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Oracle: Software-Konzern soll Frauen deutlich schlechter bezahlt haben als Männer

In einer Sammelklage wird Oracle eine diskriminierende Gehaltspraxis vorgeworfen. (Foto: Shutterstock)

Das Jahresgehalt tausender Mitarbeiterinnen bei Oracle lag mehr als 13.000 US-Dollar unter dem von männlichen Kollegen in vergleichbaren Positionen. Der Fall zeigt, dass geschlechtsspezifische Lohnunterschiede auch in der Tech-Branche ein Problem sind.

Tausende Frauen erhielten bei Oracle deutlich weniger Gehalt als ihre männliche Kollegen. Das geht aus einer Gehaltsanalyse hervor, die jetzt im Rahmen einer Sammelklage vorgelegt wurde. In der Klageschrift werden Oracle mehrere Verstöße gegen das kalifornische Arbeitsrecht vorgeworfen. Das Gutachten stammt von dem US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler David Neumark. Das Ergebnis: Unter Berücksichtigung von Karrierestufe, Leistungsbeurteilung, Bürostandort, Dauer der Betriebszugehörigkeit und Berufserfahrung verdienten die Frauen eindeutig weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Schnitt sollen die Betroffenen ein um mehr als 13.000 Dollar geringeres Jahresgehalt erhalten haben.

Laut Neumark soll die Ungleichheit vor allem daher rühren, dass Oracle bei einigen Einstellungen das Gehalt an dem vorherigen Gehalt der Bewerberinnen und Bewerber orientierte. Oracle stoppte diese Praxis im Oktober 2017, nachdem es ein neues Gesetz Firmen in Kalifornien untersagte, Bewerberinnen und Bewerber nach ihrem bisherigen Gehalt zu befragen. Die Kläger argumentieren jedoch, dass Oracle schon vor diesem Zeitpunkt rechtlich verpflichtet gewesen wäre, gegen die daraus resultierenden geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede vorzugehen. Anfang Januar 2019 hatte Oracle eine Abweisung der Klage gefordert, war damit jedoch gescheitert.

Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede: Frauen wurden vor allem bei Bonuszahlunghen benachteiligt

Wie Wired berichtet, machte sich die Diskrepanz vor allem bei den Bonuszahlungen und Aktienanteilen bemerkbar. Das Basisgehalt lag zwar im Schnitt nur 3,8 Prozent unter dem der männlichen Mitarbeiter, die vereinbarten Bonuszahlungen waren jedoch um 13,2 Prozent geringer. Bei den als Teil des Arbeitsvertrages zugestandenen Aktien erhielten die Mitarbeiterinnen sogar 33,1 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

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