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20 Prozent der Deutschen würden sich Pakete direkt ins Haus liefern lassen

Lieferung mit Amazon Key. (Bild: Amazon)

Einer Umfrage zufolge können sich über 20 Prozent der Deutschen vorstellen, sich Pakete direkt ins Haus liefern zu lassen. Besonders aufgeschlossen sind Gutverdiener und junge Menschen.

Im Herbst 2017 hatte Amazon sein smartes Türschloss Key und die Überwachungskamera Cloud in den USA vorgestellt. Damit soll Lieferanten der Zugang in die Wohnung ermöglicht werden, auch wenn der Empfänger nicht zu Hause ist. Damals hatten sich laut einer Umfrage nur rund vier Prozent der Deutschen vorstellen können, ein solches System zu nutzen. Mittlerweile scheinen die Deutschen der Technik gegenüber schon deutlich aufgeschlossener.

Pakete ins Haus liefern lassen: 22 Prozent der Deutschen offen

Einer aktuellen Umfrage von Yougov zufolge würden 22 Prozent ihr Heim mit einem intelligenten Türöffner und einer Kamera ausstatten, um so in Abwesenheit dem Paketboten öffnen zu können. Während sieben Prozent auf die konkrete Frage „Könnten Sie sich vorstellen, sich auf diese Art Pakete liefern zu lassen?“ mit „Ja, auf jeden Fall“ antworteten, sagten 15 Prozent „Eher ja“. Insgesamt 68 Prozent gaben „Eher nein“ und „Nein, auf keinen Fall“ zu Protokoll.

Dabei sind Männer eher bereit für die sogenannten In-Home-Lieferung als Frauen, Junge eher als Ältere und Bürger in den neuen Bundesländern eher als Westdeutsche. Ein besonders großer Unterschied bei der Bereitschaft, den Paketzusteller aus der Ferne ins Haus zu lassen, fand sich bei den Einkommen. Bei denjenigen, die über 3.000 Euro verdienen, wären 31 Prozent einer In-Home-Lieferung zugeneigt. Nur 21 Prozent der Deutschen mit mittleren Einkommen (1.500 bis 3.000 Euro) sehen das so.

Besonders viele Gutverdiener würden sich Pakete ins Haus liefern lassen. (Grafik: Yougov)

„Unsere Umfrage zeigt, dass die Bereitschaft für Innovationen wie In-Home-Delivery oder andere smarte Zustellmethoden in bestimmten Zielgruppen grundsätzlich vorhanden ist“, sagte Philipp Schneider, Head of Marketing bei Yougov. Um die Verbreitung smarter Türschlösser anzustoßen, sollten Zustelldienstleister Kooperationen mit Herstellern von Smarthome-Devices eingehen oder ihren Nutzern Premium-Service-Angebote bieten.

Welche Herausforderungen auf mögliche Anbieter solcher Dienste zukommen, zeigt das Beispiel Amazon in den USA. Dort gibt es mittlerweile zahlreiche Beschwerden, dass Paketboten Häuser unerlaubt betreten haben sollen. Außerdem war es Hackern gelungen, das System so zu manipulieren, dass die Zusteller der Videoüberwachung bei der Paketzustellung entgehen konnten.

Yougov hatte für die Analyse zur In-Home-Lieferung am 20. Dezember 2018 1.682 Personen in Deutschland ab 18 Jahren mittels standardisierter Online-Interviews repräsentativ befragt.

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