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Papierblatt als Touchscreen: Forscher machen es einfach und günstig möglich

(Foto: Yang Zhang / Chris Harrison)

Papier mit Touch-Funktionalität, das Handschrift direkt digitalisieren kann und nicht extrem teuer ist? Das haben Forscher entwickelt – und es kann noch mehr. 

Wie verbindet man die Vorteile eines klassischen Stücks Papier mit denen der digitalen Welt? Man bringt einem normalen Blatt Touch bei – zu bezahlbaren Preisen. Das haben Forscher an der Carnegie Mellin University gemacht und erläutern ihr Vorgehen in einer Publikation.

Zum Einsatz kommt normales Papier, das auch als Touch-Bedienfläche dienen kann

Genutzt wird für das Verfahren ein normales Blatt Papier, das auf der Rückseite mit einem leitenden Material versehen wird. Die flüssige Substanz wird beispielsweise durch Sprayen oder Offsetdruck aufgetragen. Es ist aber auch möglich, eine Folie mit der Papierrückseite zu verbinden. Der aktuelle Preis pro Blatt liegt damit bei 30 Dollar-Cent, die Forscher geben aber an, die Kosten durch eine Massenproduktion noch senken zu können. Der Papiergröße sind keine Grenzen gesetzt, auch ganze Papierrollen lassen sich schon vor dem Zuschnitt in die gewünschte Größe mit dem leitenden Material ausstatten.

Das Papierblatt wird mit einer kleinen Klemme mit einem Board verbunden, das die Signale an einen Computer übertragen kann. Das Board ließe sich theoretisch auch komplett in andere Geräte integrieren. Mit einem Handgriff ist das Papier wieder aus der Klemme entfernt und kann entsorgt werden.

Die Technik funktioniert aber nicht nur mit dem klassischen Stift auf dem Blatt Papier. Auch Finger werden erkannt, somit kann die Oberfläche dann auch für eine Touch-Bedienung genutzt werden.

Beispiel-Anwendungen können auch Aufgaben kontrollieren oder eine Zeitung interaktiv machen

Eine Beispielanwendung der Forscher kontrolliert auf Papier gegebene Antworten direkt. (Screenshot: Youtube)
Eine Beispielanwendung der Forscher kontrolliert auf Papier gegebene Antworten direkt. (Screenshot: Youtube/t3n.de)

Die beiden Forscher haben bereits erste Beispiel-Applikationen entwickelt. Eine Lern-App erkennt etwa automatisch richtige und falsche Antworten in Multiple-Choice-Tests und korrigiert diese direkt auf dem Rechner. Auch einfache Freitext-Eingaben können überprüft werden. Ein weiteres Beispiel: An einer Beispielzeitung wird gezeigt, wie dort interaktive Buttons eingefügt werden können, die dem Leser das Teilen in sozialen Netzwerken ermöglichen.

Auch Brettspiele sind ein möglicher Einsatzzweck. Dabei wird die Position der einzelnen Figuren erkannt und Nutzer werden angeleitet, was sie den Regeln entsprechend nach einem Spielzug zu tun haben. Weitere Einblicke in ihr Projekt geben die Forscher in ihrem veröffentlichten PDF.

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