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Startups

Startup-Hausbesuch: Wie Outfittery Deutschlands Männern Stil beibringt

Hausbesuch beim Startup Outfittery. Foto: Dimitri Hempel / EASYdoesit GmbH

Outfittery stattet Männer mit stylischen Outfits aus und wird von Tag zu Tag beliebter. Für die t3n 36 haben wir die Berliner besucht und mit ihnen über Kundenservice im E-Commerce, Regentage und Retourenquoten gesprochen.

Mission Männermode: Zu Besuch im Berliner Style-Hauptquartier

Bei unserer Ankunft im Outfittery-Quartier geht es zunächst durch einen Hinterhof und dann mit dem Aufzug in den dritten Stock. Hier stehen wir plötzlich mitten im Geschehen: Kleiderstangen, Musterboxen und geschäftiges Hin und Her. Hinter den Glastüren sitzen Mitarbeiter in Gruppen zusammen und diskutieren. Irgendwann tritt einer von ihnen hinaus in den Flur: „Ihr seht so verloren aus – ich bringe euch mal hoch zum Empfang“. Der ist nämlich, wie sich herausstellt, noch eine Etage höher.

Offene Firmenkultur: Viele Outfittery-Mitarbeiter sitzen an thematisch angeordneten Arbeitsinseln.
Offene Firmenkultur: Viele Outfittery-Mitarbeiter sitzen an thematisch angeordneten Arbeitsinseln.

Hier treffen wir auf Anna Alex und Julia Bösch, die uns nicht nur die Räumlichkeiten ihres erst kürzlich bezogenen Büros zeigen, sondern sich auch Zeit nehmen, in der gemütlichen Atmosphäre des Showrooms ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern.

Curated Shopping mit Outfittery: So funktioniert’s

Outfittery stattet seine – ausschließlich männlichen – Kunden wie der Name schon sagt mit vollständigen Outfits aus. Wer keine Lust oder keine Zeit für stundenlange Einkaufstouren hat, kann über die Website und per Telefon angeben, was er mag und wo der Schuh drückt. Ein paar Tage später steht eine individuell zusammengestellte Box mit persönlichem Gruß des Stylisten direkt vor der Haustür. Was gefällt, wandert in den Kleiderschrank – der Rest geht zurück. Curated Shopping nennt sich das Prinzip und liegt absolut im Trend: Nur zwei Jahre nach dem Start vertrauen sich bereits mehr als 100.000 Shopping-Muffel regelmäßig dem Service von Outfittery an.

„Entscheidend ist nicht das Sortiment, sondern das Kundenbedürfnis.“

„Im Gegensatz zu anderen E-Commerce-Anbietern denken wir nicht vom eigenen Sortiment aus, sondern horchen zuerst in unsere Kunden hinein und reagieren dann auf ihre Bedürfnisse,“ erklärt Julia Bösch, die zusammen mit ihrer Freundin Anna Alex Outfittery gegründet hat, das Alleinstellungsmerkmal des Services. Online-Shopper sollen sich nicht angesichts einer riesigen Auswahl überfordert fühlen. Daher gebe es bei Outfittery auch keine Einzelstücke zu bestellen, so Bösch. Stattdessen arbeitet das Startup mit selbst zusammengestellten Ensembles, die auf der Website vorgestellt werden und als Basis für die Wahl der Kunden dienen.

Die Kunst, aus der Unzufriedenheit der Kunden zu lernen

Vor allem über die Retouren lernt Outfittery seine Kunden besser kennen.
Vor allem über die Retouren lernt Outfittery seine Kunden besser kennen.

Je besser das Startup seine Kunden kennt, desto eher trifft es mit den ausgewählten Outfits ins Schwarze. Daher setzt Outfittery auch weniger auf Marktforschung als auf das Gespräch mit den eigenen Kunden.

„Outfittery: Als Online-Pure-Player näher am Kunden als die Filiale.“

Aus den persönlichen Angaben, der Bestellhistorie und vor allem den Retouren lasse sich unheimlich viel lernen, erklärt Mitgründerin Anna Alex: „Wir wissen nicht nur, dass etwas zurück geschickt wurde, sondern auch warum.“ Mittlerweile hat Outfittery schon eine Art eigene Kunden-Typologie entwickelt, die dabei hilft, Neukunden besser einzuschätzen und an die richtigen Stylisten zu vermitteln. „Your most unhappy customers are your greatest source of learning“ steht auf einem Poster im Berliner Büro – ein Leitsatz, den sich Alex, Bösch und ihr Team zu Herzen genommen haben.

Outfittery: „Im Bereich Männermode ist noch viel Luft nach oben“

Natürlich gab es auch mal Rückschläge in der Geschichte von Outfittery. Wie etwa an dem Tag, als es wie aus Eimern schüttete und Bösch und Alex auf einmal zahlreiche Fotos erhielten, auf denen die Kunden ihre aufgeweichten, kaputten Versandboxen zeigten. Danach stellten sie auf teurere, stabilere Boxen um. Alles in allem ist das Startup aber auf Erfolgskurs: Neben dem stetigen Kundenwachstum hat das Startup bereits mehr als 17 Millionen Euro eingesammelt, unter anderem von Investoren wie Holtzbrinck Ventures, dem High-Tech Gründerfonds und Highland Ventures aus den USA.

„Die Konkurrenz auf dem Curated-Shopping-Markt steigt.“

Doch Curated Shopping ist ein spannendes Marktumfeld, auf dem sich zunehmend mehr Konkurrenten tummeln. So muss Outfittery sich Gedanken darüber machen, wie es sich gegen seine Wettbewerber durchsetzt, allen voran Modomoto, das etwa zur selben Zeit wie Outfittery gestartet ist und verblüffend ähnliche Wachstumszahlen aufweist.

Wie Outfittery das schaffen will, warum sich das Startup in Berlin besonders wohl fühlt und die Antwort auf die Frage, ob und wann es ein Outfittery für Frauen geben wird, erfahrt ihr im vollständigen Startup-Portrait in der t3n 36.

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t3n 36: Ab 28. Mai im Handel. Abonnenten erhalten das Heft bereits eine Woche früher.
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Um euch die Wartezeit zu verkürzen, hier ein paar Eindrücke aus dem Outfittery-Headquarter am Berliner Leuschnerdamm:

Das Outfitter-Team posiert für unseren Fotografen: Längst nicht alle Mitarbeiter haben auf das Bild gepasst.

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Alle Fotos: Dimitri Hempel / EASYdoesit GmbH

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3 Reaktionen
Sebastian

Nun, wie es in irgendwelchen Unternehmen zugeht, oder wo mal was schief läuft, ist mir eigentlich egal - Das passiert in allen Branchen! Ich habe schon mehrere Boxen bei OUTFITTERY bestellt und die Qualität der Klamotten und der Service war immer super! Man sollte nicht über etwas urteilen, dass man nicht kennt! Sehr oberflächlich!

bartosch

Grundsätzlich scheint dort einiges schief zu laufen...Es reicht einfach ein Blick auf die Facebook Seite. Ich würde mich nicht trauen dort zu bestellen.

Peterchen

Das Arbeiten scheint da ja echt Spaß zu machen:
http://www.kununu.com/de/be/berlin/tb/outfittery

NICHT!

Wenn diese Bewertungen auch nur ansatzweise stimmen, dann hoffe ich auf eine badige Insolvenz dieses Unternehmens.

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