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Dumm gelaufen? Dieses Angebot von Jeff Bezos schlug der Otto-Chef aus

Michael Otto. (Foto: dpa)

Es gibt Angebote, die kommen nie wieder und man ärgert sich hinterher, dass man sie ausgeschlagen hat. So hätte Otto-Chef um die Jahrtausendwende bei Amazon einsteigen können.

Otto-Chef Michael Otto hat um die Jahrtausendwende ein Angebot von Amazon-Chef Jeff Bezos ausgeschlagen. Dieser habe ihm im Jahr 2000 angeboten, mit 100 Millionen US-Dollar in das damals noch junge Unternehmen einzusteigen. Welche Rolle Amazon einmal spielen würde, konnte man freilich damals noch nicht absehen – in Deutschland bestand das Angebot damals noch hauptsächlich aus Büchern, Tonträgern und Filmen auf DVD. „Als Geldanlage hätte ich das im Nachhinein sicher machen sollen“, erklärt Otto im Interview mit der Welt am Sonntag.

Schaut man sich die Kurse an, hätte ihm sein Investment – je nachdem, wann im Jahr 2000 er eingestiegen wäre – allerdings erst einmal wenig Freude bereitet: Im Jahr 2000 schrumpfte der Kurs von rund 80 Dollar auf 18 Dollar zusammen. Und es folgten noch einige weitere Jahre, in denen zweistellige prozentuale Verluste nichts Ungewöhnliches waren. Wäre Otto 2000 bei Amazon eingestiegen, hätte er heute allerdings dennoch mindestens das rund 15- bis 20-fache seines Investments (im besten Fall sogar mehr als das 60-fache).

Michael Otto: Schon in den 80ern im Silicon Valley

Doch erfolglos blieb auch Otto selbst nicht – und fühlt sich mit seiner Strategie der Digitalisierung offenbar ganz wohl. Er, der bereits in den 80er Jahren als Vorstandschef der Otto-Gruppe regelmäßig das Silicon Valley besucht hat, sieht zwar ein, dass er auch in Deutschland Amazon nicht überholen wird. Otto sieht jedoch ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Riesen aus Seattle: „Amazon ist eher technisch, maskulin, wir sind modischer ausgerichtet, femininer – und serviceorientierter“, erklärt Michael Otto. Jede zweite Waschmaschine, die in Deutschland verkauft werde, komme von Otto. Und man sei als Gruppe immer noch Deutschlands größter Textileinzelhändler.

Am Rande des Interviews für die Welt am Sonntag sprach Michael Otto auch über seine mögliche Nachfolge. Sein Sohn Benjamin Otto „ist sehr engagiert und befasst sich als gestaltender Gesellschafter mit der digitalen Strategie und dem Wandel unserer Unternehmen.“ Er werde daher irgendwann den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen, erklärte Michael Otto. Einen geeigneten Zeitpunkt hierfür habe man aber noch nicht.

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