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Kein Scherz: Otto bietet Ausbildung zum Influencer an

Der Handelskonzern Otto will künftig Influencer im eigenen Unternehmen ausbilden. (Foto: dpa)

Eine Ausbildung zum Influencer auf Firmenkosten: Das will der Versandhändler Otto seinen Mitarbeitern künftig anbieten. Das Ziel ist aber nicht das Taschengeld von Jugendlichen.

Influencer – also einflussreiche Meinungsmacher mit dem richtigen Blick für das Taschengeld von Teenagern – haben bald ausgedient. Da ist sich zumindest Luis Hanemann sicher. „Influencer-Marketing ist ein vorübergehender Hype“, sagte der ehemalige Rocket-Manager und Marketing-Experte kürzlich.

Otto will Influencer im Unternehmen ausbilden

Dem widerspricht nun Otto mit einer ungewöhnlichen Aktion: Der Versandhändler aus Hamburg will künftig sogar eigene Influencer im Unternehmen ausbilden. Wie das Branchenportal W&V erfuhr, hat Otto dazu ein internes Fortbildungsprogramm aufgelegt, für das sich bereits 100 Mitarbeiter interessieren sollen.

Im Rahmen des Programms belegen sie angeblich Seminare für Social Media und Employer-Branding und werden in Präsentationstechniken geschult.

Ziel der Ausbildung soll es jedoch nicht sein, die mehrheitlich jugendliche Anhängerschaft von Influencern vom Kauf eines der zahlreichen Produkte aus dem Otto-Sortiment zu überzeugen. Vielmehr will Otto mit der ungewöhnlichen Aktion im hart umkämpften Arbeitsmarkt für Digitalexperten punkten.

Otto-Influencer sollen neue Bewerber locken

Laut W&V sollen die ausgebildeten Influencer „nicht nur ihr Gesicht in eine Smartphone-Kamera halten, sondern direkt in den Recruiting-Prozess eingebunden werden.“ Bedeutet: Mitarbeiter sollen auf diese Weise als „Jobbotschafter“ auf Fachkonferenzen auftreten und im Internet über Otto-Themen sprechen.

„Die Weiterentwicklung der Plattform Otto.de gehört zu den spannendsten Projekten im europäischen E-Commerce. Wir möchten, dass potenzielle Bewerber direkt und aus erster Hand von beteiligten Kollegen erfahren können, was sie bei Otto erwartet“, ließ sich Otto-Bereichsvorstand Katy Roewer gegenüber W&V zitieren. „Unsere Mitarbeiter werden also zu Influencern und suchen ihre zukünftigen Kollegen mit aus.“

Bleibt nur noch eine Frage offen:

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Ein Kommentar
Schellenaffe
Schellenaffe

Liebe Kinder, in unserer Unterrichtsreihe „Was werde ich, wenn ich doof bin“ werden wir heute über den Beruf des Influencers sprechen – und am Ende der Stunde darf jeder sein erste, hübsche Frühstücksbowl basteln. Na klingt das nicht nach einem Superlike?
http://schellenaffe.de/2017/10/23/was-werde-ich-wenn-ich-doof-bin/

Antworten

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