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Ratgeber

It’s a match! So findest du den passenden Investor

(Grafik: Varijanta / iStock)

Netzwerk-Veranstaltungen besuchen, gemeinsame Kontakte bemühen oder doch einfach eine E-Mail schreiben? Eine Anleitung für die Suche nach dem richtigen Investor für dein Startup.

Für das erste Ladenlokal brauchten Frederic Böert und Vincent Brass nicht nur geeignete Räumlichkeiten – die Gründer des Matratzen-Startups Muun benötigten auch Geld. Gemeinsam überlegten sie im Sommer 2015, wer als Investor für ihr Geschäftsmodell infrage kommen könnte. Schnell stellten sie für sich fest: „Einen Wagniskapitalgeber wollten wir erst einmal nicht“, so Brass.

Der Grund: Den beiden Gründern ging es nicht nur um das Geld, sondern auch um strategisches Know-how. Bisher hatten sie ihre Matratze „Muun“ nur online vertrieben. In einem kleinen Showroom wollten sie den Kunden künftig aber auch die Möglichkeit geben, die Matratze vor dem Kauf schon einmal zu testen. Deswegen entschieden sich die Muun-Chefs, Business Angels anzusprechen, die Erfahrung im Handel mitbrachten.

Von befreundeten Gründern hatten sie gehört, dass die Kaltakquise – also einen Investor einfach anzuschreiben – selten funktioniere. Sie entschieden sich stattdessen, ihre direkten Kontakte anzuzapfen. Insgesamt konnte das Berliner Unternehmen am Ende neun Kapitalgeber von seiner Idee überzeugen und sammelte eine sechsstellige Summe ein. Was einfach klingt, bedeutete für Muun einen langen Weg. „Man muss schon hartnäckig bleiben“, sagt Brass rückblickend.

Welcher Investor passt zu mir?

Mit Investoren holt sich ein Startup im besten Fall – wie bei Muun – sowohl finanzielle als auch strategische Unterstützung in den eigenen Betrieb. Doch bevor es soweit ist, steht das Unternehmen vor mehreren Herausforderungen: Es muss sich überlegen, welcher Investor zu ihm passt, wie viel Macht es abgeben will und wie es an den Kapitalgeber herantreten kann.

Die beiden Gründer Frederic Böert und Vincent Brass erreichten ihre Investoren über bestehende Kontakte und konnten sie so im lockeren Gespräch von ihrer Idee überzeugen. (Foto: Muun)
Die beiden Gründer Frederic Böert und Vincent Brass erreichten ihre Investoren über bestehende Kontakte und konnten sie so im lockeren Gespräch von ihrer Idee überzeugen. (Foto: Muun)

Bevor sich ein Gründer auf die Investoren stürzt, muss er deshalb erst einmal aufzeichnen, wo er selbst gerade steht. „Ein Unternehmen sollte sich anschauen, in was für einer Phase es steckt, ob es schon ein fertiges Produkt anbieten und Kunden vorweisen kann“, rät Stephan-Nicolas Kirschner, Startup-Koordinator bei der IHK Berlin. Wenn das klar ist, kann ein Startup seiner Erfahrung nach die Zielgruppe potenzieller Geldgeber besser definieren.

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Eine Reaktion
Sabrina Görlach

Am besten ist es immer wenn man ein fertiges Produkt in der Hand hat. So kann sich der Geldgeber auch gleich ein eigenes Bild machen und es macht immer einen sehr guten Eindruck.

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