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Oracle 18c: Neue Datenbank soll Sicherheitslücken automatisch beheben

Larry Ellison von Oracle greift mit einem neuen Produkt Amazon an. (Foto: drserg / Shutterstock.com)

Oracle bringt ein neues Sicherheitsprodukt auf den Markt: eine automatisierte Datenbank, die Fehler selbst findet und schließt. Mit dem Feature greift das Softwareunternehmen auch Amazon an.

Mit Hilfe von maschinellem Lernen will Oracle Sicherheitslücken automatisiert bekämpfen. Die neue Datenbank Oracle 18c soll sich selbst von Fehlern befreien können, ohne dass sie dafür offline gehen muss. Das kündigte Mitgründer Larry Ellison am Sonntag auf der Entwicklerkonferenz des Software- und Hardware-Unternehmens an. Weitere Sicherheitsfeatures sollen schon bald kommen.

Oracle setzt auf Machine Learning

Die neue Software des Unternehmens soll auf eine Fülle von Protokolldaten zurückgreifen können, um die Datenbank automatisiert zu sichern. Machine Learning soll dabei helfen, sie durch Caching, Indizierung und andere Techniken zu optimieren. Wenn jemand sich mit gestohlenen Daten in einem System einloggen will, soll Oracle 18c auch das verhindern können. Zudem soll die Software selbst steuern können, wie viel Rechen- und Speicherplatz sie benötigt. Das Produkt ist trotz der automatisierten Fehlerfindung aber auch individuell steuerbar. Administratoren können etwa Richtlinien festlegen, denen Oracle 18c folgen soll.

„Wir müssen unsere Schutzmaßnahmen im Netz automatisieren“, sagte Oracle-Chef Ellison. Das müsse funktionieren, ohne dass die Datenbank vom Netz genommen oder heruntergefahren werde. Seine einfache Formel: „Wenn du jegliche menschliche Einmischung eliminierst, eliminierst du auch jegliche menschlichen Fehler.“ Oracle 18c soll im Dezember 2017 erscheinen. Die Software soll sowohl in der Infrastruktur von Oracle laufen als auch in privaten Rechenzentren mit eigener Infrastruktur. Auch in der Oracle-Cloud soll sie verfügbar sein.

Wie Oracle Amazon angreifen will

 „Das schreiben wir euch in eure Verträge.“

Auf der Entwicklerkonferenz stellte Ellison aber nicht nur das neue Produkt vor, sondern griff gleichzeitig den Konkurrenten Amazon scharf an. Der Cloudgigant bietet mit Redshift eine ähnliche Lösung an. Doch die könne eben nicht automatisiert Rechenplatz hinzufügen oder frei machen, betonte der Oracle-Chef. Auch beim Preis machte er eine Kampfansage: Er werde bei der Hälfte dessen liegen, was Amazon verlange. Ellison: „Das schreiben wir euch in eure Verträge.“

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