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Der Nächste, bitte: Oppo will angeblich eigene Smartphone-Chips entwickeln

Der chinesische Smartphone-Hersteller Oppo aus dem BBK-Konzern soll bereits seit zwei Jahren an eigenen High-End-Chips für Flaggschiff-Smartphones arbeiten. Qualcomm und Mediatek kann das nicht gefallen.

1 Min. Lesezeit
Oppo Find x3 Pro in Schwarz und Weiß. (Bild: Oppo)

Wie das englischsprachige Asien-Magazin Nikkei aus dem Umfeld des Unternehmens erfahren haben will, arbeitet Oppo mit Nachdruck an eigenen SoC (System-on-a-Chip) auf Flaggschiff-Niveau. Nikkeis Quellen behaupten, schon 2023 oder 2024 könnten erste High-End-Geräte mit Chips aus eigener Entwicklung auf den Markt kommen. Seit 2019 soll Oppo weltweit Personal für die neue Chipsparte rekrutieren.

Oppo rekrutiert seit 2 Jahren Personal für die Chipentwicklung

Dabei soll Oppo die Chips beim weltgrößten Chipfertiger TSMC in Taiwan herstellen lassen – konkret mit deren neuer Drei-Nanometer-Prozesstechnologie. Sollte sich die Berichterstattung bewahrheiten, würde sich mit Oppo ein weiterer großer Smartphone-Hersteller von Qualcomm und Mediatek abwenden. Oppo wäre in illustrer Gesellschaft. Erst gestern hat Google das Pixel 6 und 6 Pro vorgestellt. Sie laufen mit dem hauseigenen Tensor-SoC. Auch Apple und Samsung entwickeln ihre eigenen Smartphone-Chips. Huawei gehört sogar zu den Chipentwickler-Urgesteinen, wird aber von US-Sanktionen so schwer getroffen, dass es kaum noch eine Rolle spielt.

Bislang setzt Oppo auf Chips von Qualcomm und Mediatek. Alternativen sind rar, seitdem die USA gegen Huawei vorgehen. Bis zu diesem Zeitpunkt galt der Kirin-SoC aus Huaweis Hisilicon-Sparte als durchaus wettbewerbsfähig – auch auf Flaggschiff-Niveau. Oppo ist laut IDC der viertgrößte Smartphone-Hersteller der Welt, und da das Unternehmen im Verbund mit seinem Eigner BBK gemeinsame Lieferketten mit Vivo, Realme und Oneplus hat, könnten von Oppo entwickelte Chips schnell ihren Weg in Telefone verschiedener Marken finden.

Qualcomm zeigt Nerven

Vor einigen Tagen hatte Qualcomm auf Twitter Nerven gezeigt und getweetet, man habe sich entschieden, einen eigenen SoC zu entwickeln, statt einen aus der Snapdragon-Reihe zu verwenden. In der Tat kann es für Qualcomm eng werden, wenn sich mehr und mehr Hersteller vom Snapdragon abwenden.

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Vorerst wird dem US-Chipentwickler wohl Xiaomi erhalten bleiben. Xiaomi hatte zwar 2017 einen Low-End-SoC namens Surge S1 für sein günstiges Mi 5C entwickelt, seither aber nur noch in der Entwicklung von Bildsignalprozessoren von sich reden gemacht.

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