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Deutschland bekommt eine Agentur für Innovation

Rafael Laguna de la Vera und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (Foto: BMBF/Hans-Joachim Rickel)

Rafael Laguna de la Vera wird Gründungsdirektor der neuen Agentur für Sprunginnovationen. Er sieht den Job als Fortsetzung seiner Mission.

In Deutschland sollen mehr Innovationen erdacht und umgesetzt werden – dafür soll die neue Agentur für Sprunginnovationen sorgen. Der Open-Source-Unternehmer Rafael Laguna de la Vera wird Gründungsdirektor der Agentur, wie Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Mittwoch bekanntgaben.

Innovationen made in Germany

„Die Agentur soll bahnbrechenden Innovationen ‚made in Germany‘ zum Durchbruch verhelfen“, heißt es in der Mitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Diese Innovationen sollten vor allem auch direkt in Deutschland auf den Markt gebracht werden. „Das sichert unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit sowie Arbeitsplätze in Deutschland“, sagte Altmaier demnach.

„Die Aufgabe, eine solche Agentur zu schaffen, ist ungemein vielversprechend und reizvoll, und für mich persönlich die konsequente Fortsetzung meiner Mission, europäisch-humanistisch geprägte, wirtschaftsnahe Innovation zu schaffen“, sagte Rafael Laguna de la Vera laut Mitteilung. Er selbst ist Mitgründer und CEO der Open-Xchange-AG, die mit über 260 Mitarbeitern E-Mail- und Produktivitäts-Software für Unternehmen und Privatanwender entwickelt. Sein erstes Software-Unternehmen hat er mit 16 Jahren gegründet.

Wie der Tagesspiegel berichtet, war Laguna de la Vera selbst Mitglied der Gründungskommission, die ihn einvernehmlich als Direktor empfohlen hat – er habe sich bei der Abstimmung aber enthalten.

Als Chef der Agentur für Sprunginnovationen soll er künftig dafür sorgen, dass Deutschland im globalen Wettbewerb um marktverändernde Innovationen aufholt. Gegenüber den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) forderte er auch in der Verwaltung mehr Open Source. In einem Gastartikel für t3n nennt er Transparenz und offenen Quellcode als Lösungen, mithilfe derer Europa sich gegenüber internationalen Konzernen wieder behaupten könnte.

Innovations-Scouting

Der genaue Arbeitsplan der Agentur muss erst noch aufgestellt werden. Zu den Aufgaben soll zum Beispiel Innovations-Scouting gehören. Durch Wettbewerbe und andere Formate sollen demnach neue Potenziale und Protagonisten sichtbar werden.

Die Agentur hat eine Laufzeit von zehn Jahren und soll dafür rund eine Milliarde Euro bekommen. Nach der Sommerpause soll sie in das Handelsregister eingetragen werden und offiziell mit der Arbeit beginnen. Die Entscheidung für einen Standort ist noch nicht gefallen – der neue Gründungsdirektor soll dabei mitentscheiden. Nach Informationen der PNN sind aktuell Berlin und Potsdam im Gespräch.

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