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Cloud-Architektur Openstack im Unternehmen: Mehr Mut zu Open Source!

Cloud-Infrastruktur Openstack auf Opensource-Basis, Managed Cloud von plusserver

(Foto: Shutterstock/Ollyy)

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Openstack setzt sich in Unternehmen immer weiter durch. Nicht ohne Grund: Denn das freie Cloud-Betriebssystem bietet viele Vorzüge und kann einige der gängigen Bedenken gegenüber Open-Source-Lösungen ausräumen.

Open-Source-Lösungen in geschäftskritischen Bereichen einsetzen? Vor ein paar Jahren wäre das für viele Unternehmen noch undenkbar gewesen – jetzt ist es nicht mehr ungewöhnlich. Immer öfter kommt auch die freie Cloud-Architektur Openstack zum Einsatz. Trotzdem – eine gewisse Restskepsis bleibt und so mancher Entscheider fragt sich, ob das wirklich eine gute Idee ist oder ob man nicht doch lieber auf proprietäre, kommerzielle Software setzen sollte.

Openstack kurz vorgestellt

Openstack ist ein Cloud-Management-Framework, das als Infrastruktur für Public, Private und Hybrid Clouds eingesetzt werden kann.

Rackspace und Anso Labs/die Nasa haben das Softwareprojekt 2010 auf den Weg gebracht, seitdem hat es rapide an Zuspruch gewonnen und gilt inzwischen als das Cloud-Betriebssystem. Die aktuelle Version, Stein, ist bereits die 19. und wurde am 10. April 2019 veröffentlicht. Entwickelt wird Openstack in Python.

Um das Framework herum hat sich mit der Openstack Foundation eine Community gebildet, die mittlerweile 82.000 Mitglieder aus 187 Ländern und zahlreiche Unternehmens-Partner und Sponsoren zählt. Darunter zum Beispiel Huawei, Intel, die Deutsche Telekom, Lenovo, SAP und Cisco.

Wie Unternehmen von Openstack profitieren

Immer mehr Unternehmen setzen Openstack ein. Das hat im Kern fünf Gründe:

  • Flexibilität: Offene Technologien wie Openstack bieten ein hohes Maß an Interoperationalität. Dank standardisierter, gut dokumentierter Schnittstellen lassen sich zahlreiche Anwendungen ein- und bestehende Systeme anbinden. Auch bei der Wahl der Hardware haben Unternehmen, die Openstack nutzen, relativ freie Hand. Die Flexibilität von Openstack wird auch durch die modulare Struktur begünstigt.
  • Die hohe technologische Flexibilität geht auch mit einem hohen Maß an Freiheit bei der Anbieter- und Partnerwahl einher. Vor einem Vendor-Lock-in müssen Openstack-User also keine Angst haben.
  • Community als Innovationsbooster: Über die große Community haben Nutzer die Möglichkeit, an der Weiterentwicklung von Openstack mitzuwirken und neue Funktionalitäten auf den Weg zu bringen. Synergieeffekte werden genutzt und Innovationspotenziale gehoben. Unternehmen bleibt dabei selbst überlassen, wie stark sie sich einbringen wollen.
  • Kostenersparnis: Wer Openstack nutzen will, hat die Wahl zwischen freien, budgetschonenden Versionen und gebührenpflichtigen Lizenzen, die mit entsprechenden Mehrleistungen – etwa erhöhter Stabilität und besserem Support – verbunden sind.
  • Openstack ist hochgradig skalierbar, sofern alle eingebundenen Komponenten optimal konfiguriert sind. Gerade für stark wachsende Unternehmen oder wenn regelmäßig starke Lastschwankungen auftreten, ist das ein wichtiger Aspekt. Ein gutes Beispiel ist hier der Fall von Douglas: Der Kosmetik-Einzelhändler möchte seinen Kunden auch bei höherem Besucheraufkommen ein einwandfreies Online-Einkaufserlebnis zu bieten – sei es vor Weihnachten oder bei Rabattaktionen. Außerdem ist weiteres Wachstum im Online-Bereich wahrscheinlich, was eine flexible Skalierbarkeit der Shop-Umgebung erforderlich macht. Um diese und weitere Anforderungen realisieren zu können, hat Douglas sich PlusServer als Managed-Cloud-Provider ins Boot geholt. In enger Zusammenarbeit mit dem Beautyunternehmen hat PlusServer dann eine flexible Cloud-Infrastruktur auf Basis von Openstack entwickelt und die Migration des bestehenden Online-Shops in die neue Umgebung gemanagt. Mehr dazu erfährst du in der Case-Study, die du am Ende des Artikels anfordern kannst!

Was Unternehmen zögern lässt (und warum das nicht nötig ist)

  • Sicherheit: Die Frage, ob hinterlegte Daten sicher sind, treibt manchen um. Denn dass der Quellcode öffentlich einsehbar ist, scheint auf den ersten Blick wie eine Einladung zur Manipulation. Sicherheitsrelevante Bugs kann grundsätzlich jeder finden. Darin liegt gleichzeitig aber auch ein großer Vorteil: Der Quellcode wird sehr regelmäßig von den vielen Community-Mitgliedern geprüft, wodurch Schwachstellen sehr schnell auffallen und ausgebessert werden können. Ein Viele-Augen-Prinzip sozusagen. Openstack setzt außerdem ein eigenes Sicherheitsprojekt und einzelprojektbezogene Sicherheitsexperten ein. Openstack-Entwicklern werden auch diverse Werkzeuge, etwa zur Untersuchung von Quellcode, an die Hand gegeben.
  • Zukunftssicherheit: Eine Open-Source-Lösung lebt von ihrer Community – schläft diese ein, geht dem Projekt langsam aber sicher die Luft aus. Handelt es sich um ein privates Spaßprojekt, ist das vielleicht nicht ganz so dramatisch. Im Business-Kontext sieht das leider anders aus. Allerdings: Auch Anbieter proprietärer Software stellen die Weiterentwicklung und den Support von Projekten gelegentlich ein oder gehen pleite. Und auch wenn es so etwas wie einen sicheren „Too big to fail“-Mechanismus bei Technologien nicht gibt – Openstack wächst seit Jahren und hat inzwischen eine Community-Größe erreicht, die ein plötzliches Ende mehr als unwahrscheinlich erscheinen lässt. Für die Annahme, dass Openstack auch zukünftig Bestand haben wird, spricht auch, dass große Player wie Redhat oder Mirantis auf das Framework setzen.
  • Zuverlässigkeit: Open-Source-Projekte geben in aller Regel keine Garantien. Was also, wenn es mal zu Ausfällen kommt und die Infrastruktur nicht verfügbar ist? Wer davor Angst hat, sollte sich unbedingt einen Managed-Cloud-Anbieter ins Boot holen und gründlich planen.
  • Support und Komplexität: Support gibt es in Open-Source-Projekten eigentlich nur von anderen Community-Mitgliedern. Gerade für jemanden, der selbst nicht allzu tief im Thema ist und nicht alle technischen Details kennt, kann das ein Problem darstellen. Manchmal ist es ja schon eine Herausforderung, die richtigen Fragen zu stellen. Die Openstack-Infrastruktur ist durchaus komplex und nicht jede Firma hat die (personellen) Ressourcen, sich in die Feinheiten hineinzufuchsen. Auch hier können sich Unternehmen aber externe Unterstützung holen und auf die Expertise und den Service von Managed-Cloud-Anbietern zurückgreifen.
Cloud-Infrastruktur Openstack

Auch Douglas setzt inzwischen auf Openstack – mit einer Managed-Cloud-Lösung von PlusServer. (Grafik: PlusServer)

Openstack in der Praxis

Du willst dir ein genaueres Bild verschaffen und suchst nach Fallbeispielen aus der Praxis? PlusServer hat für das Beauty-Unternehmen Douglas eine Cloud-Infrastruktur auf Basis von Openstack entwickelt und die wichtigsten Schritte und Ergebnisse der Zusammenarbeit in einer Case-Study zusammengefasst. Schau doch mal rein!