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Schnell Weihnachtsgeschenke bestellen: Den Paketdiensten geht das Personal aus

(Bild: Narong Jongsirikul / Shutterstock)

Die Paketdienste kämpfen mit Personalmangel. Weihnachtsgeschenke sollten Kunden in diesem Jahr frühzeitig bestellen, Händler hingegen Versandzeiten vorsichtig kalkulieren.

Die Logistikbranche möchte tausende Mitarbeiter einstellen, findet aber nicht genügend Interessenten. Hermes, DHL und DPD berichten von Personalproblemen, mehr als 5.000 Fahrer fehlen laut Angaben der Wirtschaftswoche. Ausgerechnet in der betriebsamen Weihnachtszeit ein ernsthaftes Problem.

5.000 Fahrer werden gesucht

Die Wirtschaftswoche berichtet, dass von rund 19.300 Stellengesuchen für Berufskraftfahrer in den letzten zwölf Monaten immer noch 5.000 Stellen zu besetzen sind. Das Wirtschaftsmedium zitiert gleichermaßen DHL, Hermes und DPD, die Engpässe bestätigen.

Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt laut dem Logistik-Watchblog die Zahlen und verweist auf einen deutlichen Anstieg der Beschäftigungszahlen von 191.000 Fahrern hin zu 240.000 Fahrern seit 2012 – also innerhalb der seitdem anhaltenden Wachstumsphase des E-Commerce.

Auch die Bundesvereinigung Logistik (BVL) hat im Frühjahr 2017 den Fachkräftemangel untersucht und ermittelt, dass 78 Prozent der Logistikdienstleister besonders unter dem Personalmangel leiden.

Kunden können zur Entlastung der Paketdienste beitragen

In der Vorweihnachtszeit häuft sich die Arbeit für Paketdienste. Bitte nicht alles auf einmal und kurz vor Heiligabend bestellen. (Foto: Shutterstock)

Generell ist es eine gute Idee, mit der Bestellung der Weihnachtsgeschenke nicht bis zur letzten Adventswoche zu warten. Traditionell erhöht sich dort das Aufkommen noch, deshalb dürften sowohl Paketdienste als auch Händler dankbar sein, wenn viele Kunden schon vorher ihre Weihnachtseinkäufe erledigen. Das entlastet die Logistik-Infrastruktur.

Händler sollten sich auf längere Laufzeiten einstellen

Die gestiegenen Kapazitäten werden für die Logistikdienstleister immer schwerer zu handhaben, gerade in der Weihnachtszeit. Laut der Welt hat beispielsweise der Paketdienst GLS für die Wintermonate keine Zusatzmengen mehr angenommen.

In der Konsequenz kann es nicht schaden, wenn Händler ihre Versandgarantie für Weihnachten lieber äußerst konservativ kalkulieren. Das ist besser, als Kunden durch ein verpasstes Weihnachtsgeschenk extrem zu verärgern.

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3 Reaktionen
Robert B.

Also ich war selbst lange genug in der Branche. Ich habe also schon Ahnung ;)

Der Kunde will nichts bis wenig für den Versand zahlen.
Also steht schon mal der Händler unter Druck.
Der will natürlich die besten Konditionen beim Paketdienst.
Dieser wiederum zahlt seinen Sub-Unternehmer zu wenig.
Und diese sind daher gar nicht in der Lage den Fahrern einen angemessenen Lohn zu zahlen!

Anekdoten "aus dem Leben eines Paketfahrer" erspare ich euch hier ;)

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C64

Och - ein erster Schritt wäre eine angemessene Bezahlung, und nicht der Lohndumping über Subunternehmer. Und das könnte man ja damit bezahlen, dass Amazon angemessene Gebühren an die Logistiker abführt, und nicht nur einen Bruchteil vom dem bezahlen muss, wie "wir".
*Huch* - der Versand wird dann teurer? Gibt ja noch den stationären Handel :) Hätte auch eine positiven Wirkung aud den Co2 Ausstoss...
Die Logistiker brechen ja jetzt schon zusammen. Seit etwas mehr als zwei Wochen kommen kaum noch UPS Pakete halbwegs pünktlich an. Und was bekommt man hinter vorgehaltener Hand zu hören? Keine Leute da ;-)

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Dash

Leider entspricht das überschaubare Angebot des stationären Handels (auch in Großstädten) nur zu max. einem Prozent dem Sortiment von Amazon. Wer also nicht an jeder Ecke den gleichen, überteuerten Kram kaufen möchte, hat keine andere Wahl, als online zu bestellen. Es muss ja nicht immer Amazon sein.

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