Software & Infrastruktur

OwnCloud: Enterprise-Version des Filesync-Service in Version 5 erschienen

Der Filesync-Anbieter OwnCloud hat jetzt auch seine kostenpflichtige Enterprise-Variante auf Version 5 aktualisiert. Die Community-Version für Consumer erfuhr bereits im März das entsprechende Update. Die Enterprise-Variante bringt aber mehr Neuerungen mit sich als die Community-Variante, zum Beispiel die Integration von Home-Verzeichnissen über CIFS oder NFS sowie stärkere Verschlüsselung.

ownCloud Enterprise Edition: Dank PRISM gefragter denn je

Einen besseren Zeitpunkt für den Release ihrer neuen Enterprise-Version 5 hätten sich die Macher von ownCloud wohl kaum aussuchen können. Denn neben Privatpersonen sind auch Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen auf der Suche nach Alternativen zu den Diensten von Google, Facebook, Dropbox und Co., die zuletzt wegen des Datenschutz-Skandals PRISM in die Kritik geraten sind. Wer seine Unternehmensdaten vor den neugierigen Blicken amerikanischer Behörden schützen möchte, der kommt nicht darum herum, die Daten selbst zu hosten. Um trotzdem den gleichen Funktionsumfang wie kommerzielle Angebote von besagten Skandal-Firmen zu erreichen, gibt es ownCloud.

So sieht die Oberfläche von der  ownCloud Enterprise Edition aus.

So sieht die Oberfläche von der ownCloud Enterprise Edition aus.

Neue Features für Enterprise-Kunden

Bereits im März wurde die Consumer- beziehungsweise Community-Variante der Software aktualisiert und um einige neue Features ergänzt. Diese flossen auch alle in die Enterprise-Version mit ein, zusätzlich gibt es aber einige weitere, neue Features. Zum Beispiel:

  • Einbindung in mehrere Active-Directory- oder LDAP-Umgebungen.
  • Standardmäßige „At-Rest-Verschlüsselung“: Serverseitige und dauerhafte AES-Verschlüsselung der Daten, egal auf welchem Storage-System die Daten ruhen.
  • ownCloud kann in bestehende Home-Verzeichnisse mittels der Netzwerktechniken CIFS oder NFS integriert werden.
  • Anonymer Upload: Auch Nutzer ohne ownCloud-Account können Dateien auf den Speicher laden.

Eine Demo von ownCloud finden Interessierte unter der Adresse demo.owncloud.org. Die neue Version soll ab Anfang Juli zur Verfügung stehen. Kommerzielle Nutzer von ownCloud müssen mindestens 50 Nutzer lizenzieren. Die Kosten betragen mindestens zwölf Euro pro Nutzer. Für das Geld erhält der Kunde aber auch exklusiven Support und Mitspracherecht bei der Entwicklung der Software.

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8 Kommentare
Jörg Kütemeier
Jörg Kütemeier

Dafür müsste es erst einmal stabil laufen… von „Enterprise“ ist OwnCloud meiner Meinung nach noch weit entfernt.

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Tom

Mir fehlt noch die all-in-one App, die auch Termine und Kontakte synchronisieren kann. Meinem letzten Stand nach, kann die aktuelle App nur mit Dateien umgehen, oder?

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