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Paketdienste – deshalb soll die Haustürlieferung teurer werden

(Foto: Narong Jongsirikul / Shutterstock)

Bestimmte Online-Bestellungen sowie private Pakete mit DPD und Hermes sind bis zur Haustür schon jetzt teurer als in den Paketshop.

Wer in Deutschland ein Paket nach Hause bestellt, könnte dafür auf lange Sicht generell mehr bezahlen müssen. So rechnen die Paketdienste DPD und Hermes damit, dass Haustür-Bestellungen künftig standardmäßig teurer sind als Lieferungen an Paketshops oder Paketstationen. „Wir erwarten, dass sich die Haustürzustellung branchenweit zu einem höherpreisigen Premiumservice entwickelt“, sagte ein Sprecher von DPD, der Deutschland-Tochter der französischen Post. Wettbewerber GLS hat einen ähnlichen Standpunkt. Teilweise haben die Firmen bereits in Verträgen mit Onlinehändlern Preisunterschiede festgeschrieben, der Regelfall ist das aber nicht.

Eine Sprecherin von Hermes sagte: „Wir müssen uns […] überlegen, inwieweit eine Haustürzustellung als Standardleistung langfristig tragbar ist.“ Sie verwies auf Länder wie Schweden, wo diese Belieferung schon seit langem standardmäßig extra koste. Hermes und DPD gewähren Onlinehändlern bereits Rabatte, wenn deren Kunden an Paketshops und Paketstationen gehen und nicht an die Haustür.

„Letzte Meile“ besonders teuer

Es ist bekannt, dass einige dieser Händler die Preisunterschiede an Kunden weiterreichen. Auf lange Sicht könnte dies zum Regelfall werden. Es geht um die „letzte Meile“, also den letzten Abschnitt bis zur Paketübergabe – dieser ist besonders zeitintensiv und teuer für die Dienstleister. Häufig sind Empfänger nicht daheim, dann muss der Paketbote bei Nachbarn und anderswo klingeln. Es sei nur logisch, wenn dieser zeitliche und logistische Mehraufwand sich in den Preisen widerspiegele, argumentieren Hermes, DPD und GLS.

Beim privaten Paketversand sind Preisunterschiede bei Hermes und DPD schon jetzt üblich. Wer also eine Sendung in einem Paketshop aufgibt sie an einen anderen Paketshop verschickt (und nicht an eine Privatadresse), der zahlt weniger. Wenn man im Internet bestellt, ist der Preisunterschied hingegen noch nicht Standard.

Die Äußerungen der Firmen verdeutlichen nun, dass sich das auf lange Sicht ändern dürfte. Der Marktführer, die Deutsche Post DHL, setzt hingegen auf gleiche Preise für Privatkunden – egal, ob die Sendung an die Haustür geht oder an einen Paketshop. dpa

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2 Kommentare
P.Eter
P.Eter

GLS will da mitreden? Die Volldeppen haben in den letzen Jahren nicht einmal eine Lieferung ohne Probleme bei mir hinbekommen, nicht in der Großstadt sondern auf dem Dorf. Eine Lieferung im wert von über 300€ ist auch weg ohne Schadensersatz. Der letzte Saftladen, GLS gehört geschlossen.

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Neeltje

Interessant, dass die Lieferung bis an die Haustüren der Kunden in der Zukunft vielleicht nicht mehr die Regel sein wird. Ich denke jedoch, für viele macht dies keinen besonders großen Unterschied, da viele Leute tagsüber ohnehin nicht zuhause sind. Ich jedenfalls nutze jetzt schon Alternativen, um meine Pakete zu empfangen.

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