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Otto Group: E-Commerce-Umsatz wächst weltweit auf knapp sieben Milliarden Euro

Otto Group wächst um 10 Prozent. (Foto: Otto Group)

Die Otto Group erwirtschaftete fünf Milliarden Euro. Und ein Chief Digital Officer soll für weiteren Umsatz sorgen.

Es sieht gut aus für die Otto Group – deren bekanntester Webschop otto.de Platz zwei der Platzhirsche im Internethandel ist. Im deutschen Online-Geschäft setzte die Otto Group mit ihren weltweit über 120 Webshops knapp fünf Milliarden Euro um. Der Umsatz legte damit von 4,47 auf knapp fünf Milliarden Euro um fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Zum Vergleich: Konkurrent Zalando erwirtschaftete 2016 (Netto-)Umsätze in Höhe von 3,6 Milliarden Euro – nach vorläufigen Zahlen eine Steigerung um 675 Millionen.

Auch international war die Otto Group erfolgreich: Im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 wird sich der Online-Händler nach ersten Schätzungen von 6,34 auf knapp sieben Milliarden Euro Umsatz steigern können. Das entspricht einem Plus von knapp zehn Prozent oder 615 Millionen Euro. Mit diesem Ergebnis dürfte die Otto Group ihre Position unter den Top 5 der weltweit größten E-Commerce-Player und als Nummer 2 in Deutschland gut behaupten.

Otto Group setzt auf Digitalisierung

„Wir sind mit dieser Umsatzdynamik zufrieden“, sagt Rainer Hillebrand, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und für Konzernstrategie, E-Commerce und Business Intelligence zuständiger Vorstand der Otto Group: „In zahlreichen Konzernunternehmen verzeichnen wir ein hohes zweistelliges Wachstum und haben die digitale Transformation bereits sehr gut umgesetzt, in anderen Gesellschaften müssen wir noch weiter daran arbeiten.“

Strategisch ist Otto als Multi-Store-Anbieter mit 120 Webshops aufgestellt. Dabei ist die Hauptwebsite otto.de umgeben von einer Reihe kleiner Nischen-Händler. Diese sollen weitere Kunden anlocken, die nie bei Otto.de bestellen würden. An den Spezial-Shops Schlafwelt.de, Cnouch.de für Sofas, Ekinova.de für Küchengeräte oder auch Naturloft.de für Landhausmöbel hält die Otto Group daher fest. Doch nicht alle Spezial-Shops scheinen die Erwartungen des Unternehmens zu erfüllen.  Den Teppich- und Gardinen-Shop Teppstore.de hat der Konzern nach 15 Monaten eingestellt.

Und so schaut die Otto Gruppe konsequent nach vorn: Nicht rentable Objekte abstoßen, in Technik investieren: Die Otto Group hat insbesondere im vergangenen Geschäftsjahr zahlreiche technologische und kundenorientierte Initiativen sowie grundlegende Prozesse wie den #Kulturwandel 4.0 gestartet. Damit will die Unternehmensgruppe in den kommenden Jahren gerade im E-Commerce und in den handelsnahen Dienstleistungen eine erhebliche Dynamisierung erreichen. Zu den Initiativen gehören die Gründung der Otto Group Digital Solutions, die Etablierung eines Mobile Labs, die konsequente Pilotierung neuer Technologie-Trends, wie etwa in den Bereichen Personalisierung und Conversational Commerce, sowie nicht zuletzt mit der Berufung des erfahrenen Digital-Experten Sebastian Klauke als Chief Digital Officer für den Konzern.

Limango ebenfalls auf Wachstumskurs

Limango, der Privat-Shopping-Club für Familien, der seit 2009 ebenfalls zur Otto Group gehört, hat heute seine Zahlen vorgelegt. Limango konnte seinen Marktanteil ausbauen und seinen Umsatz von 129 Millionen Euro im Vorjahr auf über 152 Millionen Euro steigern. Nach Deutschland, Polen und den Niederlanden hat Limango sein Online-Shoppingangebot für Familien im August 2016 nach Frankreich ausgeweitet. Bereits in den ersten fünf Monaten konnte Limango knapp eine halbe Million Mitglieder für seinen Private Shopping Club in Frankreich gewinnen und verfügt europaweit mittlerweile über 10 Millionen Mitglieder, aber nur circa zwei Millionen Kunden.

Seit seiner Gründung im Jahr 2007 richtet sich Limango an die Zielgruppe Mütter mit ihren Familien. Limango hat 2016 die Anzahl der Verkaufsaktionen auf 4.800 in über 2.000 verschiedenen Marken gesteigert. So bemüht sich Limango, seine Mitglieder täglich mit neuen Angeboten aus den Bereichen Baby- und Kinderkleidung, Mode & Schuhe, Kosmetik, Outdoor & Sport sowie Home & Living zu überraschen. Das Konzept scheint aufzugehen. „Rund 90 Prozent aller Bestellungen werden mittlerweile durch Wiederholungskäufer getätigt“ beteuert Sven van den Bergh, Gründer und Geschäftsführer von Limango. Die Expansionsstrategie mit einem klaren Fokus auf Familien und einer sukzessiven Internationalisierung funktioniert also.

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Eine Reaktion
Florian_Selke

Die Otto Group macht es ja auch genau richtig, auf Digitalisierung zu setzen. Hätte man dies nicht getan, so hätte man ganz bestimmt nicht diesen Cashflow! Die haben alles richtig gemacht und richtig gute Strategen im HIntergrund.

Wenn ich mir da andere Unternehmen dieser Größenordnung anschaue, dann lässt sich sagen, dass diese Konzerne sich von der Otto Group setzt eine Scheibe abschneiden können.

Dazu muss man aber auch sagen, dass bei der Otto Group auch Digital auf verschiedene Geschäftsfelder gesetzt wird. Das kann natürlich auch nicht jeder Konzern genauso machen!

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