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Outlook.com: Angreifer bekamen Zugang zu Daten bei Microsofts Web-Mail

(Foto: Microsoft)

Unbekannte Angreifer haben sich Zugang zu einigen Daten von Microsofts Web-Mail-Diensten verschafft. Es betrifft allerdings nur einen kleinen Teil der User.

Microsofts Outlook und seine Nutzer sind Opfer eines Phishing-Angriffs geworden. Betroffen sind unter anderem auch die von Microsoft verwalteten Web-Mail-Dienste wie @msn.com und @hotmail.com.

Die Angreifer hätten allerdings nicht auf Inhalte der Mails zugreifen können, betonte der Software-Konzern am Wochenende. Die Eindringlinge hätten aber Informationen wie E-Mail-Adressen, mit denen man kommunizierte, die Überschriften von Mails sowie Ordner-Namen einsehen können, wie Microsoft unter anderem den Tech-Blogs Techcrunch und The Verge bestätigte. Microsoft teilte mit, dass es jedoch keine Hinweise darauf gebe, warum ausgerechnet diese Informationen angezeigt wurden oder wie sie verwendet wurden. Zunächst blieb unklar, wie viele Nutzer betroffen waren. Microsoft sprach von einer begrenzten Anzahl an betroffen Konten, die Microsoft daraufhin sperrte.

Mittlerweile ist allerdings klar, dass der Hack deutlich umfangreicher war, als Microsoft zunächst bekannt gab. Gegenüber The Verge bestätigte ein Microsoft-Sprecher, dass bei etwa sechs Prozent der betroffenen Nutzer wohl doch E-Mail-Inhalte und angehängte Dateien einsehbar waren. Die Betroffenen wurden umgehend benachrichtigt und erhielten Anleitungen zum weiteren Vorgehen.

Zugangsdaten von Microsoft-Mitarbeiter gestohlen

Die Angreifer seien über gestohlene Zugangsdaten eines Kundenservice-Mitarbeiters von Microsoft ins System gekommen, hieß es in einer E-Mail an betroffene Nutzer, die die Technologie-Blogs veröffentlichten. Der Zugang habe vom 1. Januar bis zum 28. März bestanden.

Betroffene wurden am Freitag informiert, was auch die Medienberichte auslöste. Microsoft empfiehlt ihnen, zur Sicherheit das Passwort zu wechseln und warnt, vor ausgeklügelteren Phishing-Attacken auf Basis der erbeuteten Informationen gefasst zu sein. Die Benutzer sollten grundsätzlich vorsichtig sein, wenn sie E-Mails von irreführenden Domains, E-Mails, die persönliche Informationen oder Zahlungen anfordern, oder Anfragen aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle erhalten. Beim Phishing wird versucht, Nutzern mithilfe fingierter Login-Seiten Zugangsinformationen zu stehlen. brr/dpa

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