ihren Sinneswandel damit, dass man es in der Praxis nicht erreicht habe, die Kosten durch die Nutzung von Open-Source-Software zu verringern. Zu hoch seien die erforderlichen Kosten für Anpassungen, Erweiterungen und notwendige Schulungen für Mitarbeiter ausgefallen. Benutzer klagten überdies angeblich über unbefriedigende Bedienbarkeit und mangelhaften Funktionsumfang. Außerdem habe man Kompatiblitätsprobleme mit anderen Bundesressorts gehabt.

Die Bundesregierung nennt keine konkreten Zahlen zu Ausgaben, erklärt aber, das Einsparungspotenzial, das man sich durch Open-Source-Lösungen erhofft hatte, habe „nur in geringem Umfang ausgeschöpft werden“ können. Auf Anfrage der SPD-Fraktion stellt die Bundesregierung dar, man erwarte aus der Umstellung auf proprietäre Systeme keine mittelbaren Kosten, sondern Effizienzgewinne.

Im Auswärtigen Amt wird nicht mehr auf Open Source gesetzt. Lediglich Serverinfrastruktur und Netzwerktechnik laufen weiterhin unter quelloffenen Anwendungen. (Foto von Chris1002x auf flickr.com. Lizenz: CC BY-ND 2.0)

SPD-Fraktion: Begründung zur Abkehr von Open Source nicht ausreichend

Henning Tillmann, Mitarbeiter des SPD-Abgeordneten Oliver Kaczmarek, Schriftführer der anfragenden SPD-Fraktion, erklärte gegenüber heise open: „Das Warum der Rückmigration auf Windows ist nicht einleuchtend [...] Wir wollen wissen, wie die genauen Zahlen aussehen“. Tillmann gibt weitergehend zu bedenken, man könne allein für die Kosten, die durch die Lizensierung von Windows und MS Office anfallen, zahlreiche Treiber programmieren.

Weiterführende Links zum Thema Open Source:

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5 Reaktionen
Arthur

Wie können die zu Windows wechseln, wenn ohnehin 90 Prozent der Mitarbeiter beim Dualboot Windows XP ausgewählt haben? Auf den Servern wird weiterhin Linux verwendet.

Fazit: Es ist kein erneuter Wechsel des Betriebssystems an den Arbeitsplätzen, sondern ein gescheiterter Versuch einer Migration!

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Lukas

Warum nicht gleich OSX statt Windows? Da klappt das Anschließen des iPads sicherlich noch besser als bei Windows.

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Pascal

Wenn die Distributionen so vermurkst sind wie Ubuntu, ist es doch kein Wunder..

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manuel

So lange in den Privathaushalten kein Umdenken hin zu freien Alternativen wie Ubuntu, o.ä. stattfindet wird es immer schwierig bleiben das am Arbeitsplatz zu realisieren, oder? Ich höre förmlich das Genöle: "Toll, an meinem Arbeitsplatz zu Hause geht das alles viel besser!" Dabei ist es wohl eher eine Frage der Gewohnheit.

Ich bin jedenfalls froh Ubuntuuser zu sein und auch überzeugt davon, dass das System für den gewöhnlichen Privatanwender bestens geeignet ist.

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Traumspinner

solche Schwachmaten, war ja darmals schon klar das dies sich erst nach Jahrzehnten rechnen wird wenn man da leute umschulen muss usw... jetzt wo sichs rechnen würden stellen die wieder um auf microsoft, stinkt sehr danach das sie stress von einer Lobby bekommen haben. Der staat muss Microsoft am laufen halten, weil die sauer sind das sie im Mobielfunkt markt einfahc nicht zum schuss kommen...

warum hat da der Bürger nix mitzureden, und was soll die frechheit das sie gar keine Zahlen veröffentlichen ?? und irgendwelche anwender regen sich eh immer auf , das kann man bald mal sagen :D

die beweisen doch wieder nur das sie nur Marionetten einer Korrupten Wirtschaft sind ! :(

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